Blumenerde wiederverwenden

Keine neue Gartenerde kaufen: So erneuern Sie Blumenerde in fünf Schritten

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Jedes Jahr neue Erde für Beete, Töpfe und Kübel kaufen? Alte Blumenerde lässt sich aufbereiten! Das spart Ihnen Geld und ist noch dazu nachhaltig.

Im Frühling erwacht Ihr Garten zu neuem Leben: Sie wollen neue Pflanzen setzen, alte umtopfen. Doch Ihre Erde ist alt und verbraucht, vom vielen Gießen dicht und klumpig und hat noch dazu an Volumen verloren. Heißt das, Sie müssen die ganze Erde wegwerfen und ersetzen? Keineswegs, denn verbrauchte Blumenerde können Sie ganz einfach wiederverwenden. Dafür muss sie nur aufbereitet werden.

Alte Blumenerde wiederverwenden: So einfach geht’s

Blumenerde erneuern Sie mit verschiedenen Methoden. Grundsätzlich brauchen Sie je nach Vorgehen, dieses Material aus dem Baumarkt:

  • neue torffreie Erde
  • Horn- oder Knochenmehl oder alternativ Kleegras-Pellets
  • aktivierte Pflanzenkohle (auf Packungsangaben achten)
Wenn Sie im Frühjahr Ihre Pflanzen umtopfen, müssen Sie nicht unbedingt neue Erde kaufen.

Außerdem brauchen Sie eine große Wanne oder einen Eimer, um die Erde zu bearbeiten. So gehen Sie vor:

  1. Geben Sie die verbrauchte Erde in Ihren Behälter.
  2. Lockern Sie sie mit den Händen auf und säubern Sie die Erde von alten Pflanzenresten, großen Wurzeln, Steinen und Tonscherben. Achten Sie darauf: Falls die alte Pflanze krank war, Sie Larven finden oder die Erde schimmelt, sollten Sie sie besser im Kompost entsorgen.
  3. Nun fügen Sie gegen müden Boden neue Nährstoffe ein. Mischen Sie dafür Horn- oder Knochenmehl oder Kleegras-Pellets nach Herstelleranweisung unter. Diese versorgen Ihre Pflanzen mit Stickstoff, Phosphat, Kalium und Calcium.
  4. Geben Sie etwa vier Prozent Pflanzenkohle in Ihre Erde. Diese sorgt dafür, dass die Nährstoffe nicht sofort beim Gießen oder im Regen ausgespült werden. Sollte die Pflanzenkohle noch nicht aktiviert sein, verrühren Sie diese zuerst mit etwas Sauerkrautsaft. So entstehen wertvolle Mikroorganismen. Ziehen Sie spätestens jetzt Handschuhe an – die Pflanzenkohle färbt stark ab!  
  5. Zum Schluss füllen Sie die erneuerte Blumenerde mit frischer Erde auf.

Essensabfälle sorgen für neue Nährstoffe

Es gibt auch andere Methoden, um die Blumenerde mit frischen Nährstoffen anzureichern: Nutzen Sie Kompost oder Humus. Besitzen Sie einen eigenen Komposter (werblicher Link), verwenden Sie diesen ganz einfach für Ihre Pflanzen. Dafür vermischen Sie Kompost und Erde im Verhältnis 4:1. Eine andere Variante ist Humus aus der Wurmkiste. Hier reicht es, eine Schicht unten in den Topf zu streuen. Die gesäuberte alte Erde folgt obendrauf. Besitzen Sie weder Komposter noch Wurmkiste, können Sie sich in der Nachbarschaft umhören. Viele Gartenbesitzer verkaufen Kompost über die lokalen Kleinanzeigen.

Blumenerde für anspruchslose Pflanzen wiederverwenden

Manche Pflanzen, sogenannte Schwachzehrer, brauchen oder vertragen nur wenige Nährstoffe. Für diese können Sie problemlos die gesäuberte alte Erde erneut benutzen, ohne sie anzureichern. Dazu gehören laut dem Portal meine Ernte:

  • Salat
  • Kräuter
  • Radieschen
  • Erbsen
  • Bohnen
  • Knoblauch
  • Rucola

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Auch manche Zimmerpflanzen wie Bogenhanf, Glücksfeder, Geldbaum oder Kakteen sind sehr pflegeleicht und brauchen nur selten Dünger.

Rubriklistenbild: © Zoonar.com/Olga Simonova/IMAGO

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