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Effektive Mäusejagd – mit welchen Ködern fängt man die Nager?

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Sind Käse und Speck noch zeitgemäß, um im Haus Mäuse zu fangen? Welche Falle ist am besten geeignet? Die wirksamsten Methoden gegen die Schädlinge.

Mäuse sind nicht nur lästige Besucher in unseren Häusern, sondern können auch erhebliche Schäden anrichten. Besonders im Herbst suchen die kleinen Nager Schutz in Gebäuden, da die Temperaturen sinken und die Nahrung draußen knapp wird. Die Tiere knabbern nicht nur Kabel und Holz an, sondern es besteht auch die Gefahr, dass sie Krankheiten wie Toxoplasmose oder Salmonellen übertragen können, erklärt das Umweltbundesamt. Daher ist es wichtig, die Schädlinge mit den passenden Ködern effektiv und artgerecht zu fangen – und nicht lange zu zögern.

Die richtige Köderwahl für Mäuse

Käse und Mäuse scheinen nach wie vor ein Dreamteam zu sein. Aber auch andere Köder sind für Fallen geeignet.

Die Wahl des richtigen Köders ist entscheidend für den Fangerfolg. Als besonders wirksam haben sich folgende Lockmittel erwiesen, die sich als Hausmittel in fast jedem Küchenschrank finden:

  • Erdnussbutter
  • Nougatcreme
  • Käse
  • Speckstückchen (auch angeröstet)

Klassische Köder wie Käse und Speck sind also nach wie vor ausgezeichnete Lockmittel. Da Mäuse aber Allesfresser sind, kann die Auswahl variieren. Es lohnt sich, verschiedene Köder auszuprobieren, um die individuellen Vorlieben der Mäuse zu ermitteln. Auch Schokolade, Nusskerne oder Haferflocken, die mit Erdnussbutter gemischt wurden, sind sehr attraktiv für die kleinen Nager, erklärt Biologin Ursula Bauer bei der Aktion Tier. Übrigens auch für die noch gefürchteteren Ratten, die man damit loswerden kann.

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Lebendfalle oder Schlagfalle für Mäuse – was ist die beste Fangmethode?

Tierschutzvereine wie Aktion Tier empfehlen die Verwendung von Lebendfallen, um Mäuse artgerecht zu fangen, ohne sie zu töten. Diese Kastenfallen funktionieren, indem die Maus durch einen Köder angelockt wird und die Tür sich schließt, sobald sie die Falle betritt. Die gefangenen Tiere sollten mindestens 100 Meter vom Haus entfernt freigelassen werden, um eine Rückkehr zu verhindern. Es ist auch wichtig, die Fallen regelmäßig zu kontrollieren, um das Verhungern der Tiere zu verhindern.

Der Einsatz von Giftködern und Schlagfallen ist nicht nur qualvoll für die Mäuse, sie bergen auch Risiken für Haustiere und Kinder und werden aus Tierschutzsicht nicht empfohlen. Alternativ können Ultraschallgeräte und natürliche Abschreckungsmittel wie Gerüche genutzt werden, die aber nicht immer effektiv sind. Klebefallen hingegen sind in Deutschland verboten, da sie als Tierquälerei gelten, erklärt das Magazin Haus.de.

Nicht erschrecken – diesen zehn ulkigen Tieren könnten Sie in Ihrem Garten begegnen

Maulwurfsgrille (Gryllotalpa gryllotalpa) vor Kartoffeln
Beim Umgraben des Gartenbodens könnte Ihnen die zur Familie der Heuschrecken gehörende, etwa fünf Zentimeter große Maulwurfsgrille einen gehörigen Schrecken einjagen. Sie ist aber harmlos und ernährt sich hauptsächlich von Würmern, Maden und Schneckeneiern. © Dreamstime/Imago
Büffelzikade, Büffelzirpe (Stictocephala bisonia) auf Zweig
Die Büffelzikade oder Büffelzirpe (Stictocephala bisonia) sieht aus wie ein kleiner Alien. Sie ist knapp einen Zentimeter groß. © Depositphotos/Imago
Schnakenlarve (Tipula spec), Hinterende mit Teufelsfratze
Gar nicht mal so selten zu finden: Die Larven von Schnaken (Tipula) fressen an Gemüse und Graswurzeln. An ihrem Hinterteil erkennt man sehr gut ihre „Teufelsfratze“.  © blickwinkel/Imago
Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa)
Die Gottesanbeterin ist zwar selten, aber dennoch haben dieses faszinierende Insekt viele schon einmal zu Gesicht bekommen. Denn auffällig ist es mit bis zu acht Zentimetern Körpergröße allemal. Die meist sehr gut getarnte Fangschrecke verharrt regungslos, bis sie mit ihren dornenbesetzten Fangarmen blitzschnell ihre Beute ergreift. © Pond5 Images/Imago
Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) in Hand
Woher die Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) ihren Namen hat, ist naheliegend. Sie nutzt Fensterläden und Hausverkleidungen als Versteck und ist in der Nähe von Wäldern anzutreffen. © imago stock&people
Braunes Langohr, Braune Langohrfledermaus (Plecotus auritus) drohend
Auch das Braune Langohr (Plecotus auritus) zählt zu den Fledermäusen. Das nachtaktive Tier wird man aber eher tot als lebendig zu sehen bekommen – beispielsweise auf dem Dachboden. Das furchterregende Aussehen ist jedoch irreführend, das gefährdete Tier frisst nur Insekten und mag naturnahe Gärten. © blickwinkel/Imago
Wasserspitzmaus (Neomys fodiens) auf Moos
Wer in der Nähe eines Flusses oder von häufig nassen Wiesen lebt, könnte auf die Wasserspitzmaus treffen. Mit ihrer beweglichen Schnauze und im Fell verborgenen Ohren sieht sie recht ulkig aus. Sie lähmt ihre Beute zwar mit einem giftigen Biss, ist aber für den Menschen harmlos. © Dreamstime/Imago
Mann mit gefangenen Nordamerikanischen Ochsenfröschen
Vor dem unheimlichen Nordamerikanischen Ochsenfrosch darf man sich schon etwas erschrecken, wenn er einem aus dem eigenen Gartenteich entgegenhüpft. Die invasive Art wird bis zu 20 Zentimeter groß und frisst alles, was ihr in den Weg kommt. Sogar ihre riesigen Kaulquappen haben hierzulande keine natürlichen Feinde. So verdrängt er heimische Arten. © imagebroker/Imago
Schleiereule (Tyto alba)
Auch Vögel können sehr ungewöhnlich aussehen. Die Schleiereule (Tyto alba) mit ihrem herzförmigen Gesicht bevorzugt zum Brüten Gebäude in Dörfern und Kleinstädten. © CHROMORANGE/Imago
Feuersalamander (Salamandra salamandra)
Glücklich kann sich schätzen, wer etwa von Mai bis November einem Feuersalamander (Salamandra salamandra) begegnet. Die nachtaktiven Tiere verstecken sich oft unter Totholz, Steinen oder zwischen Baumwurzeln. Da sie gern bei Regen unterwegs sind, bezeichnet man sie auch als „Regenmännchen“. Aber lieber nicht anfassen, die Haut des Tiers sondert Gift ab und kann ein Brennen verursachen. © imagebroker/Imago

Richtige Positionierung der Fallen

Um den Fangerfolg zu maximieren, sollten die Fallen entlang von Wänden und Laufwegen der Mäuse, wie unter Möbeln, aufgestellt werden, rät das Umweltbundesamt. Eine ungespannte Aufstellung der schon mit Köder gefüllten Fallen kann helfen, die Mäuse an die Gerätschaften zu gewöhnen, bevor diese aktiviert werden.

Mäuse präventiv fernhalten

Wendige Mäuse oder Ratten am Eindringen in das Haus zu hindern, ist grundsätzlich schwierig. Um sie fernzuhalten, helfen aber Maßnahmen wie das Abdichten von Fenstern (v.a. im Keller!) und Türen. Engmaschige Gitter sind hier zu empfehlen. Katzen oder Katzenhaare können ebenfalls als natürliche Abschreckung dienen, rät Haus.de.

Rubriklistenbild: © YAY Images/Imago

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