VonLarissa Strohbuschschließen
Dackel und Terrier bleiben bis ins hohe Alter an Ihrer Seite: Diese Hunderassen haben eine höhere Lebenserwartung als andere.
Sie wollen einen Welpen aufnehmen und suchen eine Rasse, die gemeinsam mit Ihren Kindern groß wird? Oder vielleicht sind Sie selbst schon ein Senior und wollen wissen, welchem Hund Sie langfristig noch gerecht werden? Hunderassen unterscheiden sich nicht nur darin, ob sie gerne jagen oder hüten, ob sie ruhige Zeitgenossen sind oder besonders aktiv, riesig oder mini – auch die Lebenserwartung weicht von Chihuahua bis Irischem Wolfshund stark voneinander ab. Stimmt die Annahme, dass kleine Hunde älter werden?
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Die Lebenserwartung eines Hundes hängt von seiner Größe ab
Hunderassen werden grob in drei Kategorien unterteilt: kleine Hunde, die bis zu 15 Kilogramm schwer werden, und mittelgroße Hunde, die ein Gewicht zwischen 15 und 45 Kilogramm auf die Waage bringen. Alles darüber gilt als großer Hund. Diese Unterteilung zeigt sich auch in der Lebenserwartung: Kleinere Hunde werden älter.
- Kleine Hunde haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von zehn bis 15 Jahren. Auch bis zu 20 Jahre sind durchaus drin.
- Mittelgroße Hunde werden durchschnittlich bis zu 13 Jahre alt.
- Große Hunde schaffen etwa nur acht bis zwölf Jahre.
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Von Dackel bis Zwergpudel – das sind die Hunderassen, die am ältesten werden
In dieser Tabelle der Hunde mit der größten Lebenserwartung tummeln sich vor allem kleine bis winzige Exemplare. Doch auch ein paar größere Hunde sind mit dabei.
| Beagle | 12–15 Jahre |
| Border Collie | 13–15 Jahre |
| Chihuahua | 13–15 Jahre |
| Dackel | 13–15 Jahre |
| Deutsch Drahthaar | 12–14 Jahre |
| Dobermann | 12–14 Jahre |
| Golden/Labrador Retriever | 12–14 Jahre |
| Jack Russell Terrier | 14–16 Jahre |
| Malteser | 12–14 Jahre |
| Mops | 12–15 Jahre |
| Pudel | 12–14 Jahre |
| Zwergschnauzer | 13– 16 Jahre |
Es ist wahr: Große Hunde werden nicht so alt wie junge
Auf der anderen Seite gibt es leider auch einige Hunderassen, bei denen kein langes Leben zu erwarten ist. Allen voran stehen Riesenrassen wie die Deutsche Dogge. Diese wird im Schnitt nur etwa acht bis zehn Jahre alt. Ähnlich sieht es beim Bernhardiner, Rottweiler und Riesenschnauzer aus. Schlusslicht bildet der Irische Wolfshund mit einer Lebenserwartung von sechs bis zehn Jahren. Aber auch kleinere Hunde sind betroffen. Die Englische Bulldogge wird selten älter als zehn Jahre. Grund dafür ist die Zucht: Der stämmige Körperbau der Bulldogge erschwert ihr das Atmen. Außerdem werden diese Tiere schnell zu dick, was ihre Gesundheit gefährdet.
Die größten Hunderassen weltweit – ist Ihr Vierbeiner dabei?




Diese Faktoren erhöhen die Chancen auf ein langes, gesundes Leben
Wollen Sie sich lange an Ihrem vierbeinigen Freund erfreuen, sollten Sie also eher eine kleine Rasse auswählen und auf Tiere verzichten, die von einer Überzüchtung betroffen sein könnten. Damit Ihr Hund lange gesund bleibt, ist es entscheidend, dass Sie seinen Bedürfnissen gerecht werden. Gerade Terrier oder Hütehunde wie der Border Collie sind sehr aktiv und brauchen viel Bewegung.
Mit der richtigen Ernährung vermeiden Sie gefährliches Übergewicht und versorgen Ihr Tier mit den nötigen Nährstoffen. Achten Sie darauf, dass Senioren ein anderes Futter benötigen als der Junior. Kastrierte Rüden haben zudem eine höhere Lebenserwartung als unkastrierte. Wenn Sie jetzt noch Ihren alternden Gefährten regelmäßig zur Kontrolle beim Tierarzt bringen, stehen die Chancen auf ein langes Leben gut. Die Formel „Hundejahre mal sieben ergibt Menschenjahre“ ist übrigens nur bedingt richtig. Bedenken Sie: Größere Hunde altern schneller als kleine und müssen früher als Rentner behandelt werden.
Neue Studie zur Lebenserwartung von Hunden
Kleine Hunde mit länglicher Schnauze wie beispielsweise Zwergdackel haben die höchste Lebenserwartung, berichten Wissenschaftler in einer Studie, die am 01. Februar 2024 in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht wurde. Ausgewertet wurden die Daten von 150 Hunderassen und 580.000 Fellnasen. Rüden mittelgroßer Rassen mit flacher Schnauze leben demnach am kürzesten.
Kleine reinrassige Hunde mit länglichem Schädel wie der Zwergdackel oder der Shetland Sheepdog hatten den Experten zufolge mit 13,3 Jahren die höchste durchschnittliche Lebenserwartung. Mittelgroße Hunde mit flachem Schädel, wie die Englische Bulldogge, hatten mit 9,1 Jahren für Rüden und 9,6 Jahren für Hündinnen die niedrigste durchschnittliche Lebenserwartung.
Insgesamt leben Hündinnen mit 12,7 Jahren im Schnitt ein wenig länger als Rüden (12,4 Jahre). Darüber hinaus haben nach den Auswertungen des britischen Forscherteams reinrassige Hunde mit 12,7 Jahren eine höhere mediane Lebenserwartung als Mischlinge (12,0 Jahre). Die Gruppe der Mischlinge umfasst sowohl reinrassige Kreuzungen wie den Labradoodle aus Labrador und Pudel als auch Hunde unbekannter Abstammung.
Rubriklistenbild: © Pond5 Images/IMAGO

