Gegen den Trend

„Da muss es Vorfälle gegeben haben“: Butter-Schild in Rewe-Supermarkt entfacht Diskussion

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Trotz der rekordverdächtigen Butterpreise weist Rewe seine Kunden auf eine Regel hin. Die Mengenvorgabe lässt allerdings Interpretationsspielraum.

München – Während die Inflation im Oktober 2024 auf den tiefsten Stand seit über drei Jahren gefallen ist, hat die Butter ein Rekordniveau erreicht: Ein 250-Gramm-Päckchen Butter ist in Supermärkten und Discountern ab 2,39 Euro erhältlich. Das sind zehn Cent mehr als der bisherige Höchstpreis, der im August 2023 erreicht wurde. Bei diesen Zahlen sollten Verbraucher eigentlich vor einem Kauf zurückschrecken. Ein Schild bei Rewe lässt aber nun auf das Gegenteil schließen.

Butter-Schild bei Rewe irritiert Kunden: „Welcher Haushalt braucht zehnmal Butter?“

Doch zurück auf Anfang: Ein Kunde veröffentlichte ein Foto von dem Butter-Schild unter dem Subreddit „aberBitteLaminiert“, welcher für lustige Zettel und schriftliche Interaktionen im Alltag bekannt ist. Was irritiert, ist nicht nur, dass der von Rewe abgedruckte Hinweis nicht laminiert ist, sondern auch, was der Supermarkt als „haushaltsübliche Menge“ bezeichnet. Demnach sind zehn Stück Butter normal – und das, obwohl die Preise derzeit zu Wünschen übrig lassen.

Konkret steht auf dem Butter-Schild geschrieben: „Verkauf von Butter nur in haushaltsüblichen Mengen von zehn Stück.“ Dieser Hinweis lässt viele Fragen offen, weswegen der Kunde sich wohl auch entschied, eine Aufnahme davon öffentlich zu machen. „Welcher Haushalt braucht zehnmal Butter?“, fragte er die Community auf Reddit. Mittlerweile diskutieren über 200 Menschen in der Kommentarspalte, was wohl damit gemeint sein könnte (Stand: 2. Dezember).

Welcher Haushalt braucht 10x Butter?
byu/Big-Ad8239 inaberBitteLaminiert

Es ist nicht das erste Mal, dass Rewe mit einem Schild bei einigen Menschen mehr Fragen offen lässt als beantwortet. So wendeten sich Rewe-Mitarbeiter jüngst mit einem verzweifelten Zettel an ihre Kunden, stießen aber stattdessen auf jede Menge Verwirrung und Kopfschütteln.

„Wahrscheinlich die Keks-Mafia“: Netz diskutiert über Butter-Schild bei Rewe

Ein Reddit-Nutzer ist sich sicher, dass es Vorfälle gegeben haben muss, bei denen einige Kunden mehr als zehn Stück Butter gekauft haben. Darauf antwortete ein anderer, er vermute, es habe zuvor jemand den ganzen Bestand für seine Bäckerei aufgekauft. Besonders kurios: In Unterfranken klaute ein Dieb zehn Packungen Butter. Allerdings bezahlte er den Rest seines Einkaufs. Warum er das machte, stellt die Polizei noch immer vor ein Rätsel.

Glaubt man der Mehrheit der Community, ist diese Annahme falsch. „Noch nie zur Weihnachtszeit gebacken?“, fragte ein Nutzer. „Bei uns gingen letztens schon fünf Packungen Butter bei zwei Personen drauf.“ Auch eine weitere Person fragte den Rewe-Kunden: „Hast du schon einmal ein paar Sorten Plätzchen zu Weihnachten gebacken? Außerdem soll Butter noch teurer werden und lässt sich gut einfrieren.“ Doch die teure Butter lässt sich auch einfach selbst zubereiten.

Bei Rewe sorgt ein merkwürdiges Schild für Aufsehen. (Montage)

Tatsächlich müssen Kunden nach Einschätzung des Bayerischen Landesvereins der Milchviehhalter bis Weihnachten im deutschen Einzelhandel für Butter noch tiefer ins Portemonnaie greifen, berichtet die Stuttgarter Zeitung. Wie sich der Preis 2025 entwickelt, ist derzeit noch nicht absehbar.

Doch Reddit wäre ja nicht Reddit, wenn es nicht auch ein paar ironische Kommentare zu dem Butter-Schild gäbe. Zu lesen sind etwa „Womit soll ich mich denn sonst eincremen?“, „Wahrscheinlich die Keks-Mafia“ und „Dann geh doch zu Netto“. Ob Kunden nun zwangsläufig zehn Packungen Butter kaufen müssen, wie auf dem Schild geschrieben steht, ist weiter unklar. Unbekannt ist auch der Standort des Rewe-Markts. (cln)

Rubriklistenbild: © Screenshot/Reddit.com

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