Bildung von Tochtergeschwülsten

Metastasierter Brustkrebs: Fünf Bereiche, in denen Tochtergeschwülste auftreten können

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Auch nach längerer Zeit können sich bei Brustkrebs noch Metastasen bilden. Welche Bereiche betroffen sein können, erfahren Sie hier.

Wird Brustkrebs rechtzeitig erkannt und gemäß der Leitlinien behandelt, können die meisten Frauen von dieser Krebsart geheilt werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Krebs-Formen muss allerdings laut Informationen der Deutschen Krebsgesellschaft bei Brustkrebs – mitunter auch nach längerer Zeit noch – mit dem Auftreten von Metastasen gerechnet werden. Diese können sich in verschiedenen Bereichen des Körpers bilden.

Brustkrebs: Fünf Bereiche, in denen Metastasen auftreten können

Bei einem metastasierten Brustkrebs kann der Tumor auch ins Gehirn streuen.

Mediziner sprechen laut gesundheitsinformation.de von einem metastasiertem Brustkrebs, wenn der Tumor Absiedlungen in anderen Bereichen des Körpers oder in Organen gebildet hat. Zwar können manche dieser Metastasen auch einzeln therapiert werden, jedoch hängt dies davon ab, wo sie im Körper entstehen. In den folgenden fünf Regionen können sich bei Brustkrebs Tochtergeschwülste entwickeln:

  1. Knochen: Kommt es im Skelett zu Metastasen, dann wird der Auf- und Abbau von Knochen durch die Krebszellen gestört. Die Knochen werden dadurch instabiler und können schneller brechen. Mit einer Operation oder einer Strahlentherapie können die Tumorabsiedlungen in den Knochen behandelt werden. Dies führt in der Regel dazu, dass die Knochen wieder stabiler werden. Die Behandlung dient somit sowohl der Linderung der Schmerzen als auch dem Vorbeugen von Knochenbrüchen. Zudem können Medikamente, die den Knochenabbau hemmen, verabreicht werden.
  2. Leberlappen: Bei Brustkrebs können Metastasen aber auch in inneren Organen wie der Lunge oder der Leber auftreten. Diese Tochtergeschwülste können unter bestimmten Umständen (z.B. wenn sie nur in einem Leberlappen vorkommen) operiert werden. Zudem können Absiedlungen in nur einem Leberlappen auch mit einer Chemoembolisation, einer stereotaktischen Bestrahlung oder einer Radiofrequenzablation (RFA) behandelt werden.
  3. Lungenfell: Die Lungenflügel sind vom Lungenfell überzogen. Auch dort kann ein Tumor bei Brustkrebs Metastasen bilden. Durch die Absiedlungen kann sich vermehrt Flüssigkeit in der Pleurahöhle (Spalt zwischen Lunge und Rippen) ansammeln und es entsteht ein sogenannter Pleuraerguss. Typische Symptome sind Schmerzen und Atembeschwerden. Damit sich keine Flüssigkeit mehr in dem Spalt ansammelt, kann dieser durch eine Operation geschlossen werden.
  4. Haut und Muskeln: Diese beiden Bereiche können ebenfalls von Metastasen betroffen sein. Noch relativ kleine Absiedlungen, die auf der Hautoberfläche liegen, können bisweilen mit einer Salbe, welche einen chemotherapeutischen Wirkstoff enthält, behandelt werden. Andernfalls werden begrenzte Hautmetastasen und Metastasen in den Muskeln in der Regel bestrahlt oder operativ entfernt.
  5. Gehirn: Starke Schmerzen sind typische Beschwerden bei Metastasen im Gehirn infolge von Brustkrebs. Verursacht werden sie meist durch eine Schwellung oder durch Ansammlung von Flüssigkeit in der Gehirnregion. Gleichgewichtsstörungen und Lähmungen können außerdem als Folgeerscheinungen auftreten. Dabei kommt es darauf an, wo sich die Tochtergeschwülste im Gehirn befinden. Bei einer Operation können einzelne Hirnmestastasen entfernt und die betroffenen Stellen anschließend bestrahlt werden. Haben sich mehrere Absiedlungen gebildet, wird das ganze Gehirn bestrahlt. Aber auch die Behandlung durch Radiochirurgie (hoch dosierte Strahlen werden auf einen genau abgegrenzten Bereich gerichtet) ist eine Möglichkeit.

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Zehn Krebsarten mit den geringsten Überlebenschancen

Menschliche Körper
Das Mesotheliom zählt zu den tödlichsten Krebsarten. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei nur knapp über zehn Prozent. Beim Mesotheliom handelt es sich um einen seltenen Tumor des Weichteilgewebes. Überwiegend Männer im höheren Lebensalter sind davon betroffen. Diagnostiziert wird er meistens im Brustfell, seltener im Bauchfell.  © Zoonar.com/ersin arslan/IMAGO
Menschlicher Körper mit Bauchspeicheldrüse
Bauchspeicheldrüsenkrebs oder Pankreaskrebs gilt als eine der tödlichsten Krebsarten überhaupt. Nur etwa sieben bis acht Prozent der Patienten überleben die ersten fünf Jahre nach einer Diagnose. Häufig wird der Tumor zu spät erkannt und bildet Metastasen. Zudem kommt er oftmals nach einer Therapie wieder zurück. © Zoonar.com/ersin arslan/IMAGO
Leber
Auch wenn Leberkrebs relativ selten ist, so gehört er dennoch wegen seiner schlechten Prognose zu den häufigsten Krebstodesursachen. In Deutschland treten rund 9.500 neue Fälle im Jahr auf, bei ungefähr 8.000 Todesfällen. Das relative 5-Jahres-Überleben sowohl bei Männern als auch bei Frauen liegt bei etwa 15 Prozent. Die Prognose hängt dabei vom Zustand der Leber und vom Stadium der Krebserkrankung ab. © Science Photo Library/IMAGO
Person hält Zigarette in der Hand
Rauchen bzw. Tabakkonsum ist der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs, dessen Prognose in der Regel ebenfalls ungünstig ist. Laut RKI liegt die relative 5-Jahres-Überlebensrate bei Frauen bei rund 21 Prozent, bei Männern bei rund 15 Prozent. Auch hier unterscheiden sich die Überlebensaussichten jedoch deutlich nach dem Stadium der Krebserkrankung. Allerdings wird Lungenkrebs meist spät entdeckt, da er im frühen Stadium meist keine Beschwerden verursacht.  © ETfoto/IMAGO
Frau hält Modell von Gehirn in Händen
Das zentrale Nervensystem (ZNS) befindet sich im Schädel und im Wirbelkanal in der Wirbelsäule. Es umfasst alle Nerven und Nervenbahnen im Gehirn und Rückenmark. Krebserkrankungen des ZNS betreffen zu 95 Prozent das Gehirn, während sich die restlichen fünf Prozent auf vier Bereiche verteilen: das Rückenmark, Hirn- und Rücken­marks­häute und Hirn­nerven. Krebserkrankungen des ZNS zählen zu den gefährlicheren Krebsarten. Bei Männern liegt demnach die relative 5-Jahres-Überlebensrate für bösartige ZNS-Tumore bei 21 Prozent, für Frauen bei 24 Prozent. Trotz Forschung sind die genauen Ursachen für die verschiedenen Hirntumore weitgehend unklar. Über die Risikofaktoren ist deshalb wenig bekannt.  © Mareen Fischinger/IMAGO
Person hält sich Hände an Bauch
Gallenblasenkrebs und Gallengangkrebs kann sich unter anderem durch Bauchschmerzen im oberen Bauch bemerkbar machen. Schuld daran sind bösartige Tumore in der Gallenblase beziehungsweise in den Gallenwegen. Nur wenige Patienten mit der Krebserkrankung sind fünf Jahre nach der Diagnose noch am Leben. Die relativen 5-Jahres-Überlebensraten bei bösartigen Tumoren der Gallenblase und der Gallenwege betragen bei Männern 20 Prozent und für Frauen 17 Prozent und sind damit relativ niedrig. © Iordache Magdalena/IMAGO
Speiseröhre
Auch der Speiseröhrenkrebs zählt zu den Krebsarten mit ungünstigen Überlebensaussichten. Mit einer Rate von circa 90 Prozent ist er bezogen auf die Mortalitätsrate (Anzahl der Gestorbenen im Verhältnis zu den Erkrankten) mit am tödlichsten. Jedoch ist die Anzahl der Erkrankten bei dieser Krebsart auch niedriger. Die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt für Männer bei 22 Prozent, für Frauen bei 24 Prozent. Alkohol, Rauchen und Übergewicht zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren. © Science Photo Library/IMAGO
Frau bekommt Magenspiegelung
Die wichtigste und aussagekräftigste Untersuchung, um einen Magentumor feststellen zu können, ist die Magenspiegelung (Gastroskopie). Da die Krebserkrankung häufig erst spät erkannt wird, ist sie meist nicht mehr heilbar. Das macht die Prognose der Lebenserwartung bei Magenkrebs relativ ungünstig. Fünf Jahre nach der Diagnose lebt etwa nur noch ein Drittel der Betroffenen. Zwar haben sich laut RKI die Überlebensaussichten in letzter Zeit verbessert. Allerdings bleiben sie im Vergleich zu anderen Krebsarten immer noch ungünstig. Bei Frauen liegt die relative 5-Jahres-Überlebensrate demnach bei 37 Prozent, für die Männer bei 34 Prozent. © Kzenon/IMAGO
Eierstock
Eierstockkrebs ist um ein Vielfaches tödlicher als beispielsweise Brustkrebs. Laut RKI sind die Überlebensaussichten von Patientinnen mit Eierstockkrebs relativ schlecht. Aktuell liegt die relative 5-Jahres-Überlebensrate bei 42 Prozent. Je früher die Krankheit jedoch erkannt wird, desto besser sind die Überlebenschancen. Da die Symptome allerdings unspezifisch sind, ist eine Früherkennung des sogenannten Ovarialkarzinoms kaum möglich. So überleben nur knapp 50 Prozent der betroffenen Frauen nach fünf Jahren mit dem Krebs. © Zoonar.com/ersin arslan/IMAGO
Knochenmark
Eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks wird als Multiples Myelom bezeichnet. Dabei stellt es eine bösartige Vermehrung Antikörper produzierender Plasmazellen dar. Die Erkrankung tritt meist zuerst im Knochenmark auf, wo sie häufig mehrere Erkrankungsherde (z.B. Knochenbrüche, Blutbildveränderungen) bildet. Mit einer relativen 5-Jahres-Überlebensrate von 54 Prozent bei Frauen und 56 Prozent bei Männern ist auch ihre Prognose eher ungünstig. So ist mit einer dauerhaften Heilung in der Regel nicht zu rechnen. © Zoonar.com/ersin arslan/IMAGO

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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