Richtige Körperpflege

Gesund duschen: Besser mit warmen oder kalten Wasser?

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Nicht für jeden kommt eine kalte Dusche infrage – insbesondere, weil es Überwindung kostet. Menschen mit hohem Blutdruck sollten mit Kälte vorsichtig sein.

Die tägliche Dusche – für viele unverzichtbar. Ein heißer Duschstrahl am Morgen tut der Seele gut, doch auch die erfrischende Kälte hat ihre Vorzüge. Eine Frage stellen sich neben der richtigen Pflege viele: Was ist besser für den Körper – warm oder kalt duschen? Hier erfahren Sie, wann Sie sich für eine wärmende oder kühlende Dusche entscheiden sollten.

Warmduschen zur Entspannung und guten Hautpflege

Eine warme Dusche kann helfen, Verspannungen zu lösen.

Nicht nur nach einem anstrengenden Tag oder vor dem Zubettgehen kann eine warme Dusche wahre Wunder bewirken. Manche möchten auch morgens nicht darauf verzichten. Warmes Wasser hilft, die Muskeln und den Körper zu entspannen. Das angenehm temperierte Wasser unterstützt dabei, Verspannungen zu lösen und die Muskeln zu lockern. Zudem öffnen sich die Poren, was eine gründlichere Reinigung der Haut ermöglicht.

Nicht zu heiß duschen!

Hautärzte empfehlen grundsätzlich, nicht zu heiß zu duschen. Heißes Wasser greift den natürlichen Säureschutzmantel der Haut stärker an als kühleres Wasser. Menschen mit Bluthochdruck hingegen sollten nicht zu kalt duschen, da sich die Gefäße aufgrund der Kälte verengen und der Blutdruck steigt. Es empfiehlt sich, lauwarm bei einer Wassertemperatur von etwa 36 Grad Celsius zu duschen.

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Blutdruck ohne Medikamente senken: Elf Lebensmittel können helfen, Folgeschäden zu vermeiden

Walnüsse
Nüsse wie Walnüsse, bei denen es sich streng genommen um eine Baumfrucht handelt, können den Blutdruck senken. Nüsse gelten generell als Lebensmittel, die dank ihrer Nährstoffe gut fürs Herz sind und so helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall vorzubeugen. © CHROMORANGE/Imago
Pistazien in einer Holzschale
Abends beim Fernsehen öfters mal eine Handvoll Pistazien knabbern, das schmeckt nicht nur, sondern senkt auch Bluthochdruck. Studien, wie die vom Department of Biobehavioral Health der Pennsylvania State University zum Effekt von Pistazien auf den systolischen Blutdruck, zeigen deutlich, dass der Blutdruck durch den Verzehr von Pistazien sinkt. Wer einmal täglich eine Handvoll (ca. 45 Gramm) Pistazien isst, kann seinen systolischen Blutdruck um bis zu 4,8 mmHg senken. Dies ist neben dem diastolischen Blutdruck der obere Messwert, der normalerweise im Bereich von 110 bis 130 mmHg liegt. © Claudia Nass/Imago
Saft aus roter Beete
Der Rote-Beete-Saft sollte nicht nur bei Menschen mit erhöhtem Blutdruck regelmäßig auf dem Ernährungsplan erscheinen. Denn die rote Knolle, die auch gerne als Lebensmittelfarbe genutzt wird, enthält wichtige Vitamine der B-Gruppe, Vitamin A sowie C. Dazu kommen essenzielle Spurenelemente wie Magnesium, Calcium, Selen, Eisen, Jod, Mangan, Natrium, Zink, Kupfer sowie Phosphor. Laut „Deutsche Herzstiftung“ kann durch das Trinken von ca. einem halben Liter Rote-Bete-Saft pro Tag, der obere Messewert des systolischen Blutdrucks 24 Stunden lang um etwa fünf mmHg gesenkt werden. Der Effekt beruht darauf, dass Rote Bete Nitrate enthält, die durch den Speichel zu Nitrit reduziert werden. Dadurch werden die Gefäße erweitert und der Blutdruck sinkt. © WavebreakmediaMicro/Imago
Feldsalat mit Erdbeeren und Blütenblättern, angerichtet auf einem Teller
Feldsalat ist wie Rote Beete, Spinat, Endiviensalat, Grünkohl, Wirsing sowie Radieschen reich an Nitrat, welches durch den Verzehr zu Nitrit umgewandelt wird, das wiederum positiven Effekt auf die Gefäße und den Blutdruck hat. © imagebroker/Imago
Olivenöl senkt Blutdruck und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Arteriosklerose reduziert wird.
Laut „Deutsche Herzstiftung“ senkt Olivenöl nachweislich nicht nur das Risiko für Ablagerungen in den Gefäßen, der Arteriosklerose. Auch bei hohem Blutdruck, dem Hauptrisikofaktor für Schlaganfall, wirkt das pflanzliche Fett fast wahre Wunder. Ein erhöhter Blutdruck kann durch den Konsum von Olivenöl im Durchschnitt um 48 Prozent gesenkt werden, wie die „Pharmazeutische Zeitung“ berichtet. © Panthermedia/Imago
Spinat
Spinat als kalorienarmes Gemüse kann den Blutdruck senken und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Er ist reich an Vitamin B, Vitamin C sowie Folat, Kalium und Magnesium. © Achim Sass/Imago
Tomaten
Tomaten sind ein Muss, wenn es um Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen geht. Sie sind reich an Folsäure, Kalium sowie Lycopin. Lycopin zählt zu den Antioxidantien und kann freie Radikale im menschlichen Körper unschädlich machen. Tomaten können laut Studien hohen Blutdruck und das Schlaganfallrisiko um bis zu 55 Prozent senken. © Philippe Degroote/Imago
Grünkohl auf dem Schneidebrett
Grünkohl gilt als natürlicher Blutdrucksenker. Das grüne Gemüse enthält sogenannte Flavonoide, die den Cholesterinspiegel und somit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall senken. © Y Resolution/Imago
Erbsen
Erbsen wird eine blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt. Sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen, wie Vitamin E, B und Beta-Carotin sowie Magnesium, Eisen, Phosphor, Kalzium und Zink. Hülsenfrüchte, zu denen Erbsen zählen, sind reich an Magnesium, welches für elastische Gefäßwände sorgt, wodurch der Blutdruck weniger steigt. © Gemma Ferrando/Imago
Knoblauch
Knoblauch kann selbst bei den Patienten den Blutdruck senken, die unter Medikamenten wie Betablocker oder Irbesartan keine ausreichende Blutdruckkontrolle erzielen, wie das „Deutsche Ärzteblatt“ berichtet. Es zeigt sich, dass der obere Blutdruck-Wert, der systolische Blutdruck, nach regelmäßigem Konsum von Knoblauch um zehn mmHg niedriger liegt. © Waltraud Kaipf/Imago
Meerrettich
Meerrettich ist nicht nur entzündungshemmend bei viralen und bakteriellen Infektionen, hilft gegen Erkältungen, Blasenentzündungen und Schmerzen. Die essbare Pflanze soll ebenfalls eine blutdrucksenkende Wirkung haben. Der durch das Senföl leicht scharfe Meerrettich wird gerne als Dip zu Fisch oder Gemüsesticks serviert. © Andreas Berheide/Imago

Kalt duschen für Energie und Vitalität

Wer nach einem Energieschub sucht, für den ist das kalte Duschen genau das Richtige – selbst zum Haarewaschen, aber Vorsicht, für eine gesunde Kopfhaut besser nicht täglich. Kühles Wasser belebt die Sinne, regt die Durchblutung an und erhöht die Wachsamkeit. Besonders an heißen Sommertagen wirkt eine kalte Dusche erfrischend und hilft, die Körpertemperatur zu regulieren. Menschen mit empfindlicher Haut kann kaltes Wasser allerdings zusetzen: Kälte reizt die Haut eher und verursacht Trockenheit sowie Juckreiz. Auch für Personen mit Kreislaufproblemen kann die plötzliche Kälte eine Herausforderung sein. Ein kurzer Kälteschock belebt den Körper jedoch auf angenehme Weise.

Duschtemperatur nach Bedarf anpassen – Wechselduschen ausprobieren

Am Ende des Tages kommt es darauf an, auf die Bedürfnisse des eigenen Körpers zu hören und die Duschtemperatur entsprechend anzupassen. Eine warme Dusche zur Entspannung oder eine kalte Dusche für Energie und Vitalität – beides hat seine Vorzüge. Warum also nicht kombinieren? Wechselduschen bringen nicht nur den Kreislauf in Schwung und steigern die Durchblutung – als tägliches Ritual helfen sie auch gegen Wassereinlagerungen.

Knie-Wechselguss belebt

Mit warmen Wasser (36-38 Grad Celsius) beginnen, das Sie von unten nach oben langsam über das Bein laufen lassen, in Anlehnung an Kneipp. Dadurch weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt. Wiederholen Sie das Abbrausen mit kaltem Wasser (unter 18 Grad Celsius), so verengen sich die Gefäße wieder und der Blutdruck erhöht sich. Der Temperaturwechsel fördert die Elastizität der Arterien und kann sich günstig auf Bluthochdruck auswirken.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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