Aus alt macht neu

DIY-Projekt begeistert: Mann verwandelt alten DHL-Wagen in Camping-Paradies

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Urlaub, wo früher einmal Paketstress war: Ein Hobby-Bastler hat einen alten DHL-Wagen in ein Wohnmobil verwandelt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Bremen – Soll es in den Norden oder Süden gehen, ans Meer oder in die Berge? Mit einem Wohnmobil ist man da nicht so festgelegt, kleine Abenteurer können sich quasi noch mit dem Starten des Wagens entscheiden. Da ist es kaum verwunderlich, dass Camping als Urlaubsform immer beliebter wird. Seit der Corona-Pandemie ist die Nachfrage stark angestiegen und hat sich seitdem gehalten. In 2020 wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt 41 Prozent mehr Wohnmobile neu zugelassen als noch im Vorjahr.

Doch Urlaub auf vier Rädern wird auch zunehmend teurer: Wer nicht zufällig ein fahrendes Ferienhaus vor der Haustür stehen hat oder sich im Bekanntenkreis leihen kann, muss für einen gemieteten Camper mitunter 1500 Euro in der Woche hinlegen. Hinzu kommen teils stolze Summen für den Stellplatz, Sprit und Verpflegung. Oder natürlich, man legt selbst Hand an – so wie ein Hobby-Bastler, der sich für eher kleines Geld einen alten DHL-Lieferwagen zum Camping-Traum umgebaut hat.

Mann verwandelt DHL-Transporter in Wohnmobil – das Ergebnis ist beeindruckend

Der umgebaute DHL-Wagen hat kaum noch Ähnlichkeit mit dem ursprünglichen Zustellfahrzeug. Wie in dem Kurzvideo auf Facebook zu sehen ist, lässt nur noch das gelbe Äußere des DHL-Transporters auf seine frühere Funktion schließen.

Von der tristen Innenausstattung ist nichts mehr zu sehen: Wo früher einmal Paketen und Päckchen auf blanken Metallregalen Platz fanden, ist jetzt eine moderne Küchenzeile, ein großzügiges 140x196-Zentimeter-Bett und sogar ein kleines Badezimmer.

Modernes Bad und Küche, gemütliches Bett, stilvolles Design: Wer hätte gedacht, dass so viel Urlaubs-Feeling in einem DHL-Lieferwagen stecken könnte? (Screenshot/Foto-Collage)

Und trotzdem bietet der ehemalige Lieferwagen, der in seinem alten Leben einmal bis zu 300 Pakete täglich ausgefahren hat, auch nach seiner Umwandlung reichlich Stauraum – der neue Besitzer hat zahlreiche Schränke eingebaut. Zugestellt wirkt der viereinhalb mal zwei Meter große Kastenwagen trotzdem nicht, auch weil die Decke mit warmen Holzdielen verkleidet ist. Das Bad wurde nach eigenen Angaben mit Multiplex-Material ausgestattet. So idyllisch wie in diesem schicken Gefährt geht es beim Campen aber nicht immer zu.

Do-it-Yourself-Camper aus einem alten DHL-Wagen? „Der Preis ist überschaubar“

Einem ausgedienten DHL-Transporter neues Leben einzuhauchen, scheint gar nicht so ungewöhnlich zu sein: Auf Facebook gibt es eine eigene Gruppe mit fast 6000 Mitgliedern (Stand: 12. Mai 2024), die genau dieses in Angriff nimmt. Vielleicht auch, weil Do-it-Yourself-Projekte im Vergleich zu den 35.000 bis 80.000 Euro teuren Neukäufen relativ günstig sind. Experten zufolge kostet es weniger als 10.000 Euro, einen Sprinter campingtauglich zu machen. Wohl dem, der ausreichend handwerkliches Geschick hat.

Die Mitglieder der Gruppe „DHL Koffer zum Wohnmobil umbauen“ sind jedenfalls von der Arbeit des Hobby-Bastlers begeistert. Neben Lob gibt es auch viele praktische Fragen zu dem Projekt. Die wichtigste: Wo bekommt man einen DHL-Lieferwagen her und was kostet das Ganze?

Wohlfühloasen in Bayern: Sieben der besten Campingplätze im Freistaat

In Bayern gibt es zahlreiche schöne Campingplätze, die zum urlauben einladen.
Camping wird immer beliebter: Diese Art des Urlaubs bietet viel Flexibilität, Nähe zur Natur und ist meistens auch um einiges günstiger als Urlaub im Hotel. Im Freistaat gibt es unzählige Plätze, die sich mit Wohnmobil, Campervan oder Zelt besuchen lassen. Hier gibt‘s einen Überblick über die besten Plätze mit Blick auf Ruhe, Sauberkeit, Zustand, Infrastruktur, Lage, Sanitäranlagen, Verpflegung, Freundlichkeit, Freizeit und Preis-Leistungs-Verhältnis. © Montage: Camping Walchensee/imago; Camping Demmelhof; Camping Hopfensee
Fünf-Serne-Campingplatz am Hopfensee im Allgäu
Seit 1954 betreibt die Familie Mayr den Fünf-Sterne-Campingplatz am Hopfensee im Allgäu. Neben dem See und der Bergkulisse hat der Campingplatz auch ein großes Wellness- und Spa-Angebot mit verschiedenen Saunen. Und auch im Winter ist der Platz für Urlauber nutzbar. Direkt vor der Tür gibt es einen Schlitten- und Skiverleih und einen platzeigenen Skilift für Anfänger. Für Kinder und Familien gibt es ein großes Indoor-Spielhaus. © Camping Hopfensee
Campingplatz Walchensee
Am Ufer der so genannten bayerischen Karibik liegt der Campingplatz Walchensee. Das intensive Blau des Sees begeistert Touristen und Urlauber. Mit einer Übernachtung auf dem Campingplatz ist man dem See ganz nah und hat zusätzlich noch das Herzogstandmassiv und die Berge im Rücken. 77 Stell- und 35 Zeltplätzen bieten ausreichend Platz. Der Ort Walchensee ist zu Fuß in zehn Minuten erreichbar. © Camping Walchensee
Camping Max in Bad Füssing
Camping Max 1 in Bad Füssing ist die Anlaufstelle für Camping-Urlauber, die gerne in die Sauna gehen oder sich im Thermalwasser treiben lassen. Neben der Thermalbad- und Saunalandschaft gibt es auch einen Naturbadesee. Insgesamt hat es über 160 Plätze für Wohnmobile und Zelte, drei Sanitärgebäude, einen Waschsalon, einen Fitnessraum und ein Restaurant. © Ulrike Schott
Am Starnberger See lädt der Campingplatz Seeshaupt Urlauber zum Verweilen ein.
Am Starnberger See lädt der Campingplatz Seeshaupt Urlauber zum Verweilen ein. Alle Stellplätze sind direkt am See gelegen. Der Starnberger See selbst und die gesamte Umgebung des Voralpenlands bietet Touristen zahlreiche Freizeitaktivitäten. © Camping Seeshaupt
Campingplatz Schliersee
Am nordwestlichen Seeufer des Schliersees inmitten eines Landschafts- und Naturschutzgebietes findet sich der Campingplatz Schliersee. In lockerer Atmosphäre gibt es dort Stellplätze für Kleinbusse, Bullis und Wohnmobile und auch eine Zeltwiese. Die beiden Betreiber entwickeln den Platz, laut Webseite, zu einem „gemütlichen, nachhaltigen Wohlfühlort“. © Melanie Schramm
Campingpark Nabburg
Gleich ein ganzer Campingpark liegt in Nabburg im oberpfälzischen Landkreis Schwandorf. Der Platz grenzt unmittelbar an ein beheiztes Freibad mit Olympiabecken, Sprungturm und Großwasserrutsche an. Die Nordgaustadt Nabburg ist bequem zu Fuß zu erreichen. Die Gäste überzeugt der Platz auf voller Länge. © Camping Nabburg
Campingplatz Demmelhof
Am Fuße der Voralpen nahe Bad Tölz gelegen liegt der Campingplatz Demmelhof. Zum Stallauer Weiher sind es nur wenige Meter: ein Paradies für Kinder und alle, die sich im Sommer im Wasser gerne abkühlen. Mit den Bergen direkt in Nachbarschaft, und dem 25 Kilometer entfernten Tegernsee lassen sich viele Tagesausflüge vom Campingplatz aus starten. © Camping Demmelhof

Der Geheimtipp des Bastlers: „Einfach mal bei Kleinanzeigen nach Mercedes Sprinter 308 schauen“, je nach Zustand würde der gelbe Lieferwagen „so um die 6000 Euro“ gehandelt. Wie viel er zusätzlich für den Umbau in die Hand genommen hat, verrät der Camping-Enthusiast jedoch nicht. So viel sei aber gesagt: „Der Preis ist überschaubar.“

Aufbau statt Ausbau: Ein Dachzelt als Alternative zum Camper

Campingurlaub mit dem eigenen Fahrzeug ist der Traum vieler Menschen. Doch wer weder die Zeit noch das Geld hat, sich ein passendes Kfz zu kaufen respektive auszubauen, der kann auf ein Dachzelt zurückgreifen (werblicher Link).

Gewicht unter 3,5 Tonnen: Umgebauter DHL-Camper erfüllt die Norm

Ein anderer Facebook-Nutzer möchte wissen, wie schwer der Lieferwagen ist. Verständliche Frage, dürfen Wohnmobile nur bis zu einem Gewicht von 3,5 Tonnen mit dem normalen PKW-Führerschein (Klasse B) gefahren werden. Alles darüber benötigt eine zusätzliche Genehmigung, wie der ADAC informiert.

Der Bastler gibt Entwarnung: „Also ich bin komplett ausgebaut und voll getankt bei 2,7 Tonnen“. Damit wäre also noch „jede Menge Platz nach oben“, wie er schreibt. Jede Menge Platz nimmt auch ein Camping-Koloss ein, der unter den Camping-Fans auf Facebook allerdings wenig Anklang findet. (rku)

Rubriklistenbild: © Facebook/DHL Koffer zum Wohnmobil umbauen

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