Trauer um Zeus

Größter Hund der Welt verstorben – wie alt können große Hunde werden?

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Mit einer beeindruckenden Größe von 104,6 Zentimetern steht Dogge Zeus als größter Hund der Welt im Guinness-Buch der Rekorde. Nun ist der Rüde gestorben.

Aus der Spüle trinken und Essen vom Küchentresen mopsen: Für Dogge Zeus war das kein Problem. Im März 2022 gewann er den Titel „Größter Hund der Welt“ und sicherte sich damit einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde. Stolze 2,13 Meter maß der Hund auf den Hinterläufen und überragte damit selbst die größten Männer. Nun ist der sanfte Riese aufgrund von Komplikationen nach einer Operation gestorben.

Zeus hat Knochenkrebs im Vorderbein – Besitzerin verliert Kampf um geliebten Hund

„Mit großer Traurigkeit teilen wir mit, dass bei Zeus diese Woche Krebs diagnostiziert wurde. Er hat ein sehr aggressives Osteokarzinom [Anm. d. Red.: Knochenkrebs] an seinem Bein“, verkündete Besitzerin Brittany Davis gegenüber den 17.200 Followern Ende August auf Instagram (@zeus_king_dane). Für die Texanerin aus Bedford begann damit der Kampf um ihren geliebten Hund. Schnell stand fest: Um Zeus zu retten, müssen die Tierärzte sein rechtes Vorderbein amputieren. Weil sie die teure Behandlung allein nicht bezahlen konnte, rief Brittany die Menschen im Netz zur Mithilfe auf. Über die Plattform „GoFundMe“ kamen somit rund 12.000 Dollar Spenden zusammen.

Nach der Operation schien zunächst alles in Ordnung. Doch wenige Tage später der Schock: Zeus will nicht fressen, hat Fieber und eine bläuliche Verfärbung um sein Maul. „Es wurden Blutuntersuchungen und Röntgenaufnahmen der Brust durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass er eine Aspirationspneumonie hat, das heißt, er hat Flüssigkeit und Bakterien in der Lunge“, teilte Brittany der Community in einem Update mit, die zunächst noch Hoffnung hatte, dass die Medikamente schnell anschlagen. Bereits einen Tag später meldete sie sich bei ihren Followern auf Instagram zurück – mit einer niederschmetternden Nachricht. „Mein Zeusy ist weg. Jetzt tut ihm nichts mehr weh. Seine Ärzte haben wirklich alles versucht, aber er war zu krank.“

Mit Familie Davis trauern auch die Menschen im Netz. Unter dem emotionalen Post sprechen die Fans ihr Mitgefühl in zahlreichen Kommentaren aus. „Es tut uns sehr leid, das zu hören. Ihr seid alle in unseren Gedanken und Gebeten. Zeus hatte das beste Leben wegen eurer Familie“, schreibt ein User.

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Deutsche Dogge, Irischer Wolfshund, Neufundländer: Wie alt werden große Hunderassen?

Im November wäre die riesige Dogge, die rund 77 Kilogramm wog, vier Jahre alt geworden. Doch welches Alter können Hunde wie Deutsche Doggen, Irische Wolfshunde oder Neufundländer, die zu den größten Hunderassen der Welt gehören, überhaupt erreichen? Als grober Richtwert gilt: je kleiner die Rasse, desto höher die Lebenserwartung. In einer Studie forschte Wissenschaftlerin Dr. Cornelia Kraus von der Universität Göttingen zu dem Thema.

Die größten Hunderassen weltweit – ist Ihr Vierbeiner dabei?

Deutsche Dogge im Herbst gibt Pfötchen
Deutsche Doggen gehören zu den größten Hunderassen überhaupt. Weibchen haben mindestens eine Schulterhöhe zwischen 72 bis 82 Zentimetern, bei Rüden liegt diese bei mindestens 80 bis 90 Zentimetern. Einst wurden sie als Wach- und Schutzhunde gezüchtet, aufgrund ihres sanften, geduldigen Wesens sind sie aber auch ideale Familienhunde.  © Julia Moll/Imago
Frau spielt mit Irischem Wolfshund
Der Irische Wolfshund ähnelt der Deutschen Dogge in der Größe, aber auch im Wesen. Rüden haben einen Widerrist von bis zu 86 Zentimetern, Hündinnen bis zu 71 Zentimeter. Früher wurden sie zur Jagd auf Rotwild und Wölfe eingesetzt. © Westend61/Imago
Scottish Deerhound-Paar am See
Der Scottish Deerhound sieht dem Irischen Wolfshund extrem ähnlich, ist insgesamt aber ein wenig kleiner (Rüde: max. 76 cm Schulterhöhe). Er wurde meist für die Jagd auf Hirsche eingesetzt und gilt in seinem Wesen als gelehrig, intelligent und sanftmütig. © G. Lacz/Imago
Landseer Hündin mit ihren Welpen
Der Landseer gilt als Urform des Neufundländers und wird nicht nur riesig (Rüden: Widerristhöhe zwischen 72 und 78 cm, Weibchen: 67 bis 72 cm), sondern liebt auch das Wasser und seine Familie. Er hat sogar kleine Hautlappen zwischen seinen Zehen, die ihn zum idealen Schwimmer und damit Wasserrettungshund machen. Sein sanftes und geduldiges Wesen prädestiniert ihn außerdem als Therapiehund. © Gerard Lacz/Imago
Neufundlaender zieht einen Mann aus dem Wasser
Genau wie der Landseer ist auch der Neufundländer ein perfekter Wasserrettungshund. Mit ihrer Größe von bis zu 71 Zentimetern Schulterhöhe (Weibchen: max. 66 cm) und dem insgesamt sehr kräftigen Körperbau, können Sie Lasten im Wasser und zu Land ziehen. Angeblich waren ihre Vorfahren Teil der Besatzung auf Wikingerschiffen, paarten sich mit den Hunden europäischer Siedler und die sanften Neufundländer-Riesen entstanden. © blickwinkel/Imago
English Mastiff liegt auf Waldboden
Der English Mastiff wird bis zwischen 76 bis zu 90 Zentimeter groß (Rüden), Hündinnen bis zu 75 Zentimeter. Er besitzt ein geduldiges und sanftes Wesen, aber auch als sehr personenbezogen. Das macht ihn zu einem idealen Wach- und Schutzhund. Seine Haltung ist in vielen Bundesländern Deutschlands mit strengen Auflagen verbunden, da er dort auf der Liste der gefährlichen Hunde steht.  © Nature Picture Library/Imago
Türkischer Kangal auf einem Weg
Der Kangal heißt in seiner Heimat Türkei Coban Köpegi und ist dort ein beliebter Herdenschutzhund. Er verteidigt seine Herden vor Raubtieren aller Art und geht in dieser Aufgabe völlig auf. In der Stadt oder als normales Familienhaustier wird er leider häufig verhaltensauffällig. Die maximale Größe liegt bei etwa 80 Zentimetern (Widerrist) – bei Rüden und Weibchen. © Berkay/Imago
Pyrenäen-Berghund auf einer Wiese
Ähnlich wie der Kangal ist auch der Pyrenäen-Berghund ein Herdenschützer. Er stammt aus Frankreich und schützt dort in den Bergen seine Herde vor tierischen Bedrohungen. Sie sind intelligent und treffen immer wieder eigene Entscheidungen. Das macht sie für ihren Job ideal, als Halter könnte man damit aber schnell überfordert werden.  © gebut/Imago
Leonberger Welpe auf Steinen
Schon die Welpen der Rasse Leonberger erinnern ein bisschen an Bären. Ausgewachsen werden die Rüden bis 80 Zentimeter groß, die Hündinnen bis 75 Zentimeter. Die Rasse ist vergleichsweise jung: In den 40er-Jahren (19. Jhd.) wurden die Rassen Bernhardiner und Neufundländer miteinander gekreuzt. Herausgekommen ist ein mutiger Familienhund mit Wachhund-Eigenschaften. © Danita Delimont/Imago
Bernhardiner auf einem Sofa
Bernhardiner, oder auch St. Bernardshunde, wurden der breiten Masse besonders durch den Kultfilm „Beethoven“ bekannt. Rüden haben ein Höchstmaß von bis zu 90 Zentimetern, Weibchen können gut und gerne 80 Zentimeter erreichen. In den Walliser Alpen wurden sie als Rettungshunde eingesetzt. Diesen Beruf nehmen einige von ihnen immer noch wahr, andere genießen ihr Leben als Couchpotato und Familienhund. © Cavan Images/Imago

Ihre Ergebnisse bestätigten: Größere Hunderassen haben eine geringere Lebenserwartung, weil sie schneller altern. Bereits als Welpen entwickeln sich die Hunde schneller als kleine Rassen. Die beschleunigte Wachstumsrate könne dazu führen, dass Zellen ungewöhnlich schnell bzw. krankhaft wachsen und große Rassen somit ein höheres Risiko für Krebs haben.

  • Kleine Rassen (bis ca. 15 Kilogramm Körpergewicht): 10 bis 15 Jahre
  • Mittlere Rassen (ca. 15 bis 45 Kilogramm Körpergewicht): 10 bis 13 Jahre
  • Große Rassen (ca. 45 bis 60 Kilogramm Körpergewicht): 8 bis 12 Jahre
  • Riesenrassen (mehr als 60 Kilogramm Körpergewicht): 8 bis 10 Jahre

Die Einteilung der Lebenserwartung ist allerdings nur ein grober Richtwert. Für das Alter des Hundes sind außerdem Faktoren wie Ernährung, Pflege und Bewegung entscheidend.

Rubriklistenbild: © zeus_king_dane/Instagram

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