VonTeresa Tothschließen
Vom Verzehr eines Schnitzels wird aktuell dringend abgeraten: In mehreren Bundesländern läuft ein Rückruf. Einige Menschen sind besonders gefährdet.
Kassel – Schnitzel ist bei Groß und Klein ein beliebtes Essen. Mit Salat und Pommes ergibt es eine leckere Hauptspeise. Aber auch zwischen zwei Brötchenhälften und einem Klecks Ketchup schmeckt das Fleisch vielen. Derzeit müssen Schnitzel-Fans allerdings vorsichtig sein: Es läuft ein eiliger Schnitzel-Rückruf bei Edeka und Rewe.
Vier Mindesthaltbarkeitsdaten sind von dem Schnitzel-Rückruf betroffen
Es handelt sich um ein Hähnchenschnitzel des Herstellers BARD frische Küche GmbH in der 155-Gramm-Schale, wie das Verbraucherportal produktwarnung.eu informiert. Betroffen sind Produkte mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 30.07.2024, 31.07.2024, 01.08.2024 und 04.08.2024.
| Produkt | Hähnchenschnitzel Premios, meine Mahlzeit |
|---|---|
| Produktgröße | 155-Gramm-Schale |
| Hersteller | BARD frische Küche GmbH |
| Mindesthaltbarkeitsdatum | 30.07.2024, 31.07.2024, 01.08.2024 und 04.08.2024 |
| Chargennummer | 4292 |
Das vom Rückruf betroffene Schnitzel wurde bei Edeka und Rewe verkauft
Die betroffenen Hähnchenschnitzel wurden in ausgewählten Filialen von Edeka und Rewe in mehreren Bundesländern angeboten: In Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Saarland. Erst kürzlich war Rewe von einem eiligen Wurst-Rückruf betroffen. Der Grund für den aktuellen Rückruf ist der Nachweis von Listerien (Listeria monocytogenes).
Hier ein Überblick über die Bundesländer, in denen das Schnitzel verkauft wurde:
- Berlin
- Brandenburg
- Niedersachsen
- Mecklenburg-Vorpommern
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
Listerien sind Bakterien, die schwere gesundheitliche Probleme verursachen können. „Eine Listerien-Erkrankung äußert sich meist innerhalb von 14 Tagen nach Infektion in grippeähnlichen Symptomen mit Erbrechen, Durchfall und Fieber“, warnt der Hersteller in einer Pressemitteilung. Auch Käse kann mit Listerien verschmutzt sein – zuletzt lief daher ein großer Käse-Rückruf.
Kunden können das vom Rückruf betroffene Schnitzel auch ohne Kassenbon zurückgeben
Zwar verläuft eine Infektion mit Listerien bei gesunden Menschen meist harmlos oder wird sogar kaum bemerkt – insbesondere empfindliche Verbrauchergruppen wie Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können nach Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI) allerdings schwerere Krankheitsverläufe entwickeln.
Kunden, die eines der betroffenen Produkte gekauft haben, können dieses in den jeweiligen Märkten zurückgeben und erhalten auch ohne Vorlage des Kassenbons eine Erstattung des Kaufpreises. Verbraucher, die eines der zurückgerufenen Produkte bereits verzehrt haben und Anzeichen einer Infektion bemerken, sollten sofort einen Arzt aufsuchen. (tt)
Rubriklistenbild: © Manfred Segerer/imago

