Die teuersten Innenstadt-Parkplätze Deutschlands: Wo eine Stunde 35 Euro kostet
VonSebastian Oppenheimer
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Der Unterhalt eines Autos ist nicht billig. Und auch Parken kann ordentlich ins Geld gehen: Eine Auswertung zeigt nun, in welchen deutschen Städten es besonders teuer ist.
In vielen Innenstädten sind öffentliche Verkehrsmittel oft die nervenschonendere Alternative zum Auto – speziell die Parkplatzsuche kann einiges an Zeit in Anspruch nehmen und den Blutdruck des Fahrers in die Höhe treiben. Wer irgendwann aus Verzweiflung seinen Wagen im Parkverbot abbestellt, muss eventuell im Anschluss tief in die Tasche greifen –selbst wenn der Parkscheinautomat kaputt ist, gibt es einiges zu beachten, um kein Bußgeld bezahlen zu müssen. Doch gerade in Innenstädten langen einige Parkplatz-Anbieter ordentlich hin, wie nun eine Auswertung zeigt.
35 Euro Parkgebühr pro Stunde – so viel verlangt ein Business-Hotel
Das Portal billiger-mietwagen.de hat untersucht, wie viel das Parken in deutschen Innenstädten kostet. Den Spitzenplatz in der Auswertung sicherte sich dabei München: In der bayerischen Landeshauptstadt wurden 257 Parkplätzen analysiert, dabei ergab sich ein durchschnittlicher Preis von 3,26 Euro pro Stunde. Nur wenig günstiger ist es in Frankfurt (Main) mit 3,02 Euro je Stunde im Schnitt, wie der Vergleich der Preise von 165 Parkplätzen ergab. Den Rekord schnappte sich ein Frankfurter Businesshotel: 35 Euro werden hier fürs Parken fällig – wohlgemerkt pro Stunde. Platz drei im Preis-Ranking sicherte sich Hamburg (364 analysierte Parkplätze) mit durchschnittlich 2,93 Euro in der Stunde.
Günstiges Parken in der Stadt – die drei Spitzenreiter liegen in Nordrhein-Westfalen
Die drei günstigsten Städte lagen allesamt in Nordrhein-Westfalen. In Duisburg (134 verglichene Parkplätze) kostet das Parken pro Stunde durchschnittlich nur 47 Cent. Deutlich teurer, aber insgesamt immer noch vergleichsweise billig, parkt es sich in Wuppertal (123 Parkplätze) und Bochum (84 Parkplätze) – in beiden Städten für 83 Cent die Stunde. In manchen Städten können Autofahrer für einen bestimmten Zeitraum sogar gratis parken – wenn sie die sogenannte Brötchentaste am Parkautomaten drücken.
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Preislich macht es hierzulande in der Regel keinen Unterschied, ob man mit einem VW Polo oder einem BMW X5 parkt, solange das Auto in die Parklücke passt. In Paris ist das seit einigen Monaten anders: In der französischen Hauptstadt zahlen SUV und Geländewagen die dreifache Parkgebühr – mit der Maßnahme will man die Sicherheit verbessern und zum Klimaschutz beitragen. Private Parkplatzanbieter sind allerdings von der Regelung ausgenommen.
In Schweden können Privatpersonen mit Falschparkern sogar Geld verdienen: Möglich ist das durch eine App, mit der sich Parksünder melden lassen. Man lädt ein Foto des vermeintlich unerlaubt geparkten Fahrzeugs hoch und wartet, bis die offiziellen Parkwächter anrücken. Im Erfolgsfall – also wenn ein Strafzettel ausgestellt wurde – bekommt der Melder eine Prämie ausbezahlt.