Bäume mit roten Blättern

Diese zehn Pflanzen bringen den „Indian Summer“ in Ihren Garten

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Ein Garten, der in eine leuchtend gelbe bis tiefrote Pracht getaucht ist: Wir präsentieren zehn Bäume und Sträucher, die Ihnen einen Indian Summer ermöglichen.

Etwa Ende September kommt er: der goldene Herbst, auch Altweibersommer genannt. Jetzt färbt sich das Laub der Bäume rot oder gelb und leuchtet im Sonnenschein. In der nördlichen USA und in Kanada nennt man das auch Indian Summer. Dieser Begriff bezieht sich laut geo.de auf die Hauptjagdzeit der amerikanischen Ureinwohner: Im Herbst symbolisieren die roten Blätter das Blut der gejagten Tiere. In Deutschland fällt das Farbspektakel eher kleiner aus. Hierzulande gibt es etwa 50 beheimatete Gehölze. Zum Vergleich: in den USA sind es 800, so Gärtner Pötschke. Aber natürlich müssen Sie sich nicht an regionale Pflanzen halten, um Ihren Garten in warmen Farben aufleuchten zu lassen. Lassen Sie amerikanische oder asiatische Bäume bei sich einziehen, können Sie sich im Herbst an einer herrlichen Farbpracht erfreuend.

Von Amber bis Zaubernuss: Bäume mit roten Blättern, die Ihren Garten verzaubern

Diese zehn Gehölze sorgen für einen Indian Summer:

Der Amerikanische Amberbaum ist vor allem für sein süßes Harz bekannt, das die amerikanischen Ureinwohner früher wie Kaugummi verwendet haben. Der Baum ist aber auch sehr hübsch anzusehen, wenn die seesternförmigen Blätter im Herbst gelb, rot und violett leuchten. Das Gehölz ist aber nicht für kleine Gärten geeignet, denn es kann über 20 Meter hoch wachsen. 

Der Ambernbaum zeigt im Herbst eine gold-gelbe Krone.

Hübsche Blüten, ausdrucksstarke Blätter und noch dazu leckere Beeren: Mit einem Aronia-Strauch können Sie nichts falsch machen. Die sogenannte Apfelbeere ist relativ anspruchslos und verbraucht in Ihrem Garten nicht viel Platz. Dafür schenkt Sie Ihnen im Herbst hübsches, tiefrotes Laub.

Die Aronia sorgt für feuerrote Farbtupfer in der Landschaft.

Ginkgo ist bekannt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin – aber er ist auch ein sehr hübscher Zierbaum. Im Hebst verfärben sich seine halbrunden, geschwungenen Blätter leuchtend gelb. Wenn Sie einen Ginkgo setzen, dann für die Ewigkeit: Der Baum kann sehr alt werden. So steht im Botanischen Garten in Jena noch ein Exemplar, das Goethe gepflanzt hat!

Unbestritten: Ginkgo ist eine Wohltat fürs Auge.

Den Hartriegel gibt es in vielen verschiedenen Sorten. Diese tauchen Ihren Garten in Herbst und Winter in ein buntes Farbenmeer:

  • Gemeiner Hartriegel
  • Weißer Hartriegel
  • (Amerikanischer) Blumen-Hartriegel
  • Japanische Kornelkirsche 
  • Japanischer Blumenhartriegel
Die violetten Blätter des Gemeinen Hartriegels geben dem Garten einen warmen Anstrich.

Ahorn ist typisch für die nördlichen Bundesstaaten der USA und für Kanada. Aber auch aus Japan kommt eine Variante, die mit einer interessanten Blattfärbung besticht. Deswegen nennt man ihn auch „Feuerahorn“.

Woher der Spitzname „Feuerahorn“ kommt, ist offensichtlich.

Auch der Kuchenbaum kommt aus Japan. Auf saurem Boden färben sich seine Blätter im Herbst pink bis dunkelviolett. Aber nicht nur das: Er hat auch den Spitznamen „Lebkuchenbaum“, da sein Herbstlaub nach Zimt riecht.

Die Blätter des Kuchenbaums werden im Herbst nicht nur goldgelb – sie riechen auch noch nach Zimt.

Bei der Kupfer-Felsenbirne können Sie so manche Verwandlung beobachten: Innerhalb des Jahres-Zyklus sind die Blätter erst kupferfarben, dann hellgrün und schließlich leuchtend gelb oder orange. Im Laufe ihres Lebens wächst sie von einem Strauch zu einem zehn Meter hohen Baum heran.

Die Kupfer-Felsenbirne wechselt im Laufe des Jahres immer wieder ihre Farbe.

Der Perückenstrauch ist erst im Sommer eine Sehenswürdigkeit, wenn er seine „haarigen“ Fruchtstände ausbildet. Und dann noch mal im Herbst: Jetzt werden seine Blätter rot bis dunkel-violett. Vor allem die Sorte „Royal Purple“ ist mit ihrer tief-lila Blattfarbe leicht zu erkennen. Wenn Sie einen Perückenstrauch in Ihren Garten pflanzen wollen, gönnen Sie ihm einiges an Platz. Er kann bis zu fünf Meter breit werden.

Beim Perückenstrauch ist jedes Blatt ein kleines Kunstwerk.

Mit zwölf Stauden durch das Jahr: Dank ihnen blüht es im Garten jeden Monat

Lenzrose (Helleborus orientalis) im Schnee
Den Neujahrsstart legt die Lenzrose (Helleborus orientalis) hin, in Altrosé oder Rottönen. © imagebroker/Imago
Ein fliederfarben blühendes Vorfrühlings-Alpenveilchen
Das Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) zeigt seine Blüten schon im Februar. Die Staude kann man aber das ganze Jahr über pflanzen. © imagebroker/Imago
Zwerg-Felsenblümchen (Draba bruniifolia) im Steingarten
Das wintergrüne Zwerg-Felsenblümchen (Draba bruniifolia) sorgt in Steingärten ab März für Farbe. © McPHOTO/Imago
Eine gelb blühende Schwefel-Elfenblume (Epimedium)
Ab April ist die robuste, pfelgeleichte Elfenblume (Epimedium) in bester Blühlaune. © blickwinkel/Imago
Pinkfarbenes Tränendes Herz (Dicentra)
Im Mai macht das Tränende Herz (Dicentra) mit weißen oder pinken Blüten auf sich aufmerksam.  © imagebroker/Imago
Rot blühende Indianernessel (Monarda)
Die Indianernessel (Monarda) reckt ihre frechen Blütenköpfe ab Juni in die Höhe.  © blickwinkel/Imago
Ein weiß-rosa und ein pink blühender Phlox
Ein Klassiker, der aber viele Farbvarianten parat hat: Die Flammenblume (Phlox paniculata) blüht ab Juli. © imagebroker/Imago
Eine rosafarbene Herbst-Anemone (Anemone japonica)
Die Herbst-Anemone (Anemone japonica) fängt im Spätsommer in Pastellfarben an zu blühen. © agefotostock/Imago
Blau blühende Glattblatt-Aster (Aster novi-belgii)
Die Glattblatt-Aster (Aster novi-belgii) blüht ab September recht spät im Jahr, dafür aber üppig. © Panthermedia/Imago
Blühende Oktober-Silberkerze (Actaea simplex)
Die Oktober-Silberkerze (Actaea simplex) verschönert den Garten mit ihren weißen Rispen im Herbst. © agefotostock/Imago
Drei Blüten des Storchschnabel Rozanne
Der Storchschnabel ‚Rozanne‘ blüht bis in den November. © McPHOTO/Imago
Blühende Christrose
Sie blüht nicht bunt, sondern weiß, aber immerhin im Dezember: die Christrose (Helleborus niger). © Gottfried Czepluch/Imago

Das Spindelholz ist ein wahres Highlight in Ihrem Garten: Seine Kapselfrüchte zeigen sich im Spätsommer leuchtend pink. Dann färben sich auch die Blätter gelb bis leuchtend karminrot. Doch Vorsicht: Die schönen Früchte sind giftig!

Von den Blättern bis zu den (leider giftigen) Früchten: Das Pfaffenhütchen ist von Kopf bis Fuß eine Schönheit.

Nicht nur Bäume mit roten Blättern erfreuen das Auge – auch ein Winterblüher wie die Zaubernuss kann zu einem späten Indian Summer verhelfen. Erst verfärben sich die elliptischen Blätter im Herbst. Im Winter erscheinen dann die filigranen, bunten Blüten der Zaubernuss.

Nicht nur Blätter sorgen für einen Indian Summer. Auch die winterliche Blüte der Zaubernuss bringt Farbe.

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So erhalten Sie wunderschöne rote Blätter im Herbst

Natürlich hat jedes Gehölz seine eigenen Ansprüche. Doch für einen bunten Indian Summer gelten ein paar Grundregeln:

  • Pflanzen Sie Ihre Bäume und Sträucher an einem sonnigen Standort.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Gehölz windgeschützt steht. Sonst werden seine schönen Blätter ganz schnell weggeweht.
  • Gießen Sie nicht zu viel. Zu feuchte Erde tut der Blätterpracht nicht gut.
  • Unterstützen Sie Baum und Strauch mit einem stickstoffarmen Dünger (werblicher Link).

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/IMAGO

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