VonAndrea Stettnerschließen
Kleine Pflegefehler können Rosen das Leben schwer machen. Eine Gärtnermeisterin verrät, worauf Sie achten sollten, damit Ihre Blumen gesund bleiben.
Rosen gelten als die Königinnen im Garten. Doch wie man die prächtigen Blumen richtig pflegt, wissen viele Gartenbesitzer nicht. Deshalb schleichen sich immer wieder Fehler ein, die langfristig zu schwachen Pflanzen oder sogar zum Verlust der Rosen führen können. Eine Gärtnerin hat uns vier häufige Fehler verraten, die bei der Pflege passieren können.
1. Rosen nicht tief genug einpflanzen
Viele Gartenbesitzer setzen die Rose beim Anpflanzen nicht tief genug in die Erde. „Dann ragt die Veredelungsstelle heraus – das kann man auch mit Anhäufeln nicht ausgleichen“, verrät die Gärtnermeisterin der Gärtnerei Sauer in Murnau im Gespräch mit 24garten.de. Stattdessen sollte die Veredelungsstelle – leicht zu erkennen an der Verdickung am unteren Stamm – etwa fünf Zentimeter unter der Erde liegen. Wird der Strauch zu flach gepflanzt, ist er anfälliger für Frostschäden und Trockenheit. Besonders im Herbst ist es wichtig, die Pflanze tief genug einzusetzen und die Rose anschließend mit Erde anzuhäufeln, damit sie den Winter geschützt übersteht. Weitere Tipps zum Rosenanpflanzen verrät die Expertin in diesem Artikel.
2. Rosen zu früh im Jahr schneiden
Viele Hobbygärtner greifen schon im Februar oder März zur Gartenschere. Dabei sollten Rosen erst geschnitten werden, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Ein guter Zeitpunkt dafür ist „ungefähr ab April, wenn die Forsythien blühen“, so der Rat der Gärtnermeisterin. Ein zu früher Rückschnitt kann dazu führen, dass frische Triebe durch Spätfrost absterben und die Pflanze geschwächt wird.
Nie mehr vergessen: Faustregeln für den richtigen Schnittzeitpunkt




3. Rosen zu viel oder zu wenig düngen
Wichtig für gesunde Rosen ist auch das richtige Maß bei der Düngung. Viele würden entweder zu viel Düngemittel einsetzen oder zu wenig. Wer sich unsicher ist, sollte einfach einen Blick auf die Pflanze werfen: „Wenn die Blätter dunkelgrün sind, brauchen sie keinen Dünger“, so die Expertin. Wird dagegen zu wenig gedüngt, kommen die Blattadern zum Vorschein, die Blätter werden gelblich und die Rose ist auch nicht mehr so blühfreudig. In diesem Fall sollte ein hochwertiger, spezieller Rosendünger zum Einsatz kommen oder natürlicher Dünger wie Kompost.
4. Falscher Winterschutz – besonders bei Hochstämmchen
Ein Winterschutz ist für Rosen unerlässlich, vor allem für Hochstämmchen. Diese reagieren besonders empfindlich auf Frost, da ihr Veredelungsbereich weit über dem Boden liegt. Um sie zu schützen, wird oft empfohlen, die Krone des Hochstämmchens umzubiegen und mit Erde oder anderen Materialien zu bedecken. Allerdings kann das Holz dabei leicht brechen. Um das zu verhindern, empfiehlt die Gärtnermeisterin, das Rosenstämmchen mit Naturmaterialien gut einzupacken, etwa mit Jute, Kokosmatten oder Tannenzweigen. Topfpflanzen stellt man am besten an eine geschützte Stelle. Auf diese Weise kann die Pflanze den Winter gut überstehen.
Rubriklistenbild: © Zoonar.com/Elena Grishina/Imago

