Friert meine Katze? Woran Sie erkennen können, dass Ihrem Tier kalt ist
VonSophie Kluß
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Frieren Katzen, kann das für die Tiere lebensgefährlich werden. Welche sechs Anzeichen darauf hindeuten, dass Ihrem Stubentiger kalt ist und was Sie tun können, um ihn wieder aufzuwärmen.
Dank ihres dichten Winterfells sind Katzen gut vor Kälte geschützt, sodass ihnen auch Minusgrade im Normalfall nicht so schnell etwas ausmachen. Je nach Rasse halten die Tiere sogar Temperaturen von bis zu -20 Grad aus. Doch genau wie beim Menschen ist das Kälteempfinden auch bei Katzen individuell. Verschiedene Faktoren spielen eine wichtige Rolle dabei, wie schnell eine Katze friert:
Immunschwache, kranke und frisch operierte Katzen frieren meist schneller, genau wie alte und sehr junge Katzen.
Katzen mit dünnem und weniger dichtem Fell wird schneller kalt.
Während sich Freigängerkatzen an Temperaturunterschiede gewöhnen, frieren reine Wohnungskatzen schneller.
Haben sie ein nasses Fell, beginnen auch gesunde Katzen zu frösteln.
Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass Ihre Katze friert
Sinkt die Körperkerntemperatur von Katzen unter den Normbereich, frieren sie. Katzenbesitzer kennen ihre Tiere selbst am besten und haben ein Gespür dafür, wenn es der Samtpfote nicht gut geht. In der Regel können Sie jedoch auf die folgenden Anzeichen achten, um festzustellen, ob Ihrer Katze kalt ist.
Ohren, Pfoten und Schwanzspitze der Katze fühlen sich kalt an.
Die Katze ist in der Nähe der Heizung, vor dem Kamin oder in der Sonne zu finden.
Fest eingerollt oder zusammengekauert, mit aufgeplustertem Fell: So versucht die Katze, Wärme zu speichern.
Die Schleimhaut im Maul der Katze ist entweder auffallend blass oder bläulich verfärbt.
Die Katze hält ihre Augen fast dauerhaft geschlossen oder öffnet sie nur zu Schlitzen.
Der Stubentiger zittert über einen längeren Zeitpunkt stark.
Eine Körpertemperatur unter 37,5 Grad deutet auf eine Unterkühlung hin. Wirkt die Katze geschwächt und apathisch, hat Atemprobleme, steife Muskeln, einen niedrigen Blutdruck sowie eine flache Atmung, sollten Sie unverzüglich zu einem Tierarzt fahren. Die Folgen einer Unterkühlung können verheerend sein: Es droht nicht nur eine Erkältung oder eine Blasenentzündung, sondern im schlimmsten Fall der Tod. Das TAPS-Schema hilft Ihnen außerdem dabei, zu erkennen, ob Ihre Katze ein medizinischer Notfall ist.
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Im Winter sollten Autofahrer vor dem Losfahren den Motorraum checken, um sicherzugehen, dass sich dort keine Katze versteckt hat. Denn gerade an kalten Tagen kann es vorkommen, dass sich Streuner den noch aufgeheizten Motorraum zunutze machen, um etwas Wärme abzubekommen.
Gesunde Körpertemperatur einer Katze
Laut dem Veterinärmedizinischen Zentrum Berlin liegt die normale Körpertemperatur „einer gesunden, nicht gestressten Katze im Bereich zwischen 36,7 °C und 38,9 °C.“
Bei Kitten und Katzen in Stresssituationen (beispielsweise beim Tierarzt) oder nach körperlicher Anstrengung sei auch eine Körpertemperatur bis 39,8 °C unbedenklich.
Wie Sie der Katze helfen können, sich wieder aufzuwärmen
Sinkt die Körpertemperatur, friert die Katze und der Körper erhöht seine Wärmeproduktion automatisch. Aktive Bewegung und das typische Zittern der Muskeln sorgen dafür, dass die Temperatur wieder hochgefahren wird. Erkennen Sie als Katzenbesitzer, dass Ihre Katze friert, können Sie Ihren Stubentiger außerdem mit folgenden Maßnahmen beim Aufwärmen unterstützen:
Nasse Tiere sollten abgetrocknet und in eine Decke gewickelt werden.
Warmes Wasser zum Trinken hilft der Katze dabei, sich auch von innen wieder aufzuwärmen.
Eine Wärmflasche, eingewickelt in ein Handtuch, oder eine Wärmelampe unterstützen das rasche Aufwärmen. Auch eine spezielle Heizdecke für Katzen ist hilfreich. Achten Sie bei den Hilfsmitteln darauf, dass sich die Katze nicht verbrennen kann.