VonJudith Braunschließen
Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind klassische Anzeichen für einen Eisenmangel. Doch nicht nur sie liefern Hinweise auf eine mögliche Anämie.
Ist der Eisenbedarf im menschlichen Körper höher als die Eisenaufnahme, dann kann ein Eisenmangel enstehen. Normalerweise nehmen wir Eisen über die Nahrung auf. Dabei gibt es Lebensmittel, die als geeignete Eisenlieferanten gelten wie etwa Fisch, Fleisch und Nüsse. Allerdings können manche Nahrungsmittel dem Körper auch Eisen entziehen. Dazu zählt beispielsweise Kaffee. Liegt ein Eisenmangel vor, macht sich dieser durch verschiedene Symptome bemerkbar.
Wie erkenne ich einen Eisenmangel? Sechs typische Symptome
Wegen eines Mangels an Eisen kann der Körper nicht mehr genügend des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin produzieren. Dieses befindet sich in den roten Blutkörperchen und ist verantwortlich dafür, Sauerstoff zu binden und diesen bei Bedarf an die Zellen abzugeben. Bei einer Eisenmangelanämie werden die Organe jedoch nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Eine der häufigsten Ursachen von Eisenmangel ist dabei eine Blutarmut. Liegt ein Eisenmangel vor, dann treten folgende typischen Symptome auf:
- Müdigkeit
- allgemeines Schwächegefühl (mit Abgeschlagenheit und Leistungsabfall)
- Blässe
- Schwindel
- Herzklopfen
- Kurzatmigkeit (insbesondere unter Belastung)
Neben diesen klassischen Anzeichen zeigen sich seltener Symptome wie rissige Mundwinkel, rauhe und rissige Haut, brüchige Nägel, glanzloses und sprödes Haar, ungewöhnliche Essgelüste (auf Eiswürfel, Kalk oder Erde) oder Zungenbrennen (mit Schmerzen beim Schlucken).
Eisenmangel: Diagnose und Behandlung
Liegt ein Verdacht auf einen Eisenmangel vor, dann sollten Sie Ihren Hausarzt konsultieren. Mithilfe einer Blutabnahme kann der Eisenhaushalt untersucht werden. Um eine Anämie feststellen zu können, spielen verschiedene Werte eine wichtige Rolle, wie etwa die Anzahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) oder der Hämoglobinwert (Menge des roten Blutfarbstoffes). Wird ein Eisenmangel festgestellt, gilt es, die Ursache herauszufinden. Dies ist auch für die Behandlung wichtig. Manchmal reicht eine Umstellung der Ernährung aus, um den Eisenmangel auszugleichen. Liegt bereits eine Anämie vor, erfolgt meist eine Behandlung mit Eisenpräparaten.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.
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