Schont auch den Geldbeutel

400 Euro jährlich weniger durch andere Wassertemperatur beim Duschen – Rechnung zeigt großes Sparpotenzial

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Wer die Dusche eher kühl einstellt, schont nicht nur die Umwelt: Auch die Kosten für Warmwasser können so gesenkt werden. Zudem unterstützt die kalte Dusche eine Diät.

26,6 Cent kostet Neukunden derzeit im Mittel eine Kilowattstunde Strom beim günstigsten Anbieter (Stand: 23.04.24). Darüber informiert der Norddeutsche Rundfunk. Damit haben die Energiekosten im Vergleich zu den letzten Jahren einen eher niedrigen Wert erreicht. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft lag der durchschnittliche Strompreis 2022 bei 37,30 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Für einen Haushalt, der jährlich 3.500 kWh verbraucht, entsprach dies durchschnittlichen Stromkosten von etwa 1.300 Euro.

Hohe Stromrechnungen können der Vergangenheit angehören – sofern man Sparmaßnahmen umsetzt. Insbesondere das Heizverhalten hat einen erheblichen Einfluss auf die Stromkosten, wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtet. Die Heizung verbrauche laut den Stadtwerken München, die von der SZ zitiert werden, etwa 80 Prozent der Energie, die ein Privathaushalt verbraucht.

Hunderte von Euro sparen durch kühlere Dusche

Hier kommt die tägliche Dusche ins Spiel. Der Bund der Energieverbraucher hat errechnet, dass jeder Bürger jährlich mehr als 600 Euro für das Duschen mit warmem Wasser ausgeben muss. Bei dieser Berechnung wurde von einer täglichen elfminütigen Dusche mit 40 Grad Celsius warmem Wasser und einem Strompreis von 30 Cent/kWh ausgegangen. Dabei würden täglich etwa 176 Liter Wasser und 6,1 kWh Energie verbraucht, so der Bund der Energieverbraucher. Insgesamt würden dadurch jährlich allein durch das Duschen 668 Euro Stromkosten anfallen. Wer nur noch kalt duscht, könnte auf diese Weise bis zu 400 Euro einsparen, heißt es weiter.

Nach einer eher kühlen Dusche fühlt man sich erfrischt.

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Kaltes Duschen hat jedoch nicht nur finanzielle Vorteile, sondern auch gesundheitliche. Dazu gehören:

  • Laut einer niederländischen Studie sind Menschen, die kalt duschen, seltener krank als diejenigen, die warm duschen.
  • Kaltes Duschen fördert die Durchblutung und kann so das Bindegewebe stärken und das Hautbild verbessern.
  • Kaltes Duschen kann beim Abnehmen helfen. Deutschlandfunk Nova berichtet, dass durch Kältereize braune Fettzellen im Körper aktiviert werden, die Kalorien verbrennen.

Die richtige Pflege je nach Hauttyp: Wie Sie trockene, fettige oder sensible Haut am besten versorgen

Junge Frau am Strand
Vor allem junge Menschen kämpfen oft mit fettiger Haut. Pickel und Mitesser sind bei diesem Hauttyp häufig, weil die Talg-Überproduktion zu einer Verstopfung der Poren führt. „Für Sie ist wichtig, dass Ihre Pflegeprodukte nicht zu reichhaltig sind. Das bedeutet, Ihre Haut benötigt Feuchtigkeit, aber nicht noch mehr Fett“, so eine Information des Hautarztzentrums Kiel. Die morgendliche und abendliche Reinigung sei ebenfalls wichtig, um die Haut vom überschüssigen Talg zu befreien. Waschschaum und eine leichte Creme mit Salizylsäure sowie ein Gesichtswasser würden sich aufgrund der antibakteriellen und entfettenden Wirkung besonders anbieten bei fettiger Haut.  © Stephan Klapszus/Imago
Frau blickt in Spiegel
Sensible Haut erkennen Sie daran, dass Sie besonders empfindlich auf äußere Reize wie heiße und kalte Luft reagiert. Auch Kontakt mit Duft- und Konservierungsstoffen hat häufig Hautirritationen wie Rötung zur Folge. Aggressive Peelings, Seife und andere reizende Waschsubstanzen sollten nicht verwendet werden, informiert das Hautarztzentrum Kiel auf seiner Website. „Ihre Haut braucht eine Pflege, die viel Feuchtigkeit enthält, sie nicht beschwert und bestenfalls frei von Duft-, Konservierungs- und Farbstoffen ist“, heißt es weiter: „Eine leichte Tages- und Nachtpflege für empfindliche Haut reich völlig aus. Zum Reinigen sollten Sie ein mildes Waschgel ohne Peelingmaterialien verwenden“.  © Imago
Trockene Haut eincremen
In den meisten Fällen ist falsche Pflege die Ursache von zu trockener Haut. Wie die Krankenkasse AOK informiert, sollten Menschen mit trockener Haut auf langes, häufiges und heißes Duschen bzw. Baden verzichten, milde und rückfettende Reinigungsmittel verwenden und zu Feuchtigkeitscreme greifen. Trotz dieser Maßnahmen bleiben die Probleme bestehen? Dann könnte eine Hautkrankheit dahinter stecken, die behandelt werden muss.  © Imago
Frau trägt Lippenstift auf und schaut in den Spiegel
Trockene Wangen und zu Pickeln und Mitessern neigende T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) sind typische Merkmale der Mischhaut. Die Pflege dieser Haut sollte zweigeteilt werden: Die trockenen Stellen sollten nur mit Wasser oder sanften Reinigungsmitteln in Berührung kommen. Die fettigen Stellen können mit Substanzen gereinigt werden, die entfettend wirken, etwa Salizylsäure. „Sie können zudem zwei verschiedene Cremes verwenden: Eine für fettige Haut und eine für normale oder trockene Haut“, so eine Information des Hautarztzentrums Kiel.  © Aleksei Isachenko/Imago
Wegweiser zu einer Hautärztin in Luxemburg
Ihre Hautprobleme bleiben bestehen, obwohl Sie Ihre Pflegeroutine geändert haben? In dem Fall könnte es sein, dass Sie an einer Hautkrankheit leiden, die behandelt werden muss. Suchen Sie einen Hautarzt oder eine Hautärztin auf. Diese/r kann die richtige Diagnose stellen und je nach Befund die passende Therapie empfehlen.  © Sascha Steinach/Imago
  • Kaltes Duschen hat auch entzündungshemmende Effekte.
  • Kaltes Wasser kann Stress abbauen. Forschungen, die von Deutschlandfunk Nova zitiert werden, haben gezeigt, dass kaltes Wasser das sympathische Nervensystem aktiviert und dadurch Glücks- und Aktivitätshormone freisetzt.

Personen mit Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Problemen sollten jedoch nicht ohne Rücksprache mit ihrem Arzt kalt duschen. Auch für sensible Gruppen wie Schwangere und Kinder ist das Duschen mit kaltem Wasser nicht zu empfehlen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Aleksei Isachenko/Imago

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