Serienfertigung bestätigt

Elektroauto von Sony: Was der Afeela 1 kostet – und ab wann er zu kaufen ist

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Das Elektroauto von Sony geht in Serie. Auf der CES in Las Vegas wurde der Verkaufsstart des in Zusammenarbeit mit Honda entwickelten Elektroautos angekündigt.

In den zurückliegenden zehn Jahren hat sich die Automobilbranche verändert wie nie zuvor. Elektroautos und autonomes Fahren bestimmten fortan die Zukunft. Und auch das Umfeld wandelte sich fundamental: Die über Jahrzehnte wohl wichtigste Automesse des Jahres – der Genfer Autosalon – schloss 2024 für immer ihre Pforten. Auch andere Automessen sind mittlerweile deutlich weniger relevant als noch vor einigen Jahren – im Gegensatz zur CES in Las Vegas. Dort hat Sony bereits im Jahr 2020 ein gemeinsam mit Honda entwickeltes Elektroauto vorgestellt. Jetzt verkündete das Gemeinschaftsunternehmen, wann der Stromer auf den Markt kommt und was er kostet.

Das erste Elektroauto von Sony: Der Afeela 1 wurde in Zusammenarbeit mit Honda entwickelt.

Sony Afeela 1 soll ab Mitte 2026 auf den Markt kommen

Im Zuge des E-Auto-Hypes um die Mitte der 2010er-Jahre stellten zahlreiche Start-ups Elektroautos vor. Viele davon kamen niemals auf den Markt, wie etwa von Byton oder Sono Motors. Selbst der Tech-Gigant Apple stellte sein – nie offiziell bestätigtes – E-Auto-Projekt ein. Und so manches im Glanzlicht einer Messe präsentierte E-Fahrzeug war fortan mit großer Skepsis zu betrachten: Wird es wirklich jemals zu kaufen sein? Möglicherweise hat sich der ein oder andere das auch beim Stromer von Sony gedacht. Doch nun steht fest: Das E-Auto namens Afeela 1 kommt. Ab Mitte 2026 sollen die ersten Fahrzeuge in den USA ausgeliefert werden.

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Elektroauto von Sony: Preise starten ab rund 87.500 Euro

Allerdings gibt es das Sony-Auto nicht zum Schnäppchenpreis: Bei rund 90.000 US-Dollar geht es los – umgerechnet rund 87.500 Euro (Stand: Anfang Januar 2025). Dafür bekommen Käufer die Einstiegsversion „Origin“. Die besser ausgestattete „Signature“-Variante startet bei 103.000 US-Dollar (rund 100.000 Euro). Beim Design erwartet die Kunden allerdings wenig Spektakuläres – das Fahrzeug erinnert an eine entschärfte Variante des Lucid Air. Und auch was Batteriekapazität und Reichweite des Sony-Stromers angeht, dürften andere Hersteller nicht unbedingt das große Zittern bekommen.

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Eine Mercedes E-Klasse
Mercedes E-Klasse (Baureihe 210): Im Mai 1995 wurde die zweite Generation der Mercedes E-Klasse vorgestellt – und die neue, rundliche Designsprache sorgte für Aufsehen. Vor allem an die elliptischen Doppelscheinwerfer musste sich der ein oder andere erst einmal gewöhnen, die Front bekam den Spitznamen „Vieraugengesicht“. © Mercedes-Benz
Ein BMW Z3
BMW Z3: Der Z3 war der erste BMW, der komplett und ausschließlich außerhalb von Deutschland gebaut wurde – er lief ab 1995 im neuen Werk in Spartanburg (USA) vom Band. Seinen ersten Einsatz hatte er im Dienste von James Bond – er debütierte im Blockbuster „GoldenEye“. Ab Sommer 1998 bekam der Roadster auch eine Coupé-Variante zur Seite gestellt. © BMW
Ein Fiat Barchetta
Fiat Barchetta: Der Name bedeutet auf Deutsch so viel wie „kleines Boot“ oder „Bötchen“. Der Zweisitzer schwamm auf der 1990er-Jahre-Roadster-Welle mit, die vor allem durch den Mazda MX-5 ausgelöst worden war. © Fiat/Stellantis
Ein Peugeot 406 Coupe
Peugot 406: Im Herbst 1995 trat der er 406 die Nachfolge des Peugeot 405 an. Das französische Mittelklasse-Fahrzeug gab es als Limousine, Kombi – und, wie hier auf dem Bild zu sehen, als Coupe-Version. © Heritage Images/Imago
Ein Ferrari F50
Ferrari F50: Mit dem F50 feierte Ferrari im Jahr 1995 das 50-jährige Bestehen des Unternehmens. Selbst, wenn man genügend Geld auf dem Konto hatte (damals rund 380.000 Euro Neupreis) war nicht garantiert, dass man den 520 PS starken V12-Mittelmotor-Supersportwagen auch bekam: Ferrari verkaufte den F50 nur an ausgewählte Kunden. Offiziell wurden bis 1997 gerade einmal 349 Exemplare gebaut. © Dreamstime/Imago
Zwei VW Sharan
VW Sharan: Der Sharan entstand in einer Gemeinschaftsentwicklung mit Ford. Als der Van im Sommer 1995 auf den Markt kam, war er zunächst nahezu baugleich mit dem Ford Galaxy. Zielgruppe waren junge Familien. © Volkswagen
Zwei Porsche 911 Turbo
Porsche 911 Turbo (993): Als Topmodell der Porsche-911er-Modellreihe 993 kam 1995 der Turbo auf den Markt. Mit dem dicken, feststehenden Flügel war er auf der Straße auch ziemlich leicht zu erkennen. © Porsche
Ein Alfa Romeo 146
Alfa Romeo 146: Der Alfa Romeo 146 kam 1995 als fünftüriges Schwestermodell des Alfa Romeo 145 auf den Markt. Besonderes Designmerkmal ist die Mischung aus Stufen- und Steilheck. ©  Alfa Romeo/Stellantis
Ein Renault Sport Spider
Renault Sport Spider: Ursprünglich wurde das Fahrzeug für den Rennsport entworfen – von Frühjahr 1995 bis Herbst 1999 wurde er aber auch als Straßenversion gebaut. Der Renault Sport Spider zählt zu den spektakulären Highlights des H-Kennzeichen-Klassiker-Jahrgangs 2025 – nur knapp 1.500 Exemplare wurden gebaut. © Renault
Ein Lancia Y
Lancia Y: Mit seinem extravaganten Design setzte sich der Lancia Y deutlich von der Kleinwagen-Konkurrenz ab. Und dazu nicht nur von außen: Im Innenraum sorgten die mittig auf dem Armaturenbrett angeordneten Instrumente für das „spezielle“ Etwas. © Lancia/Stellantis
Ein Diablo VT Roadster.
Lamborghini Diablo VT Roadster: Der Countach-Nachfolger Diablo kam bereits 1990 auf den Markt. 1993 schob Lamborghini dann mit dem VT (Visco Traction) eine Allradversion des 492 PS starken V12-Geschosses nach. Noch einmal zwei Jahre später folgte dann die Roadster-Variante. © Lamborghini
Ein Volvo V40 und ein Volvo s40
Volvo S40/V40: Mit dem S40 (Limousine) leitete Volvo ab Herbst 1995 eine neue Designsprache ein. Kurz darauf kam die besonders in Deutschland beliebte Kombi-Version V40 auf den Markt. Produziert wurden die „Schweden“ in einem Werk in den Niederlanden. © Volvo
Ein Citroën Xantia
Citroën Xantia Break: Zwei Jahre nach der Xantia-Limousine kam 1995 auch die Kombi-Variante namens Break auf den Markt. 2001 endete die Xantia-Produktion – im Iran jedoch wurde das Fahrzeug in einer einfachen Variante aber noch in Lizenz bis 2010 weiterproduziert. © Citroën/Stellantis
Ein Chrysler Grand Voyager
Chrysler Voyager: Im Frühjahr 1995 kam die dritte Generation des Chrysler Voyager auf den Markt. Den Van gab es in zwei Ausführungen: Der Grand Voyager bot durch seine größeren Abmessungen im Innenraum mehr Platz. © Chrysler Brand Heritage
Ein Fiat Brava
Fiat Brava: Bei diesem Auto kam es auf den letzten Buchstaben an: Der Fiat Brava war ein kompakter Fünftürer, der kürzere Dreitürer ging als Fiat Bravo an den Start. © Fiat/Stellantis

Mit welchen Features das Sony-Auto bei den Kunden punkten soll

Der Afeela 1, der im amerikanischen Honda-Werk in Ohio gebaut wird, kommt mit einem zweimotorigen Antrieb mit einer Systemleistung von 360 kW (490 PS). Die 91-kWh-Batterie soll eine Reichweite von rund 480 Kilometern ermöglichen. Die maximale Ladeleistung wird mit 150 kW angegeben – auch das ist kein Rekordwert. Allerdings dürfen Besitzer eines Afeela 1 an den Superchargern des Tesla-Netzwerks andocken.

Punkten soll der Afeela 1 vor allem mit seiner Technik: 18 Kameras, 9 Radare, 12 Ultraschallsensoren und ein Lidar sollen autonomes Fahren auf Level 3 ermöglichen – wie es auch Mercedes seit neuestem bis zu einem Tempo von 95 km/h beherrscht. Das digitale Cockpit erstreckt sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts. Auch an den Rückseiten der Vordersitze befinden sich große Bildschirme, auf denen die Fondpassagiere das Entertainment genießen können. Interessantes Gimmick: An der Front des Fahrzeugs, zwischen den Scheinwerfern, befindet sich ein Digital-Display, das mit Personen außerhalb des Fahrzeugs kommunizieren soll. Die „Media Bar“ soll beispielsweise Wetterinformationen, Sportergebnisse und aktuelle Nachrichten aus der Umgebung des aktuellen Standorts anzeigen.

Viel Bildschirm, wenig Lenkrad: So sieht der Sony Afeela 1 im Innenraum aus.

Auslieferungen starten Mitte 2026 zunächst in Kalifornien

Wer sich für einen Afeela 1 interessiert, kann sich ein Modell online gegen eine Gebühr von 200 Dollar reservieren – allerdings nur, wenn man im US-Bundesstaat Kalifornien lebt. Dorthin werden die ersten Fahrzeuge ausgeliefert. Zum Start gibt es nur das teurere „Signature“-Modell, die günstigere „Origin“-Variante soll erst 2027 zu den Kunden kommen.

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