Offene Wunden sind charakteristisch

Diabetischer Fuß: Sechs Symptome können Warnsignale des Körpers sein

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Über mehrere Jahre erhöhte Blutzuckerwerte können bei Diabetes zu einem diabetischen Fuß führen. Man erkennt ihn an typischen Anzeichen.

In Deutschland sind nach Angaben des Marien Hospital Witten rund eine Million Menschen an einem sogenannten diabetischen Fuß erkrankt. Somit sind 25 Prozent der Diabetiker von diesem Leiden betroffen. Dabei handelt es sich um eine der schwerwiegendsten Langzeitkomplikationen von Diabetes: Denn über 50 Prozent aller Operationen bei Diabetikern werden wegen Problemen im Fußbereich durchgeführt, pro Jahr kommt es zu 28.000 Amputationen im Fuß- und Unterschenkelbereich. Ein diabetischer Fuß zeigt sich durch bestimmte Symptome.

Diabetes kann zu Fuß-Erkrankung führen: Sechs Symptome bei diabetischem Fuß

Druckstellen sind ein typisches Symptom bei einem diabetischen Fußsyndrom.

Ein diabetischer Fuß ist laut Informationen des AOK Gesundheitsmagazins meist eine Folge von schlecht eingestelltem Diabetes mellitus. Die Ursache sind über mehrere Jahre erhöhte Blutzuckerwerte, die wiederum durch einen gestörten Zuckerstoffwechsel zustande kommen. Hohe Zuckerkonzentrationen im Blut führen schließlich zu Schäden an den Blutgefäßen und den Nerven der Füße. Mediziner sprechen bei dem Leiden auch vom diabetischen Fußsyndrom, da das Krankheitsbild von Mensch zu Mensch verschieden sein kann und unterschiedliche Ausprägungen haben kann. Folgende Symptome treten allerdings typischerweise auf:

  • blasse Haut
  • rote Flecken
  • Blutergüsse
  • bläulich verfärbte Stellen
  • schwarze Stellen (bei bereits abgestorbenem Gewebe)
  • Druckstellen
  • verringerte Wahrnehmung von Schmerzen

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Diabetischer Fuß: Offene, schlecht heilende Wunden sind charakteristisch

Das vermehrte Auftreten von offenen, schlecht heilenden Wunden sind charakteristisch für einen diabetischen Fuß. Diese können sich mitunter infizieren und im schlimmsten Fall sogar Knochen und Weichteile angreifen. Handelt es sich um besonders schwerwiegende Fälle, ist nur noch eine Amputation der betroffenen Gliedmaße möglich. Was viele Menschen allerdings wohl nicht wissen: Diabetes kann auch zu speziellen Erkrankungen der Hand führen. Um einem Diabetes-Typ-2 vorzubeugen, sollten daher Anzeichen von seinem Vorboten, dem Prädiabetes, ernst genommen werden.

Blutzucker senken: Zehn Lebensmittel, die Ihrem Zuckerhaushalt guttun

Zimt
Zimt reguliert den Blutzuckerspiegel, daher ist für Diabetiker die dauerhafte Einnahme von 1 Gramm Zimt pro Tag zu empfehlen. Das Gewürz regt den Glukose-Stoffwechsel an und wirkt auf den Körper ähnlich wie Insulin. © Harald A. Jahn /IMAGO
Ingwer
Auch Ingwer kann dabei helfen, den Blutzucker zu senken. Das funktioniert folgendermaßen: Der Hauptwirkstoff Gingerol weicht die Insuliresistenz der Zellen auf, sodass sie für das Insulin wieder sensibler werden. Dadurch kann der Blutzucker besser verwertet werden und sinkt somit. © Science Photo Library/IMAGO
Flohsamen in einem Säckchen, daneben liegt ein Löffel mit Flohsamen
Flohsamen helfen nicht nur bei Verstopfung oder Durchfall. Die kleinen braunen Samen können auch effektiv den Blutzucker senken.  © imageBROKER/J. Pfeiffer/IMAGO
Chillis in einer Schüssel
Wer es gerne scharf mag und beim Kochen auf Chillis setzt, der kann auch seinem Blutzucker damit etwas Gutes tun. Verantwortlich für den positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel ist der Scharfstoff Capsaicin. © CHROMORANGE / Cezary Wojtkowski/IMAGO
Kurkuma in einer Schüssel
Der Hauptwirkstoff von Kurkuma ist Curmin. Dabei handelt es sich um einen antioxidativen, entzündungshemmenden Stoffkomplex. Kurkuma wird vor allem in der asiatischen Küche verwendet. Sie ist bekannt dafür, dass sie das Risiko für Diabetes mindern kann. © Science Photo Library/IMAGO
Zwiebeln
Wer Zwiebeln in ausreichender Menge isst, kann sowohl den Cholesterinspiegel als auch den Blutzuckerspiegel senken.  © blickwinkel/IMAGO
Aufgeschnittene Grapefruit
Grapefruits enthalten Flavonoid Naringenin. Dieser sekundäre Pflanzenstoff sorgt nicht nur für den leicht bitteren Geschmack der Frucht, sondern kann auch den Blutzucker auf ähnliche Art wie Insulin senken.  © Thomas Jäger/IMAGO
Heidelbeeren in einer Plastikschale
Heidelbeeren haben einen positiven Effekt auf den Insulinhaushalt. Sie senken den Blutzucker und erhöhen die Zuckeraufnahmen in den Zellen. So wirken sie antidiabetisch und helfen dabei, den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu bekommen. © Science Photo Library/IMAGO
Rosinen auf einem Keramik-Löffel
Rosinen sind nicht nur reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Polyphenolen und sehr ballaststoffreich: Die getrockneten Weintrauben sind für auch den Blutzuckerspiegel gesünder als beispielsweise eine Scheibe Weissbrot. Laut Wissenschaftlern der University of Kentucky kann der beliebte und nährstoffreiche Snack das Risiko für Diabetes reduzieren. © CSP_ildi/IMAGO
Walnüsse
Walnüsse enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren mit einem hohen Anteil an Omega-4-Fettsäuren, die für ihre blutzucker- und insulinsenkende Wirkung bekannt sind. Schon eine Handvoll (ca. 30 g) pro Tag kann Diabetes-Patienten helfen, ihren Blutzuckerspiegel konstant zu halten. © Danita Delimont/IMAGO

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Hodei Unzueta/IMAGO

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