Finanzierung steht

Deutschlandticket 2025 beschlossen: Bahnfahrende müssen mehr zahlen – und weiterer Dämpfer folgt

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Die Finanzierung des Deutschlandtickets ist bis 2025 gesichert. Das haben SPD, Grüne und Union miteinander vereinbart. Doch die rot-grüne Koalition muss einen Dämpfer hinnehmen.

Update vom 20. Dezember, 16.10 Uhr: Inzwischen ist die Entscheidung gefallen. Sowohl Bundestag als auch Bundesrat haben der weiteren Finanzierung des Deutschladtickets für 2025 zugestimmt. Darüber hinaus ist die Zukunft des Tickets ungewiss.

Update vom 20. Dezember, 9.43 Uhr: Ab Januar 2025 kostet das Deutschlandticket 58 statt wie bisher 49 Euro. Die finale Entscheidung über die Finanzierung für das gesamte Jahr 2025 steht heute allerdings erst noch an.

In der heutigen Tagung von Bundestag und Bundesrat steht jeweils die Abstimmung über das Regionalisierungsgesetz auf der Agenda. Nur wenn beide Regierungsorgane zustimmen, ist die Finanzierung des Deutschlandtickets für das kommende Jahr endgültig gesichert. Wie es darüber hinaus aussieht, ist weiter ungewiss.

Originalmeldung vom 18. Dezember: Kassel – Von 9 über 49 auf nun 58 Euro. Wie bei so vielem anderen auch, steigt beim Deutschlandtick ab 2025 der Preis. Nach der Entscheidung zur Vertrauensfrage von Kanzler Olaf Scholz hat die verbliebene rot-grüne Koalition mit Unterstützung der Union noch vor der Neuwahl im Februar 2025 ein wichtiges Thema in die Spur gebracht: Die Finanzierung des Deutschlandtickets für 2025 steht, wie Sprecher der drei Fraktionen am Montag (16. Dezember) mitteilten.

Rund 13 Millionen Menschen nutzen das Deutschlandticket, mit dem Fahrgäste in Bussen und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr im ganzen Land fahren können – unabhängig von Bundesland, Verkehrsverbund oder Tarifgebiet. Alle Infos zu Kosten, Zahlung und Stornierung finden Sie auch hier.

58 Euro ab 2025: Finanzierung des Deutschlandtickets gesichert

Derzeit kostet das Ticket 49 Euro im Monat, ab dem neuen Jahr werden es nach einem Beschluss der Länder-Verkehrsminister 58 Euro sein. Die erste Abbuchung für das neue Ticket folgte bei einigen bereits im Ende November, bei anderen im Dezember. Ohne eine Änderung des Gesetzes – konkret geht es um das Regionalisierungsgesetz – wäre es zu Unsicherheiten in der Verkehrsbranche gekommen. Eine nochmalige Preiserhöhung des Tickets wäre möglich gewesen. Das Ticket wird jeweils zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert. Beide Seiten steuern dazu jährlich jeweils 1,5 Milliarden Euro bei.

Detlef Müller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, bezeichnete die Vereinbarung als große Erleichterung und versprach den Ticketnutzern wie auch Unionsfraktionsvize Ulrich Lange und Julia Verlinden, Fraktionsvize der Grünen, für 2025 Verlässlichkeit. Sie sagt: „Auch im kommenden Jahr werden die Menschen günstig und unkompliziert mit Bus und Bahn unterwegs sein können.“

Das Deutschlandticket. Für 2025 soll die Finanzierung stehen.

Rückschlag bei Deutschlandticket für Pläne von SPD und Grünen

Die rot-grüne Minderheitskoalition hatte ursprünglich einen gemeinsamen Vorschlag für erweiterte Regelungen zum Deutschlandticket vorgelegt. Dieser sah eine langfristige Finanzierung des Tickets über 2025 hinaus vor sowie eine Regelung für die Mitnahme von Kindern. Das kommt nun jedoch nicht.

CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz, hatte bereits klargestellt, dass er „schwierige Verhandlungen“ zur Finanzierung des bundesweit gültigen Tickets für 2026 erwarte.

Wo gilt das Deutschlandticket?

Mit dem Ticket kann der öffentliche Nahverkehr in ganz Deutschland genutzt werden – unabhängig von Bundesland, Verkehrsverbund oder Tarifgebiet. Das Ticket gilt für Bus und Bahn. Ausgenommen sind lediglich Züge des Fernverkehrs wie beispielsweise ICEs, ICs und TGVs.

Julia Verlinden. und die Grünen reagieren verärgert. „Das bedauern wir sehr, weil die Union dem Wunsch der Menschen keine Rechnung trägt. Auch die Bundesländer und Verkehrsverbünde erwarten eine Entfristung des Tickets.“

Die Änderungen des Regionalisierungsgesetzes sollen noch in dieser Woche vom Bundestag verabschiedet werden. Auch der Bundesrat, der am Freitag tagt, muss zustimmen. (mke mit dpa)

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder/dpa

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