Steigende Zahlen erwartet

Eris: Aktuelle Corona-Variante kann Grippesymptome auslösen

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Zurzeit gibt es wieder mehr an Corona erkrankte Menschen in Deutschland. Grund zur Sorge sei das allerdings nicht, sagen Experten.

Die aktuelle Corona-Variante heißt EG.5 und ist eine Untervariante von Omikron. Bekannt ist sie auch unter dem Begriff „Eris“. Eris lässt die 7-Tages-Inzidenz in Deutschland wieder ein wenig nach oben klettern. Grund zur Sorge gebe es momentan aber keinen, sagt unter anderem Epidemiologe Klaus Stöhr gegenüber dem Deutschlandfunk. Wer an Eris erkrankt, der weist in der Regel ähnliche Symptome wie bei einer vorhergegangenen Corona-Infektion auf.

Bei Symptomen am besten isolieren

Ein Blick auf den Corona-Pandemieradar des Bundesgesundheitsministeriums zeigt, dass die 7-Tages-Inzidenz zurzeit bei sechs liegt und damit doppelt so hoch wie noch vergangene Woche. Es ist also ein Anstieg der Infektionen festzustellen. Außerdem vermuten Expertinnen und Experten eine hohe Dunkelziffer, da sich viele Erkrankte momentan nicht testen lassen würden. Besorgniserregend sei das jedoch nicht, sagt Epidemiologe Klaus Stöhr. Das Inzidenz-Niveau sei sehr niedrig und in der Gesellschaft herrsche eine hohe Immunisierung vor. Dass sich die Infektionen zum Herbst und Winter wieder mehren würden, sei zu erwarten.

Die aktuelle Eris-Variante ist leichter übertragbar als es Omikron war, führt grundsätzlich aber nicht zu einem schwereren Krankheitsverlauf. Bei folgenden Corona-typischen Symptomen sollten Sie auf jeden Fall Zuhause bleiben und sich isolieren:

  • Husten
  • Schnupfen
  • Fieber
  • Gliederschmerzen
  • Geruchs- und Geschmacksverlust

Da diese Symptome teilweise auch bei einer Grippe oder Erkältung auftreten, lohnt es sich, bei Corona-Verdacht einen Test zu machen.

Wer sich mit der Eris-Coronavariante ansteckt, kann Fieber bekommen. (Symbolbild)

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Impfung im Herbst erwartet

Für Menschen über 60 empfehlen Ärztinnen und Ärzte eine Corona-Impfung mit dem ab Herbst erhältlichen, neuen Impfstoff. Auch immunschwache Personen sollten sich um eine Impfung kümmern. Familienangehörige oder enge Bezugspersonen geschwächter Menschen sollten sich ebenfalls wiederholt immunisieren lassen. Wann genau der neue Impfstoff erscheint, ist bisher noch unklar. Gesunde Menschen, die bereits eine Infektion überstanden haben und geimpft wurden, müssen sich nicht nochmals impfen lassen. Eine Kombi-Impfung gegen Corona und Grippe wird es in diesem Jahr noch nicht geben. Wer sich jedoch gegen Grippe immunisieren lässt, kann diesen Termin auch direkt mit der Corona-Impfung verbinden.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16)
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © dpa
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Auslöser der Tuberkulose sind Bakterien (Mycobacterium tuberculosis)
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

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