Nicht nur der Preis zählt

Wechsel der Krankenkasse wegen erhöhter Beiträge – das sollten Sie beachten

  • schließen
  • Julian Mayr
    Julian Mayr
    schließen

Der Zusatzbeitrag der Krankenkassen steigt, Millionen sind betroffen. Ein Wechsel könnte sich auszahlen. Auf manche Dinge müssen Sie dabei aber Acht geben.

Frankfurt – Preissteigerungen werden auch 2024 ein steter Begleiter von Verbrauchern und Verbraucherinnen bleiben. Besonders Restaurantbesuche könnten im kommenden Jahr deutlich teurer werden. Aber auch vor Krankenkassen macht die Kostensteigerung nicht Halt. Viele Kassen haben zum 1. Januar 2024 ihre Zusatzbeiträge erhöht. Ein Wechsel kann sich da schnell lohnen. Einige Dinge sollten Versicherte dabei aber beachten.

Beim Einkauf Geld sparen: Welche Tipps und Tricks Verbraucher kennen sollten

Bei der Auswahl im Supermarkt entstehen oft Impulseinkäufe.
Tipp 1: Bei der riesigen Auswahl im Supermarkt entstehen oft unnötige Impulseinkäufe. Mit einem Essensplan kann man gezielt die Lebensmittel kaufen, die man für seine Gerichte auch braucht. So spart man nicht nur an der Kasse einiges an Geld, sondern kann auch eventueller Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. © Oleksandr Voskresenskyi via imag
Hungrig sollte man nicht einkaufen gehen.
Tipp 2: Niemals hungrig einkaufen gehen. Wer Hunger hat, neigt dazu, alles was er gerne isst einfach in den Einkaufswagen zu packen und steht am Ende mit einem teureren Einkauf als geplant an der Kasse. Am besten, man geht nach dem Frühstück oder Mittagessen einkaufen. © Bernd54 via www.imago-images.de
Einkauf in einem Supermarkt oder Discounter zu Zeiten voTipp 3: Auf den Grundpreis achten: Vor Allem der Vergleich zwischen Markenprodukt und Eigenmarke lohnt sich. Meist bekommt man für weniger Geld genauso gute Eigenmarkenprodukte. Um einfacher vergleichen zu können, gilt es auf den Grundpreis zu schauen, der meist in Liter oder Kilogramm angegeben wird.n Inflation. Fleisch, Schweinefleisch, Billigfleisch, Rindfleisc
Tipp 3: Auf den Grundpreis achten: Vor allem der Vergleich zwischen Markenprodukt und Eigenmarke lohnt sich. Meist bekommt man für weniger Geld genauso gute Eigenmarkenprodukte. Um einfacher vergleichen zu können, gilt es auf den Grundpreis zu schauen, der überwiegend in Liter oder Kilogramm angegeben wird. © IMAGO/Martin Wagner
Tipp 4: Auf Angebote achten und vergleichen: Fast jeder Supermarkt hat Aktionen und Angebote. Besonders bei Produkten die man in großen Mengen gebraucht lohnt es sich bei solchen Aktionen zuzuschlagen. Doch es ist Vorsicht geboten: bei reduzierter Ware neigen wir dazu sie zu kaufen obwohl wir sie gar nicht brauchen. Das kann den Preis in die Höhe treiben.
Tipp 4: Auf Angebote achten und vergleichen: Fast jeder Supermarkt hat Aktionen und Angebote. Besonders bei Produkten, die man in großen Mengen braucht, lohnt es sich bei Aktionen zuzuschlagen. Doch es ist Vorsicht geboten: Bei reduzierter Ware neigen wir dazu, sie zu kaufen, obwohl wir sie gar nicht brauchen. Das kann den Preis in die Höhe treiben. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Tipp 5: Große Packungen kaufen: Ein Tipp der Verbraucherzentrale ist es, größere Packungen zu kaufen – sie haben meist einen günstigeren Grundpreis. Natürlich rentieren sich Großpackungen nur, wenn sie auch wirklich verbraucht werden können.
Tipp 5: Große Packungen kaufen: Ein Tipp der Verbraucherzentrale ist es, größere Packungen zu kaufen – sie haben meist einen günstigeren Grundpreis. Natürlich rentieren sich Großpackungen nur, wenn sie auch wirklich verbraucht werden können. © IMAGO/Jakub Porzycki
Tipp 6: Einkaufsfallen erkennen: In Supermärkten gibt es viele Einkaufsfallen, die für einen teureren Einkauf sorgen können. Dazu gehören irreführende Aktionsschilder, „Mogelpackungen“ und bewusste Produktplatzierungen. Ein Trick, welcher vermutlichen vielen bereits bekannt ist: Die teuersten Produkte stehen in der Regel auf Augenhöhe. Ober- und unterhalb sind die günstigeren.
Tipp 6: Einkaufsfallen erkennen: In Supermärkten gibt es viele Einkaufsfallen, die für einen teureren Einkauf sorgen können. Dazu gehören irreführende Aktionsschilder, „Mogelpackungen“ und bewusste Produktplatzierungen. Ein Trick, welcher vermutlichen vielen bereits bekannt ist: Die teuersten Produkte stehen in der Regel auf Augenhöhe. Ober- und unterhalb sind die günstigeren. © IMAGO/McPHOTO/BilderBox
Tipp 7: Panikkäufe vermeiden: Panikkäufe, wie etwa aufgrund des Ukrainekriegs, sollten unbedingt vermieden werden. Diese führen ebenfalls zu Preissteigerungen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass es wieder zum Kampf um die letzte Packung Klopapier im Supermarkt kommt – so wie zu Beginn der Corona-Pandemie.
Tipp 7: Panikkäufe vermeiden: Panikkäufe, wie etwa aufgrund des Ukrainekriegs, sollten unbedingt vermieden werden. Diese führen ebenfalls zu Preissteigerungen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass es wieder zum Kampf um die letzte Packung Klopapier im Supermarkt kommt – so wie zu Beginn der Corona-Pandemie. © IMAGO/MANUEL GEISSER
Tipp 8: Verzichte mindestens ein mal in der Woche auf Fleisch: Fleisch ist eines der teuersten Lebensmittel, schadet der Umwelt und den Tieren. Ganz einfach kann man auch fleischlose Gerichte zaubern, ohne Ersatzprodukte kaufen zu müssen.
Tipp 8: Verzichte mindestens ein mal in der Woche auf Fleisch: Fleisch ist eines der teuersten Lebensmittel, schadet der Umwelt und den Tieren. Ganz einfach kann man auch fleischlose Gerichte zaubern, ohne Ersatzprodukte kaufen zu müssen. © IMAGO/Larissa Veronesi
Tipp 9: Saisonales Obst und Gemüse kaufen: Saisonale Produkte sind meist günstiger als nicht-saisonale. Das liegt an den hohen Importkosten die für Obst und Gemüse aus dem Ausland anfallen. Außerdem schmecken die saisonalen Früchte auch besser.
Tipp 9: Saisonales Obst und Gemüse kaufen: Saisonale Produkte sind meist günstiger als nicht-saisonale. Das liegt an den hohen Importkosten, die für Obst und Gemüse aus dem Ausland anfallen. Außerdem schmecken die saisonalen Früchte auch besser. © EIBNER/EXPA/Stefanie Oberhauser
Tipp 10: Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche: Das Hahnenwasser wird in Deutschland streng kontrolliert und kann im Normalfall mit dem aus der Flasche mit halten. Es spart also sowohl Geld als auch Energieaufwand beim Kisten schleppen.
Tipp 10: Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche: Das Hahnenwasser wird in Deutschland streng kontrolliert und kann im Normalfall mit dem aus der Flasche mithalten. Es spart also sowohl Geld als auch Energieaufwand beim Kisten schleppen. © IMAGO/Anastasiya Amraeva

Erhöhte Zusatzbeiträge: Mehr als 20 Millionen Versicherte betroffen

Im Oktober des vergangenen Jahres erhöhte die Bundesregierung den Zusatzbeitrag der Krankenkassen um 0,1 Prozent. Es blieb den Krankenkassen jedoch selbst überlassen, ob sie diese Kostensteigerung an ihre Mitglieder weitergeben oder nicht. Kurz darauf gaben 36 deutsche Krankenkassen bekannt, ihre Beiträge zum 1. Januar zu erhöhen. Eine fast ebenso große Anzahl hielt an ihren bisherigen Tarifen fest, einige wenige reduzierten ihre Preise sogar.

Die Servicezeit des WDR berichtete ebenfalls über die Beitragserhöhungen bei zahlreichen Krankenkassen. Laut der Sendung sind mehr als 20 Millionen Versicherte von den Preiserhöhungen betroffen. Daher haben Verbraucherschützer die Erhöhungen genau unter die Lupe genommen: „Alle Krankenkassen dürfen diesen Zusatzbeitrag erheben. Der liegt im Moment zwischen 0,9 und 2,7 Prozent. Dadurch sind manche Krankenkassen günstiger und andere teurer“, so Julika Unger von der Verbraucherzentrale.

Bis zu 600 Euro Ersparnis: Wechsel der Krankenkasse wegen erhöhter Zusatzbeiträge kann sich lohnen

Die AOK Nordost führt die Liste der Krankenkassen mit der höchsten Erhöhung des Zusatzbeitrags an, wie die Servicezeit berichtet. Die Krankenkasse hat den Zusatzbeitrag von 1,9 auf 2,7 Prozent angehoben, was dem Höchstsatz entspricht. Angesichts solcher Zahlen könnte ein Krankenkassenwechsel durchaus lohnenswert sein. Versicherte sollten daher genau prüfen, ob und um wie viel Prozent der Zusatzbeitrag ihrer Krankenkasse gestiegen ist.

Ein Wechsel der Krankenkasse kann sich aufgrund gestiegener Zusatzbeiträge bezahlt machen.

„Bei einem Wechsel der Krankenkasse wäre drin, zwischen 100 und 600 Euro im Jahr zu sparen. Das hängt natürlich davon ab, was für ein Bruttoeinkommen ich habe, darauf wird der Zusatzbeitrag gerechnet“, rät Julika Unger. Es ist zu beachten, dass normalerweise eine Kündigungsfrist von zwei Monaten gilt. Bei der neuen Krankenkasse sind die Versicherten dann zwölf Monate gebunden.

Bei der Wahl einer neuen Krankenkasse sollte nicht nur der Preis, sondern auch die angebotenen Leistungen berücksichtigt werden. Nicht alle Krankenkassen bieten die gleichen Leistungen im Bereich der Zahnmedizin oder beispielsweise bei Sportprogrammen an. Welche Krankenkasse in welcher Lebenslage die richtige ist, darüber klären Experten auf.

Wenn Versicherte derzeit in Behandlung sind oder gerade erst ein Hilfsmittel genehmigt wurde, könnte es ratsam sein, mit dem Wechsel der Krankenkasse zu warten. Der Wechsel zu einer neuen Krankenkasse ist unkompliziert: Versicherte müssen sich lediglich bei der neuen Kasse anmelden. Die Abmeldung bei der bisherigen Krankenkasse wird von der neuen Kasse übernommen. (rd/jm)

Der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa

Kommentare