Gesund duschen: Besser mit warmen oder kalten Wasser?
VonNatalie Hull-Deichsel
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Nicht für jeden kommt eine kalte Dusche infrage – insbesondere, weil es Überwindung kostet. Menschen mit hohem Blutdruck sollten mit Kälte vorsichtig sein.
Die tägliche Dusche – für viele unverzichtbar. Ein heißer Duschstrahl am Morgen tut der Seele gut, doch auch die erfrischende Kälte hat ihre Vorzüge. Eine Frage stellen sich neben der richtigen Pflege viele: Was ist besser für den Körper – warm oder kalt duschen? Hier erfahren Sie, wann Sie sich für eine wärmende oder kühlende Dusche entscheiden sollten.
Nicht nur nach einem anstrengenden Tag oder vor dem Zubettgehen kann eine warme Dusche wahre Wunder bewirken. Manche möchten auch morgens nicht darauf verzichten. Warmes Wasser hilft, die Muskeln und den Körper zu entspannen. Das angenehm temperierte Wasser unterstützt dabei, Verspannungen zu lösen und die Muskeln zu lockern. Zudem öffnen sich die Poren, was eine gründlichere Reinigung der Haut ermöglicht.
Nicht zu heiß duschen!
Hautärzte empfehlen grundsätzlich, nicht zu heiß zu duschen. Heißes Wasser greift den natürlichen Säureschutzmantel der Haut stärker an als kühleres Wasser. Menschen mit Bluthochdruck hingegen sollten nicht zu kalt duschen, da sich die Gefäße aufgrund der Kälte verengen und der Blutdruck steigt. Es empfiehlt sich, lauwarm bei einer Wassertemperatur von etwa 36 Grad Celsius zu duschen.
Wer nach einem Energieschub sucht, für den ist das kalte Duschen genau das Richtige – selbst zum Haarewaschen, aber Vorsicht, für eine gesunde Kopfhaut besser nicht täglich. Kühles Wasser belebt die Sinne, regt die Durchblutung an und erhöht die Wachsamkeit. Besonders an heißen Sommertagen wirkt eine kalte Dusche erfrischend und hilft, die Körpertemperatur zu regulieren. Menschen mit empfindlicher Haut kann kaltes Wasser allerdings zusetzen: Kälte reizt die Haut eher und verursacht Trockenheit sowie Juckreiz. Auch für Personen mit Kreislaufproblemen kann die plötzliche Kälte eine Herausforderung sein. Ein kurzer Kälteschock belebt den Körper jedoch auf angenehme Weise.
Duschtemperatur nach Bedarf anpassen – Wechselduschen ausprobieren
Am Ende des Tages kommt es darauf an, auf die Bedürfnisse des eigenen Körpers zu hören und die Duschtemperatur entsprechend anzupassen. Eine warme Dusche zur Entspannung oder eine kalte Dusche für Energie und Vitalität – beides hat seine Vorzüge. Warum also nicht kombinieren? Wechselduschen bringen nicht nur den Kreislauf in Schwung und steigern die Durchblutung – als tägliches Ritual helfen sie auch gegen Wassereinlagerungen.
Knie-Wechselguss belebt
Mit warmen Wasser (36-38 Grad Celsius) beginnen, das Sie von unten nach oben langsam über das Bein laufen lassen, in Anlehnung an Kneipp. Dadurch weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt. Wiederholen Sie das Abbrausen mit kaltem Wasser (unter 18 Grad Celsius), so verengen sich die Gefäße wieder und der Blutdruck erhöht sich. Der Temperaturwechsel fördert die Elastizität der Arterien und kann sich günstig auf Bluthochdruck auswirken.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.