Euro-NCAP-Ergebnis

Tesla: Model Y aus deutscher Fertigung überzeugt im Sicherheitstest

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Bei einem Sicherheitstest von Euro NCAP hat das Tesla Model Y Bestnoten abgeräumt – auch chinesische Autos fuhren ein sehr gutes Ergebnis ein.

Wenn es um die Themen Verarbeitungsqualität und Sicherheit geht, dann fällt das Urteil für Tesla-Fahrzeuge zumeist wenig positiv aus. Gerade der „Autopilot“ und seine Top-Ausbaustufe namens „Full Self-Driving“ (FSD) sind hochumstritten, weil es im Zusammenhang damit immer wieder zu riskanten Situationen und auch Unfällen kommt. Doch nun gibt es großes Lob für ein Fahrzeug aus dem Unternehmen von Elon Musk (51): Das in der Gigafactory in Grünheide bei Berlin gebaute Model Y erntet in einem Sicherheitstest Bestnoten.

Das Tesla Model Y aus deutscher Fertigung schnitt im Euro-NCAP-Test hervorragend ab. (Symbolbild)

Tesla: Model Y aus deutscher Fertigung überzeugt im Sicherheitstest

Fünf neue Autos unterzog die Organisation Euro NCAP einem Sicherheitstest – ganz vorne landete das Tesla-Modell. Dabei räumte das Elektroauto nicht nur fünf Sterne ab, sondern erzielte beeindruckende 97 Prozent in Sachen Insassenschutz von Erwachsenen und sogar 98 Prozent beim Punkt Sicherheitsunterstützung. Wie die Tester bekannt gaben, schnitten vor allem das Spurhaltesystem und die Fahrer-Überwachung bemerkenswert gut ab. In Fahrtests überzeugte das Model Y, wenn es darum ging, Kollisionen mit anderen Autos, Radfahrern und Fußgängern zu verhindern. In einem anderen Test – mit Kinder-Puppen – hatte Tesla dagegen nicht gut ausgesehen.

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Euro-NCAP-Test: Auch andere Modelle mit sehr gutem Ergebnis

Auch die anderen getesteten Fahrzeuge – der Genesis GV60, der Ora Funky Cat und der Wey Coffee 01 – schnitten sehr gut ab: Alle drei bekamen fünf Sterne. Der ebenfalls getestete Kia Niro brachte es in der Serienausstattung nur auf vier – mit einem optionalen Sicherheitspaket lässt sich die Bewertung jedoch auf fünf Sterne hochschrauben. Die Anforderungen in den NCAP-Tests werden immer strenger – weshalb beispielsweise auch vor einiger Zeit der Renault Zoe mit null Sternen durchfiel.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

Euro-NCAP-Test: Bemerkenswert vor allem das Abschneiden der chinesischen Modelle

Bemerkenswert ist vor allem das positive Abschneiden der chinesischen Fabrikate: Noch vor nicht allzu langer Zeit waren Modelle aus dem Reich der Mitte oft mit katastrophalen Sicherheitsmängeln aufgefallen – so wie beispielsweise das Billig-Modell Suda SA01. Wie die Testergebnisse zeigen, hat hier ganz offenbar eine komplette Trendwende stattgefunden: Zumindest beim Thema Sicherheit sind die getesteten Modelle top.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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