Gedörrtes Gemüse

Tomaten in der Sonne trocknen – was man dabei beachten muss

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Die Sonnentrocknung von Tomaten ist eine hervorragende Methode, um den vollen Geschmack dieser Früchte einzufangen und ihre Haltbarkeit zu verlängern.

Tomaten in der Sonne und an der Luft zu trocknen ist eine bewährte Methode, um eine überschüssige Ernte lange haltbar zu machen und den Geschmack zu intensivieren. Denn durch diesen Prozess werden die Tomaten aromatischer, da das Trocknen das Wasser entfernt und die natürlichen Aromen konzentriert. Allerdings muss man dabei ein paar Dinge wie die richtige Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit beachten, damit es gelingt.

Vor dem Trocknen der Tomaten Wettervorhersage prüfen

Damit Tomaten gut an der Sonne trocknen, müssen Temperatur und Luftfeuchtigkeit stimmen.

Um Tomaten an der Sonne zu trocknen, beispielsweise im Garten oder auf dem Balkon, benötigen Sie ein paar Voraussetzungen: Die Methode erfordert mehrere aufeinanderfolgende Tage warmes, trockenes Wetter. Ideal sind Temperaturen über 30 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit unter 60 Prozent. Bei hoher Luftfeuchtigkeit oder Regen sollten Sie alternative Konservierungsmethoden in Betracht ziehen. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Tomaten währenddessen vor Regen oder Tau geschützt sind, da Feuchtigkeit den Trocknungsprozess stört. Denn wenn die Tomaten schimmeln oder faulen, war die Ernte schnell umsonst.

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Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Sonnentrocknen von Tomaten

So gehen Sie beim Trocknen der Tomaten vor:

  1. Tomaten auswählen: Wählen Sie reife, makellose Tomaten aus, da sie den besten Geschmack liefern. Waschen Sie die Früchte und entfernen Sie beschädigte Stellen.
  2. Tomaten vorbereiten: Schneiden Sie große Tomaten in gleichmäßige Scheiben, etwa einen halben Zentimeter dick. Dickere Scheiben verlangsamen den Trocknungsprozess. Kleinere Tomaten, insbesondere Kirschtomaten, können Sie je nach Größe halbieren, vierteln oder sechsteln.
  3. Nach Belieben salzen: Streuen Sie eine Prise Salz über die Tomatenscheiben. Das Salz hilft, überschüssige Feuchtigkeit zu entziehen und den Geschmack zu verbessern.
  4. Tomaten auslegen: Legen Sie die Tomatenscheiben oder die Stücke mit der Schnittstelle nach unten auf ein Ofen- oder Grillgitter. Stellen Sie sicher, dass sie nicht überlappen, damit die Luft gut zirkulieren kann. Ein Insektenschutznetz, eine Fliegenschutzhaube oder ähnliches über die Tomaten spannen, ohne diese zu berühren.
  5. Standort suchen: Stellen Sie die Tomaten drei bis vier Tage an einen sonnigen Ort mit guter Luftzirkulation (bei dickeren Stücken kann es etwas länger dauern). Er sollte so hoch sein, dass ihn Tiere nicht einfach erreichen können.
  6. Tomaten wenden: Drehen Sie die Tomaten mindestens einmal täglich, um sicherzustellen, dass sie gleichmäßig trocknen. Nachts kommen sie ins Haus, um sie vor erhöhter Luftfeuchtigkeit zu schützen.
  7. Aufbewahrung: Sobald sich die Tomaten trocken und lederartig anfühlen, lagern Sie sie in luftdichten Behältern im Kühlschrank oder in einem kühlen, dunklen Raum.

Wer sich an den Kernen stört, kann vor dem Trocknen der Tomaten die Gallertmasse entfernen. Dies hat auch den Vorteil, dass die Früchte schneller trocknen.

Alte Tomatensorten: Zehn historische Exemplare, die Sie mal probieren sollten

Tomatensorte Schwarze Krim, aufgeschnitten
Die würzig-süße Schwarze Krim ist ein beliebter Klassiker unter den Fleischtomaten. © Panthermedia/Imago
Tomate Goldene Königin am Strauch
Gelbe Tomaten sind keine neue Züchtung: Die robuste ‚Goldene Königin‘ wird seit 1871 in Deutschland angebaut. © agefotostock/Imago
Tomaten-Sorte ‚Indigo Rose‘
Außen fast schwarz und innen rot: Die historische Sorte ‚Indigo Rose‘ sieht spektakulär aus und schmeckt würzig. © Panthermedia/Imago
Grün geflammte Tomaten-Sorte ‚Green Zebra‘
Die meist grün-gelb geflammte Sorte ‚Green Zebra‘ ist sehr bekannt und mit ihrem melonenartigen süßlichen Aroma auch sehr beliebt.  © Westend61/Imago
Cocktailtomate ‚Gelbes Birnchen‘
Die Cocktailtomate ‚Gelbes Birnchen‘ ist eine der ältesten heute bekannten Tomatensorten: Rund um 1800 kam sie in den USA auf den Markt und trägt ihre zahlreichen Früchte wie kleine Glühbirnen. © Pond5 Images/Imago
Tomatensorte Andenhorn am Strauch
Wer nicht genau schaut, könnte das ‚Andenhorn‘ mit einer Spitzpaprika verwechseln. Die Ur-Tomate aus Peru ist ideal für Soßen und Pizza. © Pond5 Images/Imago
Bauer erntet Tomaten der Sorte Ochsenherz im Gewächshaus
An der ‚Ochsenherz‘-Fleischtomate kommt keiner vorbei: Die beliebte russische Sorte wird durchaus mal ein Kilogramm schwer. © Rainer Unkel/Imago
Tomaten ‚Moneymaker‘ am Strauch
Der moderne Name täuscht: Die ‚Moneymaker‘ ist eine alte, saftige und ertragreiche Sorte aus England. © Pond5 Images/Imago
Tomate de Berao
Die Eiertomaten-Sorte ‚de Berao‘ wächst sehr schnell und hoch – und ist sogar tolerant gegen Krautfäule und Blütenendfäule. © agefotostock/Imago
Tomatensorte ‚Berner Rose‘
Die ‚Berner Rose‘ sieht nicht spektakulär aus, die Schweizer Sorte ist aber reichtragend und sehr aromatisch – ideal für Salate. © agefotostock/Imago

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Ines Alms sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © YAY Images/Imago

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