Sonderregelung

Kind im Auto ohne Kindersitz befördern: In einem Sonderfall erlaubt

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Wer ein Kind im Auto ohne Kindersitz mitnimmt, riskiert ein Bußgeld. Ein Experte vom ADAC macht jedoch auf eine Ausnahme aufmerksam.

Knautschzone, Sicherheitsgurte und Airbags: All das und noch viel mehr ist in modernen Autos selbstverständlich. Innovationen dieser Art haben das Risiko schwerer Verletzungen bei einem Unfall in den vergangenen Jahrzehnten deutlich reduziert. Und die Entwicklung geht immer weiter: Seit Juli 2024 sind in Neuwagen zahlreiche Assistenzsysteme Pflicht – und auch ein zweistufiger Airbag könnte Autofahren noch sicherer machen. Kinder brauchen im Auto aber einen speziellen Schutz, deswegen sind für sie bereits von Geburt an entsprechende „Rückhaltesysteme“ vorgeschrieben. Es gibt aber einen Fall, in denen man ausnahmsweise auf den Kindersitz verzichten kann.

Auf die Rückbank passen nur zwei Kindersitze – muss ein drittes Kind draußen bleiben?

Keine Frage: Niemand möchte Kinder auf der Autofahrt einer Gefahr aussetzen, deswegen achten verantwortungsvolle Erwachsene auch darauf, dass alle in einem entsprechenden Sitz sicher verstaut sind. Allerdings brauchen Kindersitze eine Menge Platz – weshalb in so manchem Kleinwagen auf die Rückbank maximal zwei Kindersitze passen. Doch: Muss nun ein befreundeter Spielkamerad deshalb zurückbleiben?

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„Familienprivileg“: In einem Sonderfall ist die Mitnahme eines Kindes ohne Kindersitz laut ADAC erlaubt

Laut ADAC gilt hier das sogenannte „Familienprivileg“: Ausnahmsweise kann das dritte Kind in diesem Fall auf der Rückbank ohne entsprechenden Sitz mitfahren – aber nur, wenn es älter als drei Jahre ist. Das erklärt Clubjurist Bastian Metzger in einem YouTube-Video. Selbstverständlich muss aber auch dieses Kind angeschnallt werden. Und auch die Verwendung einer Sitzerhöhung ist laut Automobilclub unbedingt empfehlenswert.

Kinder dürfen in Deutschland im Auto nur in einem entsprechenden Kindersitz befördert werden – es gibt jedoch eine Ausnahme. (Symbolbild)

Nachzulesen ist die Regelung in der Straßenverkehrs-Ordnung § 21 Absatz 1a. Hier heißt es, dass Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr auf den Rücksitzen mit den vorgeschriebenen Sicherheitsgurten gesichert werden dürfen, „soweit wegen der Sicherung anderer Kinder mit Kinderrückhalteeinrichtungen für die Befestigung weiterer Rückhalteeinrichtungen für Kinder keine Möglichkeit besteht“.

Die zehn hässlichsten Autos aller Zeiten: Design-Sünden der Hersteller

Die erste Generation der Mercedes A-Klasse.
Platz 10: Mercedes-Benz A-Klasse. Die ersten Generationen der A-Klasse waren alles andere als eine Schönheit. Seit 2012 kann sich der Kompaktwagen jedoch sehen lassen. Dennoch fliegt die A-Klasse bald aus dem Programm. © Mercedes-Benz AG
Audi A2
Platz 9: Audi A2. Natürlich darf auch der A2 in diesem Ranking nicht fehlen. Hier ging der Nutzen klar vor Design. Mit einem cw-Wert von 0,252 kann der Kompaktwagen locker mit modernen Stromern mithalten. Und auch sonst war der Audi A2 seiner Zeit weit voraus. Vermutlich etwas zu weit, denn 2005 wurde die Produktion nach sechs Jahren eingestellt. Inzwischen genießt der Ingolstädter einen Kult-Status. © Heritage Images/Imago
Ein Chrysler PT Cruiser von 2009 auf der San Diego International Auto Show
Platz 8: Chrysler PT Cruiser. Den Kompatkwagen gab es alternativ auch als Cabrio. Optisch erinnert der PT Cruiser durch seine lange Motorhaube etwas an die Autos der 20er oder 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. 2010 war nach zehn Jahren Bauzeit und einem Facelift dann Schluss. © UPI Photo/Imago
Ford Edsel Villager
Platz 7: Ford Edsel Villager. Ende der 1950er-Jahre führte die Ford Motor Company die Tochtermarke Edsel ein. Ab 1958 ging diese unter anderem mit dem Villager auf Kundenfang. Wirklich beliebt waren die Marke und ihre Modelle damals jedoch nicht. Das lag aber viel mehr an dem ungewöhnlich hohen ovalen Kühlergrill, der so manchen Kritiker an einen Toilettensitz erinnerte. Nach drei Jahren war dann Schluss mit Edsel und dem Villager. Für Ford ein teurer Flop, der fast für den Ruin des US-Autogiganten gesorgt hätte. © Chromorange/Imago
Ein Alfa Romeo SZ.
Platz 6: Alfa Romeo SZ. Nicht schön, dafür aber teuer. Der Alfa Romeo SZ kostete Anfang der 1990er-Jahre sagenhafte 100.000 DM (ca. 51.129 Euro). Der Sportwagen war zudem auf 1.000 Exemplare limitiert. Ob die Italiener wussten, dass der Sportwagen nicht besonders gelungen ist? © Alfa Romeo
Pontiac Aztek
Platz 5: Pontiac Aztek. Von 2001 bis 2005 baute Pontiac diese „Schönheit“. Der Crossover-SUV verkaufte sich immerhin rund 1115.000 Mal. Zu besonderem Ruhm kam der Aztek zudem durch die TV-Serie „Breaking Bad“, in der er von der Hauptfigur Walter White gefahren wird. Allerdings wird der SUV in jeder Episode beschädigt. © Daniel Lippitt/AFP
SsangYong Rodius
Platz 4: SsangYong Rodius. Für einen Platz auf dem Podium hat es für den Koreaner nicht ganz gereicht. Gleiches gilt aber auch für ein eigenständiges Design. Der Kühler erinnert etwas an den PT Cruiser, das Heck hingegen hat man sich bei Mercedes geborgt. Eine Idee, die man womöglich erst hatte, als das Auto schon fertig war, denn es wirkt wie nachträglich aufgesetzt. Trotzdem wurde der Van in zwei Generationen von 2004 bis 2019 gebaut. © SsangYong
Nissan S-Cargo
Platz 3: Nissan S-Cargo. Was aussieht wie ein Modellauto für Kinder, wurde von Nissan tatsächlich von 1989 bis 1992 gebaut. Warum genau wissen wohl nur die Designer und Manager des asiatischen Autobauers. © Nissan
Ein Commuter Tango T600.
Platz 2: Nein, das ist keine optische Täuschung. Der Tang T600 von Commuter Cars ist in der Tat nur 99 Zentimeter breit. Was bei der Parkplatzsuche helfen mag, wirkt optisch, als hätte man einen Smart zu heiß gewaschen oder einen Minivan aus der Schrottpresse gerettet. Doch das Design ist nicht das einzige Problem des Tango T600. Für das kleine Elektroauto werden schwindelerregende 121.000 US-Dollar fällig. Dafür bekommt man aber auch 600 kW Leistung.  © Commuter Cars
Fiat Multipla
Platz 1: Fiat Multiple. Der Sieg geht ganz klar an den Italiener. Zwar versuchte Fiat das Modell mit einem Facelift zu retten, doch wirklich schöner wurde der Van dadurch nicht. 2010 wurde der Multipla nach elf Jahren wieder eingestellt. Bleibt die Frage: Wie konnte dieses Design jemals auf die Straße kommen? © Fiat

Natürlich sollte so etwas eine absolute Ausnahme sein und auch nur auf kurzen Strecken praktiziert werden, da Kindersitze nicht ohne Grund vorgeschrieben sind – sie erhöhen die Sicherheit bei einem Unfall deutlich. Wichtig ist auch, dass der Kindersitz immer der Größe des Kindes entspricht. Im Winter ist darauf zu achten, dass Kinder nicht mit einer dicken Jacke angeschnallt werden – da diese verhindert, dass der Gurt richtig anliegt und somit an Schutzleistung einbüßen kann. Die Gurt-Lösung für das Kind auf der Rückbank ist immerhin sicherer als Kinder im Kofferraum mitzunehmen – dies sollte man keinesfalls machen.

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