VonJuliane Gutmannschließen
Die Grapefruit schmeckt sauer-fruchtig und kann eine sinnvolle Unterstützung beim Abnehmen sein. Wie das Obst wirkt und wer sie nicht essen sollte.
Seit Jahrzehnten ist sie immer wieder Thema: die Grapefruit-Diät. Im Rahmen dieser wird jede Hauptmahlzeit von einer halben Grapefruit oder einem kleinen Glas frisch gepresstem Grapefruitsaft begleitet. Auch viele Stars sollen auf die Zitrusfrucht als Diät-Hilfe setzen. So melden einige Boulevard-Blätter, dass etwa Cameron Diaz und Michelle Obama eine Abwandlung dieser Diät nutzen, um ihre Figur zu halten. So soll bei beiden Grapefruit ein Teil des Frühstücks sein.
Abnehmen mit Grapefruit: Ist das möglich?
Was dafür spricht, täglich Grapefruit zu essen? Die Grapefruit ist ein kalorienarmes Vitaminpaket. Mit nur etwa 40 Kalorien pro 100 Gramm ist sie ideal für eine Ernährung, die das Abnehmen unterstützt. Außerdem haben die enthaltenen Inhaltsstoffe gleich mehrere positive Effekte auf unseren Körper. Eine Auswahl an gesundheitsfördernden Folgen:
- Ballaststoffe: Die Grapefruit ist reich an Ballaststoffen, die im Magen aufquellen und ein langanhaltendes Sättigungsgefühl erzeugen. So isst man automatisch weniger und hat seltener Heißhungerattacken. Ein weiterer Vorteil: Ballaststoffe fördern die Verdauung und sorgen für ein gesundes Bauchgefühl.
- Vitamin C: Eine Grapefruit deckt bereits den Tagesbedarf an Vitamin C, wie das Wissensportal GEO informiert. Das Vitamin kurbelt den Stoffwechsel an und unterstützt die Fettverbrennung, indem es an der körpereigenen Produktion von Carnitin beteiligt ist. Diesen Stoff benötigt der Körper, um Fette besser abbauen zu können. Eine hohe Dosis Vitamin C kann also die Fettverbrennung fördern, informiert Ernährungsmedizinerin Dr. Petra Bracht auf ihrer Website.
- Naringenin: Der in Grapefruits enthaltene Bitterstoff Naringenin nimmt positiv Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Das Antioxidans biete daher „einen Hoffnungsschimmer für Menschen mit Diabetes“. Darüber berichtet die Europäische Kommission auf ihrer Website Cordis, auf der Forschungsergebnisse der EU veröffentlicht werden. Demnach hätten Forschende herausgefunden, wie Naringenin gleichzeitig den Fettabbau in der Leber anregt und die Insulinempfindlichkeit erhöht.
Grapefruit nicht regelmäßig essen, wenn man Medikamente einnimmt
Wer ein unvergleichliches Diät-Wunder erwartet, muss aber auf den Boden der Tatsachen geholt werden. Grapefruit zählt zwar zu den gesunden und naturbelassenen Lebensmitteln, die einige wichtige Nährstoffe enthalten. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Bewegung sind allerdings die Voraussetzung dafür, dass man ein gesundes Körpergewicht erreicht und noch wichtiger: dieses auch halten kann.
Nicht jeder sollte regelmäßig zur Grapefruit greifen. Denn der Konsum der Frucht kann zu unerwünschten Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten führen. Besprechen Sie daher den Verzehr mit Ihrem Arzt, wenn Sie Medikamente einnehmen.
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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
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