Krebserregender Stoff gefunden

Dringender Rückruf in elf Bundesländern – Grenzwerte bei Snack-Produkt überschritten

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Ein Chips-Produkt ist momentan Gegenstand eines Rückrufs. Es enthält laut Gesundheitsamt Glycidol. Vom Verzehr sollte abgesehen werden.

Kassel – Bei Süßigkeiten geht der Blick vieler schon lange weit über den Tellerrand hinaus. Und so landen neben Schokolade und Haribo-Gummibärchen oft auch Snacks aus aller Welt wie etwa japanische Pocky, Krabben-Chips oder Reis-Cracker im Einkaufswagen. Bei einem dieser Snacks sollte man aktuell jedoch nicht zugreifen, denn der Verzehr könnte negative gesundheitliche Folgen haben. Deshalb gibt es nun einen Rückruf für das betroffene Produkt.

Rückruf von Shrimp-Snack: Produkt wurde in Asia-Supermarktkette in zahlreichen Bundesländern verkauft

Zurückgerufen werden die Oishi Shrimp Flakes in der 80-Gramm-Packung. Und zwar alle Packungen unabhängig von Charge und Mindesthaltbarkeitsdatum, wie lebensmittelwarnung.de berichtet. Grund für den Rückruf ist „ein überhöhter Gehalt an Glycidol“, heißt es einer Mitteilung der Orient Master GmbH, dem Inverkehrbringer des Shrimp-Snacks.

Die Oishi Shrimp Flakes werden zurückgerufen, da sie erhöhte Werte eines krebserregenden Stoffes enthalten.

Verkauft wurde das Produkt in der Asia-Supermarktkette Go Asia. Diese hat deutschlandweit insgesamt 54 Filialen. Unter anderem in München, Kassel, Frankfurt, Bremen, Hannover und Berlin.

Nach derzeitigem Stand (1. November) sind insgesamt elf Bundesländer von dem Rückruf betroffen:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Sachsen
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland

Rückruf von Snack-Produckt wegen Glycidol – Stoff gilt als krebserregend

Bei dem durch das Gesundheitsamt nachgewiesenen Glycidol – auch Glycidyl-Fettsäureester oder Glycidylester genannt – handelt es sich um einen als krebserregend eingestuften Stoff. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist Glycidol in raffinierten Speisefetten zu finden.

„Sie entstehen insbesondere bei der sogenannten Desodorierung von Pflanzenfetten, also dem Entfernen von als unangenehm empfundenen Geschmackskomponenten aus den Fetten“, so das BfR weiter. Bei diesem Vorgang werden die Fette auf bis zu 265°C erhitzt, wodurch sich gesundheitsschädliche Stoffe wie eben das Glycidol bilden. Aus demselben Grund sollte man auch beim Toasten von Toast vorsichtig sein.

Hier noch einmal alle Details des Rückrufs im Überblick:

ProduktShrimp Flakes, Oishi Garnelen Cracker
InverkehrbringerOrient Master GmbH
Verpackungseinheit80 Gramm
ChargeChargenunabhängige Beanstandung
MindesthaltbarkeitsdatumUnabhängige Beanstandung

Von Rückruf betroffenen Snack gekauft? So bekommen Verbraucher ihr Geld zurück

Kunden, die betroffene Produkte gekauft haben, können diese in allen Go-Asia-Filialen zurückgeben und erhalten ihr Geld zurück. Dies ist auch ohne Vorlage des Kassenbons möglich.

Auch für eine weitere Süßigkeit, die bei Go Asia verkauft wurde, gibt es aktuell einen Rückruf. Der Verzehr ist hier vor allem für Kinder gefährlich. Zurückgerufen werden derzeit auch mehrere Wurstvarianten. (sp)

Rubriklistenbild: © Lukas Coch/AAP/IMAGO

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