VonVivian Wergschließen
Im Sommer wird das Auto schnell zur Hitzefalle. Die Temperaturen können binnen kurzer Zeit auf bis zu 60 Grad steigen. Vielen Gegenständen bekommt das ebenso wenig wie Mensch und Tier.
Kassel – In den Sommermonaten erwartet uns viel Sonne und extreme Hitze. Da klettern die Temperaturen schnell auf die 30-Grad Marke und höher. Im Juni wurde nun erstmals die 1,5 Grad Marke überschritten. Experten vermuten, dass El Ninõ die Temperaturen erneut steigen lassen könnte. Meteorologen befürchten Dürren und Extremwetter.
Gerade im Juli wird eine Hitze-Welle erwartet. Da sollten Autofahrer daran denken, ihre Haut vor UV-Bestrahlung zu schützen und die richtige Sonnencreme für Ihren Hauttyp zu verwenden. Insbesondere das Auto kann im Sommer die größte Hitzefalle und der Feind eines jeden Autofahrers sein. Gerade wenn die Temperatur im Auto dank Klimaanlage angenehm kühl ist, wird die Stärke der Sonnenstrahlen oft unterschätzt. Denn anders als viele glauben, hält normales Fensterglas nur die kurzwelligen UV-B-Strahlen ab, weshalb sich Autofahrer ebenfalls eincremen sollten.
Hitze im Auto: Gerade im Sommer erhitzt sich der Wageninnenraum sehr schnell
Bei direkter Sonneneinstrahlung steigt laut Aussagen des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) die Temperatur im Wageninneren sogar schnell auf bis zu 60 Grad Celsius an. Daher sollten sich Kleinkinder und Haustiere auf keinen Fall in parkenden Autos aufhalten, da es schnell lebensgefährlich werden kann. Aber auch bestimmte Gegenstände können zur echten Gefahr werden, wenn man sie im Auto liegen lässt, warnt der Autoclub Europa (ACE).
Schattige Plätze sind im Hochsommer begehrt und entsprechend schwer zu bekommen. Oft muss man das Auto dann notgedrungen in der prallen Sonne abstellen. Bei hohen Temperaturen heizt sich jedoch selbst das klimatisierte Fahrzeug extrem schnell auf, sobald die Klimaanlage nicht mehr läuft. Leicht entflammbare Flüssigkeiten oder Gase können ab 50 Grad Explosionen verursachen, informiert die Deutsche Presse-Agentur (dpa) „Eine Temperatur, die im abgestellten Auto schnell bei 28 Grad Außentemperatur nach einer Stunde möglich ist“, heißt es weiter.
Hitze im Auto: Diese Gegenstände sollten im Sommer nicht im Auto aufbewahrt werden
Manche Gegenstände wie Elektronik können bei Hitze kaputtgehen, aber auch zum Brandrisiko werden. Diese Gegenstände sollten laut Experten im Sommer keinesfalls im Auto bleiben:
- Jegliche Art von Druckbehältern wie Desinfektionsmittel, Deo- oder Haarspray sowie Frostschutz oder Reinigungsmittel. Erhitzen sich die Behälter, können diese explosionsartig platzen. Dasselbe gilt auch für Feuerzeuge, die dann einen BRand auslösen können.
- Elektronische Geräte wie Laptops, Handys, Tablets oder auch Powerbanks können aufgrund der verbauten Akkus Schaden nehmen und im schlimmsten Fall Feuer fangen und brandgefährlich werden. Denn wenn sich das Gerät von der Hitze aufbläht und das Lithium mit Sauerstoff in Kontakt kommt, entzündet es sich sofort.
- Wasser und andere Flüssigkeiten können sich bei Wärme können sie sich ausdehnen und damit diese nicht auslaufen, sollten beispielsweise Olivenöl, Mineralwasser und Co. im Sommer am besten direkt nach dem Einkauf aus dem Auto genommen werden.
Werden die Gegenstände nur für eine begrenzte Zeit im Auto gelassen, sollte sie am besten im Kofferraum aufbewahrt werden, um sie vor der direkten Sonneneinstrahlung zu schützen, rät der ACE. . „Hier ist es meistens kühler, und eine mögliche Explosion richtet weniger Schaden an.“ Auch das Handschuhfach eignet sich für eine kurze Aufbewahrung. Allerdings nicht länger als notwendig.
Auch Sonnencremes sollten nicht im Auto aufbewahrt werden. Sind sie starker Hitze ausgesetzt, kann sich die Haltbarkeit reduzieren und der UV-Schutz nachlassen. Experten raten in solchen Fällen lieber die Sonnencreme zu entsorgen. Bei angebrochener und alter Sonnencreme können sogar gefährliche Stoffe entstehen und sollten dann nicht mehr verwendet werden.
So können Sie im Sommer Ihr Auto vor Hitze schützen
Wenn kein schattiger Parkplatz in Sicht ist, können Sie einige Vorkehrungen treffen, um das Aufheizen Ihres Autos zu reduzieren. Dass der Innenraum an sonnigen Standorten sich stark aufheizen und die Oberflächen wie Lenkrad, Ledersitze oder Gurtschnalle im Fahrzeug häufig glühend heiß werden können, ist keine Seltenheit.
Daher rät der ADAC zu Sonnenschutz-Zubehör wie eine Abdeckplane, reflektierende Sonnenschutzblenden. Auch ein Stofftuch zur Auflage auf das Armaturenbrett und die Ledersitze können schon Abhilfe schaffen. (Vivian Werg)
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