Blutgerinnsel vermeiden

Einer Thrombose vorbeugen: Trinken Sie ausreichend Wasser

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Eine Thrombose entsteht durch Blutgerinnung im Gefäß und kann zu schweren Folgen wie Herzinfarkt oder Lungenembolie führen. Es gibt Möglichkeiten, ein Blutgerinnsel zu verhindern.

Eine Venenthrombose kann letztlich an verschiedenen Stellen im Körper auftreten, wie in den Beinen, Armen, im Schultergürtel, Becken oder gar Gehirn. Ursache ist ein Blutgerinnsel, das ein Blutgefäß blockiert. Wenn sich dann ein Teil des Thrombus löst, kann dieser mit dem Blutstrom bis zum Herz oder zur Lunge gelangen und dort einen Herzinfarkt oder eine lebensbedrohliche Lungenembolie verursachen. Es gibt Risikofaktoren im Alltag, die eine Thrombose begünstigen können – manche davon können Sie durch Änderung der Lebensgewohnheiten reduzieren oder ganz ausschließen.

Thrombose durch bestimmte Lebensgewohnheiten vermeiden

Trinken Sie über den Tag verteilt mindestens 2 Liter Wasser, gerade an warmen Tagen, um letztlich auch einer Thrombose vorbeugen zu können.

Bestimmte Risikofaktoren für eine Thrombose, wie ein höheres Lebensalter, eine angeborene Blutgerinnungsstörung oder auch Krebserkrankung, können nicht beeinflusst werden – gewisse Gewohnheiten im Alltag jedoch schon, damit sich kein Blutgerinnsel in den Venen bildet, wie die Apotheken Umschau erläutert.

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Nüsse bremsen die Arterienverkalkung.
Nüsse bremsen die Arterienverkalkung. Sie enthalten Ballaststoffe, Magnesium, mehrfach ungesättigte Fette, Vitamin E und Antioxidantien – alles Bestandteile, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Vor allem in Mandeln, Hasel- und Erdnüssen ist reichlich Vitamin E enthalten, das die Aufnahme der schädlichen LDL-Fettpartikel im Blut verhindert und so vor Arteriosklerose schützt. (Symbolbild) © Achim Sass/Imago
Spinat ist reich an Folsäure, das vor Arterienverkalkung schützt.
Spinat ist reich an Folsäure, die vor Arterienverkalkung schützt. Es enthält viel Vitamin D und E, welche die Aufnahme des schlechten LDL-Cholesterin verhindert, wodurch weniger Ablagerungen entstehen und die Arterien nicht verengt werden. (Symbolbild) © Vitalina-Rybakova/Imago
Olivenöl senkt Blutdruck und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Arteriosklerose reduziert wird.
Laut „Deutscher Herzstifung“ senkt Olivenöl nachweislich das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Ablagerungen in den Gefäßen, der Arteriosklerose, ebenfalls vermindert wird. Die Gefahr, an einer Herzkranzgefäßerkrankung zu erkranken, reduziert sich erwiesenermaßen. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Zwiebel und Knoblauch wirken als natürliche Gefäßputzer, da ihre enthaltenen Öle Arteriosklerose vorbeugen.
Zwiebel und Knoblauch geben unseren Gerichten nicht nur den nötigen Pfiff, sie wirken auch als natürliche Gefäßputzer, da ihre enthaltenen Öle Arteriosklerose vorbeugen. Vor allem Knoblauch kann das Herz gesund halten: Die Knolle regt die Stickstoffproduktion im Körper an und verbessert dadurch die Dehnbarkeit und Elastizität unserer Arterien. (Symbolbild) © YAY Images/Imago
Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindern die Bildung von Blutgerinnseln und verhindern Arterienverkalkung.
Der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindert die Bildung von Blutgerinnseln und wirkt der Plaques-Bildung an den Wänden der Arterien entgegen. (Symbolbild) © foodandmore/Imago
Avocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche die Zellen elastisch halten und verhindern, dass die Arterien verstopfen.
Laut „Medical Tribune“ reduziert der Verzehr von Avocado schädliche Lipoproteine. Avocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche die Zellen elastisch halten und verhindern, dass die Arterien verstopfen. Also ruhig öfters mal Guacamole auf den Speiseplan nehmen, den auch hierzulande beliebten Avocado-Dip der mexikanischen Küche. (Symbolbild) © Artjazz/Imago
Besonders Red Delicious oder Granny Smith-Äpfel enthalten sogenannte Procyanidine, die Blutgerinnseln und Arterienverkalkung vorbeugen.
Besonders Red Delicious oder Granny Smith-Äpfel enthalten sogenannte Procyanidine. Das sind Stoffe, die die Fähigkeit besitzen, Blutgerinnseln vorzubeugen. Darüber hinaus können sie auch die Arterien elastisch halten und stärken. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Vor allem rote Grapefruits können erhöhte Blutfettwerte, ein Hauptrisiko für das Entstehen von Arteriosklerose dar, senken.
Grapefruits sind nicht nur reich an Vitamin C, sie helfen auch beim Abnehmen. Zudem haben israelische Forscher herausgefunden, dass vor allem rote Grapefruits stark erhöhte Blutfettwerte positiv beeinflussen können. Erhöhte Blutfettwerte stellen ein Hauptrisiko für das Entstehen von Arteriosklerose dar, so die „Deutsche Apotheker Zeitung“. (Symbolbild) © Lubo Ivanko/Imago
Anthocyane der Heidelbeere sollen die Gefäße elastisch halten und so vor Arterienverkalkung schützen.
Blaubeeren gehen immer, als Dessert oder Snack zwischendurch – vor allen Dingen, weil sie durch ihre sekundären Pflanzenstoffe, die sogenannten Flavonoide, freie Radikale im Körper unschädlich machen. Anthocyane, die Wirkstoffe der Heidelbeere, sollen Entzündungen im Körper entgegenwirken, die Gefäße elastisch halten und so vor Arterienverkalkung schützen. (Symbolbild) © Larissa Veronesi/Imago
Grüner Tee enhält Procyanidine, das die Elastizität der Arterien steigert.
Wie Äpfel enthält auch grüner Tee Procyanidine, das die Elastizität der Arterien steigert und den Sauerstoff sowie die Nährstoffe besser zu den Geweben, Muskeln und Organen transportieren kann. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Damit letztlich das Blut nicht unvorhergesehen im Körper gerinnt, wo dies nicht vorgesehen ist und dadurch das Gefäß teilweise oder komplett in Form einer Thrombose verschlossen werden könnte, raten Mediziner zu:

  • Ausreichend trinken: Es wird empfohlen, mindestens zwei Liter täglich an Flüssigkeit – am besten Wasser – zu sich zu nehmen.
  • Ausreichend Bewegung: Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Trailrunning, Joggen oder Wandern oder auch Tanzen aktivieren die Muskeln, wodurch der Blutfluss in den Beinvenen unterstützt wird. Auch schnelles Spazierengehen kann für die Durchblutung der Beine förderlich sein.
  • Langes Sitzen und Stehen vermeiden: Wer beispielsweise durch den Beruf viel sitzt, sollte zwischendurch immer wieder Fußgymnastik in den Berufsalltag einbauen oder regelmäßige Aufstehpausenmachen sowie wenn möglich die Füße etwas erhöht lagern.
  • Übergewicht vermeiden oder reduzieren: eine Untersuchung zeigt, dass mit höherem Gewicht und Body-Mass-Index (BMI) das Risiko für eine Thrombose steigt.
  • Rauchen vermeiden oder ganz einstellen: Nikotin verengt die Blutgefäße, sodass dadurch das Risiko eines Blutgerinnsels und einer Thrombose steigt.
  • Venen nicht abschnüren: Die Beine über längere Zeit übereinander zu schlagen oder anzuwinkeln ist für eine einwandfreie Blutzirkulation nicht optimal und kann die Blutgerinnsel-Bildung fördern. Auch zu enge Strümpfe oder Stützhosen sowie Stützunterwäsche kann die Venen einengen.
  • Pille zur Verhütung absetzen oder auf andere Möglichkeiten umstellen: Das Kontrazeptivum beeinflusst die gerinnungsfördernden Stoffe im Blut, sodass die Gefahr einer Thrombose auf lange Sicht größer ist.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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