Vor allem Käfer

Diese drei Nützlinge haben Schnecken zum Fressen gern

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Wenn es darum geht, Schnecken im Garten loszuwerden, ist vielen jedes Mittel recht. Wie wäre es, wenn Sie deren natürliche Feinde fördern?

Auch wenn es nicht so scheinen mag, wenn man sich die Nacktschneckenpopulation im Garten ansieht – die Weichtiere, die im Garten gerne mal ganze Pflanzen verdrücken, haben etliche Fressfeinde.

Schneckenkorn hat ausgedient

Laufkäfer haben Schnecken zum Fressen gerne.

Sie haben schon alles ausprobiert, um den Nacktschnecken an den Leib zu rücken, aber weder Schneckenkragen, das Absammeln und Einfrieren noch Pflanzen, die Schnecken gar nicht mögen, haben die Schnecken mehr als ein paar Tage ferngehalten? Dann sollten Sie laut agrarheute diese kleinen Helfer in Ihren Garten locken:

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  • Laufkäfer: Gärtner sind über Laufkäfer (Carabus) im Garten meist sehr erfreut, auch wenn die Insekten nicht gerade schön sind. Doch sie fressen nicht nur Blattläuse, sondern auch vor allem Schnecken und ihre Eier. Auch Spinnen stehen auf ihrem Speiseplan. Im Englischen haben die Käfer deshalb auch den Spitznamen „snail hunter beetle“.
  • Glühwürmchen: Glühwürmchen mag jeder, nur bekommt man sie nicht oft zu sehen. Doch sie sind nicht nur ein schöner Anblick, sondern fressen tatsächlich auch Schnecken. Nackt- und Gehäuseschnecken stehen auf ihrem Speiseplan und werden mithilfe von Gift gelähmt.
  • Larven der Hornfliege: Auch sie fressen Nackt- und Wasserschnecken. Die Fliegen-Weibchen legen ihre Eier extra in der Nähe von Schnecken ab, damit die Larven nach dem Schlüpfen direkt mit Nahrung versorgt sind.

Schnecken erkennen: Die häufigsten Arten und was sie in Ihrem Garten fressen

Spanische Wegschnecke
Die Spanische Wegschnecke ist für ihren großen Hunger bekannt. Zudem vermehrt sie sich in Deutschland rasant.  © Imago
Nacktschnecke an Tagetes
Die Tagetes ist eine beliebte Mahlzeit für Spanische Wegschnecken. Außerdem lieben sie Baldrian und Weißen Diptam, aber auch Kürbis- und Melonenpflanzen  © Rolf Poss/Imago
Tigerschnegel
Tigerschnegel sind sehr einfach an ihrer Musterung zu erkennen. Sie sind keine Schädlinge, sondern Nützlinge.  © Wolfgang Weinhäupl/Imago
Schneckeneier
Tigerschnegel fressen die Eier von Nacktschnecken und nur selten Pflanzenteile.  © E. Teister/Imago
Genetzte Ackerschnecke
Die Genetzte Ackerschnecke ist eine der häufigsten Schneckenarten in Deutschland.  © Joerg Hemmer/Imago
Jungpflanze
Genetzte Ackerschnecken lieben junge Pflanzen, aber auch Algen, Aas, Kot und Pilze. © Jürgen Landshoeft/Imago
Gartenwegschnecke
Gartenwegschnecken sind meist schwärzlich bis dunkelblau mit einem Stich ins Braune. Man kann sie zu jeder Jahreszeit im Garten antreffen.  © Macko Flower/Imago
Salat im Beet
Gartenwegschnecken mögen chlorophyllreiches Pflanzenmaterial: Je grüner und frischer, desto besser.  © Michael Bihlmayer/Imago
Eine Weinbergschnecke im Königsdorfer Forst.
Weinbergschnecken werden nicht nur vom Menschen als Delikatesse angesehen. Auch Ameisen, Greifvögel und kleine Säugetiere haben es auf das Tier abgesehen. Sie stehen in Deutschland unter Naturschutz.  © Christoph Hardt/Imago
Weinbergschnecke
Weinbergschnecken fressen vor allem abgestorbenes Pflanzenmaterial und Eigelege von Nacktschnecken. Deshalb gelten sie als Nützling.  © Team 2/Imago

Zu den weiteren Fressfeinden zählen die putzigen Laufenten, die pro Tag Schnecken im höheren zweistelligen Bereich vertilgen. Die Insekten locken Sie in den Garten, wenn dieser möglichst naturnah ist. Glühwürmchen lieben Asthaufen und Hecken. Auch nasse Wiesen gehören zu ihrem Habitat, weshalb es sich also lohnt, den Rasen gesund zu halten.

Rubriklistenbild: © Dreamstime/Imago

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