Natürlicher Prozess oder Pflegefehler?

Dipladenia mit gelben Blättern: Drei Auslöser und Maßnahmen

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Dunkelgrün und glänzend: So sehen gesunde Dipladenia-Blätter aus.
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Die Dipladenia, die für ihre Blütenpracht bekannt ist, bekommt gelbe Blätter – ein Grund zur Beunruhigung für viele Gartenliebhaber. Oft ist falsche Pflege der Auslöser.

Die Dipladenia, auch Mandevilla genannt, kann man im Sommer auf vielen Balkonen und Terrassen bewundern. Mit der richtigen Pflege bringt die Kübelpflanze zahlreiche zarte Blüten hervor, die in den unterschiedlichsten Farben erstrahlen. Doch was, wenn sich bei der Dipladenia gelbe Blätter zeigen? Das kann verschiedene Ursachen haben – vom Temperaturwechsel bis zum falschen Standort.

Grund 1: Gelbe Blätter sind natürlich gealtert

Wenn sich bei Ihrer Dipladenia das ein oder andere Blatt gelb verfärbt, ist das erst einmal kein Grund zur Sorge. Ein Grund ist etwa, dass die Blätter bereits alt waren und die Pflanze sie deswegen abwirft. Wirkt die Blume ansonsten gesund, müssen Sie keine Maßnahmen ergreifen. Möglich ist auch, dass die Dipladenia auf Temperaturschwankungen reagiert. Wenn Sie die Dipladenia überwintern, sollte die Temperatur etwa konstant zwischen 6 und 12 Grad Celsius liegen. 

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Grund 2: Die Dipladenia hat den falschen Standort 

Die farbenfrohe Mandevilla stammt ursprünglich aus Südamerika – entsprechend schätzt sie einen warmen und hellen Standort. Steht sie zu dunkel und hat auf dem Balkon nur eine schattige Ecke, sind gelbe Blätter häufig die Konsequenz. Auch in ihrem Winterquartier sollte die Dipladenia ausreichend Licht bekommen. Der fensterlose Keller oder ein dunkler Flur sind nicht geeignet. Ideal ist beispielsweise ein kühler Wintergarten.

Grund 3: Der Dipladenia fehlen wichtige Nährstoffe

Die Dipladenia produziert ab Mai bis etwa Oktober Blüten am laufenden Band. Als Konsequenz benötigt die Pflanze viele Nährstoffe. Fehlen diese, entstehen weniger neue Blüten und auch die Blätter können sich gelb verfärben. Das können Sie verhindern, in dem Sie die Mandevilla während der Blüte regelmäßig düngen, idealerweise verwenden Sie ein Mittel mit Langzweitwirkung. Achten Sie darauf, dass dieses viel Kalium und Phosphat enthält. Dann gehören karge Blüten und traurige Blätter bald der Vergangenheit an. 
Übrigens: Gesunde Blätter erkennen Sie bei der Dipladenia an ihrer kräftigen dunkelgrünen Farbe und einem leichten Glanz. 

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Orchidee mit abgefallener Knospe
Die Orchidee verliert Blüten, Knospen oder Blätter: Auf Kälte und Zugluft reagieren die Pflanzen empfindlich und es kommt schonmal zu einem Abwurf. Passen Sie den Standort an. © Depositphotos/Imago
Frau hält braune Luftwurzel von einer Orchidee.
Die Luftwurzeln werden braun. Dies könnte ein Anzeichen für einen Salzüberschuss durch kalkhaltiges Leitungswasser oder Dünger sein. Möglicherweise handelt es sich schon um Wurzelfäule: Nur wenn die Wurzeln sehr weich und matschig sind, sollte man sie entfernen. Andernfalls lediglich die Bewässerung und Düngung anpassen. Das Umtopfen kann die Pflanze retten. © Depositphotos/Imago
Läuse an Orchideenblüte und Stiel
Kleine weiße Tierchen an der Orchidee sind meist ein Läuseproblem. Oft handelt es sich um Wollläuse (Schmierläuse). Im ersten Schritt sollte man die Pflanze isolieren und die Schädlinge mit Hand oder Messer abkratzen. © Depositphotos/Imago
Person pinselt mit Läusen befallene Orchidee ein.
Bei einem ständigen Befall mit Schildläusen wie Woll- bzw. Schmierläusen kann eine biologische Schädlingsbekämpfung mit Teebaumöl helfen, das auf die entsprechenden Stellen getupft wird – Hüllblätter nicht vergessen! © Avalon.red/Imago
Wassertropfen an Blattunterseite einer Orchidee
Kleine Tropfen an Blättern oder Blüten sind ein Zeichen für einen Pflegefehler: Starke Temperaturschwankungen können der Grund sein. Oft stören auch zu hohe Luftfeuchtigkeit und Staunässe die Atmung der Orchidee und sie gibt so etwas Wasserüberschuss in Form von Guttationstropfen ab. Jetzt sollte man die Orchidee trocknen lassen, nur mäßig gießen und, falls sie nicht blüht, bestenfalls umtopfen. © Depositphotos/Imago
Krankes Orchideenblatt mit schwarzen Blattflecken, Schwarzfleckenkrankheit
Die Orchidee bekommt (schwarze) Blattflecken und manchmal fallen die Blätter ab: Oft handelt es sich um die von Pilzen verursachte Schwarzfleckenkrankheit. Prüfen Sie die Symptome dafür genau. Im Frühstadium ist es noch möglich, die Pflanze zu isolieren und alle befallenen Stellen rigoros abzuschneiden. © Dreamstime/Imago
Orchideenblatt mit kleinen schwarzen Flecken, Schwarzfleckenkrankheit
Die Schwarzfäule hat mehrere Gesichter: Auch diese Orchidee mit kleinen Blattflecken ist mit den Pilzen befallen, die in einem späteren Stadium Flechten bilden. © Dreamstime/Imago
Orchidee mit Sonnenbrand
Bei großen hellen Flecken mit einem dunklen Rand handelt es sich wahrscheinlich um Sonnenbrand – zumindest, wenn sie sich nicht noch ausbreiten. Hier gilt: Das Blatt nicht abschneiden, sondern warten, bis es von selbst abfällt.  © Depositphotos/Imago
Orchidee mit gelbem Blatt
Die Orchidee bekommt gelbe Blätter. Gehen Sie der Sache auf den Grund: Düngefehler, eine unpassende Luftfeuchtigkeit, Schädlinge oder Staunässe können Schuld sein. Abgesehen davon handelt es sich oft um einen ganz natürlichen Alterungsprozess der Pflanze, der nicht beunruhigend ist. Das Blatt wird dann irgendwann abgeworfen. © Depositphotos/Imago
Orchidee mit welken, schlappen Blättern
Welke, faltige, schlappe Blätter – diese Orchidee stirbt, wenn man nichts unternimmt. Hier könnte ein zu sonniger Standort die Ursache sein. Oder zu viel oder zu wenig Wasser. Sind die Luftwurzeln prall, hat die Pflanze keinen Flüssigkeitsmangel. Passen Sie das Gießverhalten an und wechseln Sie gegebenenfalls den Standort.  © Dreamstime/Imago
Person untersucht Wurzeln und Luftwurzeln einer Orchidee.
Ist meine Orchidee noch zu retten? Wenn Sie Zweifel haben, prüfen Sie: Hat die Orchidee noch ein bis zwei silbrig-grüne Luftwurzeln, lebt sie noch. Dann gilt: Alle eindeutig vertrockneten oder abgestorbenen Pflanzenteile abschneiden. Die Pflanze in ein Tauchbad stellen. Oft erholen sich noch lebende Luftwurzeln schnell und werden grün oder weißlich. Nun die Pflanze in frisches Substrat setzen und richtig pflegen.  © Depositphotos/Imago
Gesunde Orchidee auf Fensterbank
Ihre Orchidee sieht gesund aus, aber sie blüht einfach nicht? Die möglichen Ursachen sind hier vielfältig: Lichtmangel, Staunässe, Überdüngung oder zu viel Wärme kommen infrage. Vielleicht befindet sich die Pflanze auch gerade in der Ruhephase. Ansonsten können eine Anpassung der Pflege, ein Standortwechsel oder Umtopfen helfen. © Pond5 Images/Imago

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