Teurer Unterschied

Die Drei-Minuten-Regel: Wie man Bußgelder beim Parken vermeiden kann

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Halten oder parken? Diese Unterscheidung kann für Autofahrer teuer werden. Entscheidend ist die Drei-Minuten-Regel.

In Ballungszentren sind die Parkgebühren teils horrend: In Deutschland kann eine Stunde bis zu 35 Euro kosten. In einer Stadt in den USA sind es sogar bis zu 42 Euro pro Stunde. Doch zunächst muss man erst einmal einen Parkplatz finden – was oft eine Menge Geduld erfordert. Was aber, wenn man das Auto nur kurz abstellen möchte? Ist es erlaubt, im eingeschränkten Halteverbot stehenzubleiben? Die Antwortet lautet: Kommt darauf an.

Die sogenannte Drei-Minuten-Regel ist entscheidend, um zu bestimmen, ob ein Fahrzeug hält oder parkt. Diese Unterscheidung hat rechtliche Folgen, besonders im Hinblick auf Bußgelder und Abschleppkosten.

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Halten und Parken: Was genau ist der Unterschied?

Laut § 12 Abs. 2 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) gibt es klare Unterschiede zwischen Halten und Parken: Halten bedeutet, dass das Fahrzeug bis zu drei Minuten steht, ohne dass der Fahrer es verlässt. Als geparkt gilt ein Fahrzeug, wenn der Fahrer das Auto verlässt oder es länger als drei Minuten steht.

Halten oder Parken? Die Drei-Minuten-Regel macht den Unterschied. (Symbolbild)

Ausnahmen für das Halten im eingeschränkten Halteverbot

Im eingeschränkten Halteverbot darf man allerdings kurz halten und aussteigen – solange das Fahrzeug im Blick bleibt. Ob der Motor läuft, ist bei der Unterscheidung zwischen Halten und Parken unerheblich, so der Automobil-Club Verkehr (ACE). Ausnahmen von der Drei-Minuten-Regel bestehen laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) beim Ein- und Aussteigen sowie beim Be- und Entladen. Diese Vorgänge dürfen auch länger dauern, müssen jedoch „ohne Verzögerung“ erfolgen. Das bedeutet, dass beispielsweise das Entladen von Ware zügig geschehen muss, um als Halten und nicht als Parken zu gelten. Was genau „ohne Verzögerung“ bedeutet, hängt vom Einzelfall ab.

Die schönsten Autos aller Zeiten: Zehn Exemplare, die uns faszinieren

Ein Porsche 928
Platz 10 – Porsche 928: Wie bitte? Ausgerechnet der 928 hat es in unsere Top 10 geschafft? Ja. Auch, wenn dem Gran Turismo aus Zuffenhausen nie das gelang, wozu er eigentlich entwickelt worden war – nämlich, eines Tages den 911er zu ersetzen. Ab 1977 wurde der 928 mit V8-Frontmotor in Transaxle-Bauweise produziert, 1995 war schon wieder Schluss. Das Design war dennoch ein großer Wurf – auch, wenn man darüber streiten kann, wie der 928 mit aufgeklappten Scheinwerfern aussieht. Uns gefällt vor allem das Heck – allerdings in der Vor-Facelift-Version mit den vertikalen Rückleuchten. © agefotostock/Imago
Ein Ferrari Enzo
Platz 9 – Ferrari Enzo Ferrari: In einer Auflistung der schönsten Autos darf natürlich auch ein Ferrari nicht fehlen. Wir haben uns für den zwischen 2002 und 2004 gebauten Supersportwagen entschieden, der nach dem Firmengründer Enzo Ferrari benannt wurde. 399 Exemplare des V12-Boliden wurden produziert – und waren ab etwa 660.000 Euro zu haben. Doch selbst wer so viel Geld parat hatte, ging möglicherweise leer aus – denn der Enzo wurde nur an ausgewählte Kunden verkauft. © Heritage Images/Imago
Ein BMW 507
Platz 8 – BMW 507: Im Jahr 1955 präsentierte BMW auf der IAA in Frankfurt den zweisitzigen Roadster 507. Der von Graf von Goertz designte Sportwagen wurde nur 252 Mal gebaut. Tatsächlich erinnerte man sich bei BMW Ende der 1990er-Jahre wieder an diesen Design-Ikone – und lehnte die Gestaltung des Z8 daran an. © Heritage Images/Imago
Ein Audi R8
Platz 7 — Audi R8: Was war das für ein Paukenschlag: Mitte der 2000er-Jahre präsentierte die Marke Audi mit dem R8 einen eigenen Supersportwagen. Und was für einen! Der designtechnisch gelungene Sportler zahlte viel auf das Image der Ingolstädter Marke ein, die lange Zeit als bieder galt – ganz im Gegensatz zu heute. Charakteristisch sind vor allem die Sideblades des R8, die sich zumeist von der Wagenfarbe abheben. © Martin Vogt/Imago
Ein Ford Mustang der ersten Generation
Platz 6 – Ford Mustang: Auch ein klassischer US-Sportwagen hat es in unsere Top 10 geschafft – wir haben uns für die erste Generation des „Pony Cars“ entschieden. Der ab 1964 gebaute Ford Mustang war von Anfang an ein großer Erfolg – was auch mit seinem für damalige Verhältnisse moderaten Preis zu tun hatte. Mittlerweile trägt mit dem Mustang Mach E auch ein Elektro-SUV den legendären Namen – eine Entscheidung, die nicht bei allen Mustang-Fans gut ankam. © Zoonar/Imago
Ein BMW 7er (E38)
Platz 5 – BMW 7er (E38): In Ranglisten der schönsten Autos tauchen zumeist Sportwagen auf – doch es gibt auch schicke Limousinen: Im Jahr 1994 kam die dritte Generation der 7er-Baureihe von BMW auf den Markt – knapp 330.000 Exemplare wurden bis Sommer 2001 gebaut. Oft tragen Limousinen der Oberklasse ziemlich dick auf – doch dieser Münchner überzeugte durch sein schlichtes und extrem elegantes Design. © BMW
Ein Lamborghini Countach
Platz 4 – Lamborghini Countach: Flach, flacher, Countach. Mit dem Mittelmotor-Sportwagen trieb Lamborghini das Automobilddesign auf die Spitze. Bis heute ist der Countach mit seinen Scherentüren eine Ikone in Sachen Design. Produziert wurde er über einen ziemlich langen Zeitraum: von 1974 bis 1990. © Heritage Images/Imago
Ein McLaren F1
Platz 3 – McLaren F1: Superschnell – und wie wir finden, auch superschön: Der McLaren F1 gehört zu den spektakulärsten Supersportwagen der 1990-Jahre. Ein V12-Motor von BMW befeuerte den von 1993 bis 1997 gebauten McLaren auf eine Spitzengeschwindigkeit von rund 370 km/h. Schmetterlingstüren und die mittige Sitzposition gehören zu den Markenzeichen dieser Design-Legende. © Heritage Images/Imago
Ein Mercedes 300 SL
Platz 2 – Mercedes 300 SL: Weniger autoaffine Menschen können mit dem Kürzel W 198 nichts anfangen. Erklärt man aber, dass es sich dabei um „den mit den Flügeltüren“ handelt, haben sie meist doch ein Bild dieses klassisch schönen Sportwagen im Kopf, der nur von 1954 bis 1957 gebaut wurde. Ab 1957 bis 1963 wurde nur noch die Roadster-Variante hergestellt. Der W 198 war der darüber hinaus der schnellste Sportwagen seiner Zeit. Die Abkürzung „SL“ steht übrigens für „super-leicht“. © Heritage Images/Imago
Ein Jaguar E-Type
Platz 1 – Jaguar E-Type: Was für eine Silhouette! Den Jaguar E-Type, der im März 1961 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde, gab es auch als Roadster, doch die geschlossene Version ist unserer Meinung nach, noch deutlich schöner. Zu größeren Leinwand-Ehren kam der britische Sportwagen übrigens im Kultfilm „Harold and Maude“ – darin wird der E-Type allerdings in einen Leichenwagen umgebaut. © Heritage Images/Imago

Schnell zum Bäcker, wenn das Auto im Halteverbot steht?

Ein typisches Szenario ist der schnelle Einkauf beim Bäcker. Verlässt der Fahrer das Auto, um Brötchen zu holen, gilt dies als Parken, selbst wenn es weniger als drei Minuten dauert, so die dpa. Auch das Verweilen im Auto über drei Minuten hinaus wird als Parken betrachtet, wenn keine Parkuhr genutzt wird – hier droht also Ärger. Im absoluten Halteverbot ist jegliches Halten untersagt, unabhängig von der Dauer.

Verkehrszeichen oder Markierungen zeigen in der Regel Park- und Halteverbote an. Doch auch ohne Schilder gibt es Bereiche mit generellem Halteverbot, wie enge Fahrbahnstellen, scharfe Kurven oder Bahnübergänge.

Rubriklistenbild: © Dreamstime/Imago

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