Katzengesundheit

Friert meine Katze? Woran Sie erkennen können, dass Ihrem Tier kalt ist

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Frieren Katzen, kann das für die Tiere lebensgefährlich werden. Welche sechs Anzeichen darauf hindeuten, dass Ihrem Stubentiger kalt ist und was Sie tun können, um ihn wieder aufzuwärmen.

Dank ihres dichten Winterfells sind Katzen gut vor Kälte geschützt, sodass ihnen auch Minusgrade im Normalfall nicht so schnell etwas ausmachen. Je nach Rasse halten die Tiere sogar Temperaturen von bis zu -20 Grad aus. Doch genau wie beim Menschen ist das Kälteempfinden auch bei Katzen individuell. Verschiedene Faktoren spielen eine wichtige Rolle dabei, wie schnell eine Katze friert:

  • Immunschwache, kranke und frisch operierte Katzen frieren meist schneller, genau wie alte und sehr junge Katzen.
  • Katzen mit dünnem und weniger dichtem Fell wird schneller kalt.
  • Während sich Freigängerkatzen an Temperaturunterschiede gewöhnen, frieren reine Wohnungskatzen schneller.
  • Haben sie ein nasses Fell, beginnen auch gesunde Katzen zu frösteln.

Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass Ihre Katze friert

Friert Ihre Katze, kann es hilfreich sein, sie in eine Decke zu packen, damit sie sich aufwärmen kann. (Symbolbild)

Sinkt die Körperkerntemperatur von Katzen unter den Normbereich, frieren sie. Katzenbesitzer kennen ihre Tiere selbst am besten und haben ein Gespür dafür, wenn es der Samtpfote nicht gut geht. In der Regel können Sie jedoch auf die folgenden Anzeichen achten, um festzustellen, ob Ihrer Katze kalt ist.

  • Ohren, Pfoten und Schwanzspitze der Katze fühlen sich kalt an.
  • Die Katze ist in der Nähe der Heizung, vor dem Kamin oder in der Sonne zu finden.
  • Fest eingerollt oder zusammengekauert, mit aufgeplustertem Fell: So versucht die Katze, Wärme zu speichern.
  • Die Schleimhaut im Maul der Katze ist entweder auffallend blass oder bläulich verfärbt.
  • Die Katze hält ihre Augen fast dauerhaft geschlossen oder öffnet sie nur zu Schlitzen.
  • Der Stubentiger zittert über einen längeren Zeitpunkt stark.

Eine Körpertemperatur unter 37,5 Grad deutet auf eine Unterkühlung hin. Wirkt die Katze geschwächt und apathisch, hat Atemprobleme, steife Muskeln, einen niedrigen Blutdruck sowie eine flache Atmung, sollten Sie unverzüglich zu einem Tierarzt fahren. Die Folgen einer Unterkühlung können verheerend sein: Es droht nicht nur eine Erkältung oder eine Blasenentzündung, sondern im schlimmsten Fall der Tod. Das TAPS-Schema hilft Ihnen außerdem dabei, zu erkennen, ob Ihre Katze ein medizinischer Notfall ist.

Zehn No-Gos von Katzen: auf dem Arm getragen werden, laute Geräusche & Co.

Eine schlafende Katze.
Auch wenn sie dabei besonders niedlich und hübsch aussehen, hassen es Katzen, beim Schlafen gestört zu werden. Sie benötigen täglich ausreichend Schlaf, um mit ihrer Energie zu haushalten sowie zur Kontrolle des Stoffwechsels. Genauso wenig schätzen die Stubentiger es im Übrigen, wenn man sie beim Fressen stört. © VWPics/Imago
Eine Katze – man sieht nur ihre Beine – sitzt vor zwei aufeinandergestapelten Mandarinen.
Katzen haben ein feines Näschen und können manche beißenden oder stechenden Gerüche nicht ausstehen. Dazu gehören ätherische Öle, der Geruch bestimmter Lebensmittel oder manche Küchendüfte. Zitrusaromen, Kaffeesatz, Bananenschalen, Zwiebeln, Knoblauch und Essig schlagen manche Katzen direkt in die Flucht. Auch einige Zimmerpflanzen, Blumen oder die ätherischen Düfte von Tannennadeln empfinden Katzen als extrem unangenehm. Der Vorteil: Die meisten der verhassten Pflanzen könnten bei Verzehr giftig sein. Menschengemachte Gerüche wie Haushaltsreiniger und Parfums sind für Katzen überwiegend zu stark und werden daher als störend empfunden. © Pond5 Images/Imago
Ein Babykätzchen versteckt sich.
Neben ihrem feinen Näschen besitzen Katzen auch ein extrem empfindliches Gehör. Damit reagieren sie auf Veränderungen in ihrer Umgebung. Wird es um sie herum plötzlich laut, können sie nicht zuordnen, weshalb das passiert. Aus diesem Grund ertragen sie keine lauten Geräusche – sogar Streit kann für sie zur Belastung werden. © Panthermedia/Imago
Eine Katze kuschelt sich an eine Frau, die gerade Yoga macht.
Streicheln, kuscheln, anfassen – für Katzen ist das nicht immer ein Genuss. Erfahrene Katzenbesitzer wissen, dass die Stubentiger hin und wieder empfindlich auf Berührungen reagieren können. Lassen Sie die Mieze ihre eigenen Regeln machen und warten Sie am besten darauf, dass sie zu Ihnen kommt. Streicht sie um Ihre Beine oder stupst Sie mit dem Näschen an, möchte sie gestreichelt werden. © Zoonar/Imago
Eine Katze sitzt vor einer geschlossenen Holztüre.
Katzen mögen keine Frustration. Dazu gehören nicht nur verschlossene Türen, sondern auch Spiele, bei denen sie nicht gewinnen können. Bleibt die Belohnung aus oder wird der Jagdtrieb nicht befriedigt, ist es mit der guten Laune vorbei. Verschlossene Türen hingegen widersprechen der neugierigen Natur von Katzen. Hören sie dann auch noch Geräusche dahinter, wie beispielsweise von ihren Besitzern, kann der Katzenjammer schnell groß werden. © Danita Delimont/Imago
Ein Katzenbaby und ein Entenbaby beschnuppern sich.
Die meisten Katzenbesitzer meinen es gut, wenn sie ihren Tieren tief in die Augen blicken. Was sie dabei nicht wissen, ist, dass Katzen das Angestarrt werden als Bedrohung wahrnehmen. Aus Sicht einer Katze ist es höflich, sie nur kurz anzuschauen. Geheimtipp: Möchten Sie Ihrem Liebling sagen, dass Sie ihn lieben, blinzeln Sie ihn langsam, aber kurz an. © Image Source/Imago
Zwei schwarze Katzen beäugen einen Saugroboter misstrauisch.
Katzen können Staubsauger nicht ausstehen. Sie empfinden ihn nicht nur als zu laut, sondern auch als unberechenbar. Kein Wunder: Er bewegt sich durch das ganze Haus und damit, ohne zu fragen, durch ihr Revier. Er reinigt ihre Lieblingsplätze, aus ihrer Sicht, ohne Grund. Nur wirklich gelassene Artgenossen ertragen den saugenden Mitbewohner. © Westend61/Imago
Eine Katze sitzt mit großen Augen auf einem Menschenarm.
Eine Sache, die fast alle Katzenbesitzer tun, die jedoch für die meisten Katzen ein Graus ist: Die geliebten Haustiere hochheben und sie auf dem Arm tragen. Die gelassenen Exemplare lassen die Tortur über sich ergehen, viele wehren sich jedoch vehement dagegen. Der Grund ist eigentlich offensichtlich. Oftmals werden Katzen in dieser Position dazu gezwungen, ihren empfindlichen Bauch zu präsentieren. Sie sind dann verletzlich und empfinden das Getragen werden als unangenehm. © blickwinkel/Imago
Einer Katze wird ein Duschkopf über ihren Kopf gehalten.
Es stimmt, dass viele Katzen wasserscheu sind. Baden ist für diese Tiere aber nicht nur eine reine Qual, sondern in den meisten Fällen auch unnötig. Genauso verhält es sich, wenn ein verärgerter Nachbar den Wasserschlauch auf die Stubentiger hält. Allerdings ist es möglich, junge Kätzchen frühzeitig an Wasser zu gewöhnen. Ob Baden dann notwendig ist, sollten sich Katzenhalter dennoch gut überlegen, denn für gewöhnlich halten sich die Tiere selbst am besten sauber. In Ausnahmefällen wie Verletzungen oder Alterserscheinungen kann ein Bad jedoch eine sinnvolle Ausnahme darstellen. © YAY Images/Imago
Eine Katze leckt ihre Pfoten mit der Zunge.
Katzen sind sehr reinlich und mögen es auch in ihrer Umgebung am liebsten sauber und gepflegt. Altes Futter oder ein schmutziges Katzenklo können die Samtpfoten daher gar nicht leiden. Taucht in der Katzentoilette also ein Häufchen auf, entfernen Sie es besser und stellen damit sicher, dass Ihre Katze auch beim nächsten Bedürfnis ihr Klo und keinen anderen Ort in der Wohnung wählt. © YAY Images/Imago

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Autofahrer aufgepasst: Motorraum als Wärmestube

Im Winter sollten Autofahrer vor dem Losfahren den Motorraum checken, um sicherzugehen, dass sich dort keine Katze versteckt hat. Denn gerade an kalten Tagen kann es vorkommen, dass sich Streuner den noch aufgeheizten Motorraum zunutze machen, um etwas Wärme abzubekommen.

Gesunde Körpertemperatur einer Katze

Laut dem Veterinärmedizinischen Zentrum Berlin liegt die normale Körpertemperatur „einer gesunden, nicht gestressten Katze im Bereich zwischen 36,7 °C und 38,9 °C.“

Bei Kitten und Katzen in Stresssituationen (beispielsweise beim Tierarzt) oder nach körperlicher Anstrengung sei auch eine Körpertemperatur bis 39,8 °C unbedenklich.

Wie Sie der Katze helfen können, sich wieder aufzuwärmen

Sinkt die Körpertemperatur, friert die Katze und der Körper erhöht seine Wärmeproduktion automatisch. Aktive Bewegung und das typische Zittern der Muskeln sorgen dafür, dass die Temperatur wieder hochgefahren wird. Erkennen Sie als Katzenbesitzer, dass Ihre Katze friert, können Sie Ihren Stubentiger außerdem mit folgenden Maßnahmen beim Aufwärmen unterstützen:

  • Ein warmer Ort, an den sich die Katze zurückziehen kann, sollte sowohl für Freigänger als auch für Wohnungskatzen zur Verfügung stehen.
  • Nasse Tiere sollten abgetrocknet und in eine Decke gewickelt werden.
  • Warmes Wasser zum Trinken hilft der Katze dabei, sich auch von innen wieder aufzuwärmen.
  • Eine Wärmflasche, eingewickelt in ein Handtuch, oder eine Wärmelampe unterstützen das rasche Aufwärmen. Auch eine spezielle Heizdecke für Katzen ist hilfreich. Achten Sie bei den Hilfsmitteln darauf, dass sich die Katze nicht verbrennen kann.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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