Ruheräume für Hunde

Stress adieu – angenehme Rückzugsorte für Hunde schaffen

Ein Hund braucht Rückzugsorte, wo er schlafen, zur Ruhe kommen oder einfach das Treiben im Haus beobachten kann. Wir geben drei einfache Tipps für entspannte Vierbeiner.

Hunde brauchen viel Entspannung. Sie schlafen je nach Hunde-Alter zwischen 17 und 22 Stunden am Tag und brauchen dafür unbedingt einen festen und geschützten Ort. Sie können Ihrem Tier helfen, sich im Alltag zu entspannen, indem Sie geeignete Rückzugsorte schaffen. Auch sein Essen sollte Ihr Hund an einem festen, möglichst ungestörten Platz futtern.

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1.  Hunde brauchen einen festen Liegeplatz

Hunde brauchen Rückzugsorte, die ausschließlich für sie selbst bestimmt sind – eine Art eigenes Reich, das Ihnen allein gehört. Denken Sie am besten an eine Art Kinderzimmer für Ihren Liebling. Dieser Ort sollte nicht ständig wechseln – nach dem Motto: Dein Platz ist immer dort, wo es mir gerade passt. Machen Sie sich darum am besten von vornherein genug Gedanken, welches der richtige Ort ist. Gestalten Sie diesen Rückzugsort dann so, dass er jederzeit frei zugänglich ist und sperren Sie das Tier nicht darin ein. Sonst kann ein Rückzugsort schnell zu einem Gefängnis werden. Fünf Anzeichen, an denen Sie erkennen können, dass Ihr Hund zu Hause unglücklich ist, erfahren Sie hier.

Hunde brauchen Rückzugsräume zum Dösen und Entspannen.

Wenn Ihr felliger Freund sich an diesem Ort eine Auszeit gönnt, sollten Sie ihn auch nicht stören oder bedrängen – das gilt selbst für Knuddeln, Streicheln oder Ansprechen. Diese Regel sollten alle im Haushalt lebenden Personen verinnerlichen und befolgen. Denn nur so kann sich bei Ihrem Hund das Gefühl einstellen, dass er in seinem Refugium jederzeit in Ruhe entspannen kann.

2. Hunde essen am liebsten in entspannter Atmosphäre

Menschen sind erwiesenermaßen gestresster, wenn sie ihr Essen hektisch auf dem Weg zum nächsten Termin herunterschlingen. Und auch Ihrem Hund sollten Sie einen ruhigen, nicht ständig wechselnden Ort zum Futtern zur Verfügung stellen. Wählen Sie zum Beispiel eine Ecke in der Küche, an der möglichst wenig Personen vorbeilaufen. Wenn Sie mehrere Tiere haben, versorgen Sie diese am besten getrennt voneinander, um Futterneid zu verhindern. Denn wenn Ihre Lieblinge zu sehr schlingen, können Sie auf Dauer Magen-Darm-Probleme bekommen.

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3. Manchmal möchten sich Hunde einfach in ihrer Höhle verkriechen

Viele Hunde freuen sich auch über einen besonders ruhigen Ort, der durch Wände von der Umgebung abgeschottet ist. So ein Ort könnte eine Box oder ein großer Karton sein, den Sie mit Tüchern an drei Seiten zu einer kleinen Höhle verwandeln. Stellen Sie diese Höhle für Ihren Liebling an einen ruhigen Ort, zum Beispiel die Ecke eines Zimmers oder unter einen selten benutzten Tisch. Und die meisten Hunde lieben es, aus ihrer geschützten Höhle heraus den Raum überblicken zu können.

Sieben besonders faule Hunderassen – finden Sie hier Ihren Seelenverwandten?

Berner Sennenhund mag nicht joggen.
Berner Sennenhunde gelten als gelassen und menschenfreundlich, informiert „Fressnapf“. Die Rasse liebt es draußen zu sein, daher tun Sie dem Berner Sennenhund als reinen Wohnungshund keine Gefallen. Vor allem bei hohen Temperaturen sollten körperliche Anstrengungen vermieden werden. Die-Hunde.com informiert, dass Joggen eher nichts für die Rassen ist. Lange Spaziergänge seien allerdings gern gesehen.  © Bigandt/Imago
West Highland White Terrier sind wachsam und unerschrocken.
West Highland White Terrier sind sehr anpassungsfähig – daher können sie auch in einer kleineren Wohnung glücklich sein, schreibt „Edogs“. Regelmäßige Ausflüge in die Natur mag die Rasse aber gern. Laut „Whistle“ bewegen sich West Highland White Terrier rund 51 Minuten am Tag. Die Rasse gilt, wie das Portal „Herz für Tiere“ weiß, als gelehrig, wachsam und unerschrocken.  © Imagebroker/Imago
Ein Pekingese auf der Wiese.
Der Pekingese ist ein kleiner Dickkopf und teilt auch gern mal lautstark seine Meinung mit. Streicheln lässt sich der Hund ganz gern mal, aber irgendwann genügt ihm das auch. Von daher sollten Sie vor allem bei Kindern darauf achten. Auslauf braucht der Hund recht wenig, informiert das Portal Pfotenkenner. Daher eigne sich der Hund besonders gut für bequeme oder ältere Menschen, so das Portal.  © Anka Agency International/Imago
Ein Mops auf der Couch.
Möpse sind ganz gerne mal faul, informiert der Americal Kennel Club. Andererseits fressen die Hunde gerne und setzen dann auch Gewicht an. Die Hunderasse braucht etwa eine Stunde Bewegung am Tag, schreibt Purina auf der eigenen Webseite. Haben Sie einen Mops, sollten Sie allerdings darauf achten, dass dieser nicht zu sehr der Hitze bei Spaziergängen ausgesetzt ist. Sonst kann es sein, dass das Tier schwere Atemprobleme bekommt, so Purina weiter.  © Marga/Imago
Der bullige Neufundländer mag es gern etwas ruhiger.
Auf dem dritten Platz im Ranking der faulsten Hunde ist der Neufundländer gekommen. Dieser ist, wie die Messungen von „Whistle“ ergaben, rund 44,64 Minuten am Tag aktiv. Neufundländer sind echte Familienhunde, sie mögen Kinder, sind geduldig und beschützen ihre Menschen, informiert das Portal Herz für Tiere. Die Rasse mag es gerne etwas gemütlicher. Neufundländer sind aufgrund der Größe keine idealen Wohnungshunde, sie brauchen eher viel Platz. Ideal wäre ein Haus mit Garten. Auch die Spaziergänge dürfen lieber gemütlich sein, laufen oder joggen sollten Sie mit dem Hund eher nicht.  © Enduro/Imago
Englische Bulldogge braucht weniger Auslauf.
Die Englische Bulldogge ist mit 44,31 Minuten Aktivität am Tag auf den zweiten Platz der faulen Hunde gekommen. Zumindest, wenn es nach der amerikanischen Untersuchung der Firma „Whistle“ geht. Die Hunderasse ist liebevoll und loyal, ein guter Kamerad mit Beschützerinstinkt, informiert das Futterhaus. Gemütliche Abende auf der Couch macht die Englische Bulldogge gerne mit. Sie sind ideale Wohnungshunde, so das Portal weiter, da sie genügsam sind und weniger Auslauf benötigen als andere Hunderassen. Regelmäßige, moderate Bewegung sollte aber trotzdem Teil des Tages sein. Auf lange Spaziergänge und intensives Training sollten Sie dabei aufgrund der Körperstruktur des Tieres eher verzichten.  © Enduro/Imago
Ein Chow-Chow in einem Wagen.
Der Chow-Chow wurde in den USA auf Platz 1 bei der Liste der faulsten Hunde gekürt. Gemessen wurde die Aktivität des Hundes mithilfe eines Halsbandes, welches die GPS-Daten aufzeichnet. Das Portal Edogs informiert, dass der Chow-Chow sich mit 43,36 Minuten am Tag dabei am wenigsten bewegte. Ein echter Faulpelz also. Das heißt jedoch nicht, dass der Chow-Chow Spaziergänge mit seinen Besitzern verschmäht. Laut dem Portal Chowchow ist die Rasse sehr wachsam und aufmerksam.  © fotosobo/Imago

Wenn Ihr pelziger Kamerad seine neue Höhle nicht gleich annimmt, können Sie ihn mit ein paar Tricks an seinen neuen Rückzugsort gewöhnen:

  • Stellen Sie ihm sein tägliches Futter in die Höhle, damit der Ort positiv belegt wird.
  • Legen Sie ihm Kauartikel hinein, da Kauen stets mit einem Wohlgefühl verbunden ist.
  • Spielen Sie entspannende Musik, wenn Ihr Liebling den Ort für sich entdeckt.
  • Stellen Sie die Höhle der Ruhe keinesfalls in einen Durchgangsbereich oder in die Nähe des Fernsehers.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Pond5 Images

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