Nährstoffe und Gartenplanung

So stärken Sie die Abwehrkräfte Ihres Gartens gegen Schädlinge und Pilze

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Vorbeugende Maßnahmen helfen, Pflanzen und Blumen vor Schädlingen zu schützen. So können sich Ungeziefer und Pilze nur schwer ausbreiten.

Schädlinge wie Blattläuse und Mehltau sehen nicht nur unschön aus, sondern schädigen auch Pflanzen und Blumen. Gartenfreunde sollten allerdings nicht erst abwarten, bis der Garten Opfer von Ungeziefer und Pilzen wird. Stattdessen sollte die Gesundheit von Pflanzen gezielt gefördert werden, sodass sie weniger anfällig sind. Wichtigste Maßnahme bei der Schädlingsbekämpfung ist dabei ein gesunder und nährstoffreicher Gartenboden.

Nährstoffreicher Boden schützt vor Schädlingen

Ungebetener Gast im Garten: Blattläuse gehören zu den häufigsten Schädlingen im Garten.

Um den Boden mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, sollten Hobbygärtner das Herbstlaub, das den Pflanzen im Winter als Schutz dient, nicht zu früh entfernen. Bleibt etwas Laub erhalten, kann sich so im Laufe des Frühlings Humus bilden. Ist kein Kompost vorhanden, kann ein Bodenaktivator das Defizit ausgleichen. Bodenaktivatoren sind reich an Gesteinsmehlen sowie Mikro-Nährstoffe und Bodenorganismen.

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Zehn wuchernde Unkräuter, die Sie unbedingt aus Ihrem Garten entfernen sollten

Gemeiner Stechapfel mit Blüte.
Der Gemeine Stechapfel trägt zwar attraktive Blüten, aber soweit sollte man es nicht kommen lassen. Die giftige Pflanze bildet hartnäckige Pfahlwurzeln. © blickwinkel/Imago
Blühende Kahle Fingerhirse.
Der Wind und Vögel verbreiten Hirsearten wie die Kahle Fingerhirse schneller, als einem lieb ist.  © blickwinkel/Imago
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata), Blüte und Kleeblatt.
Sauerklee vermehrt sich zügig über Samen und Wurzeln. Am besten entfernt man das hartnäckige Unkraut, bevor es blüht. © imagebroker/Imago
Fliegenpilz in Moos.
Wer Moos im Garten nicht zeitnah entfernt, kann dem gepflegten Rasen bald Adieu sagen. Vertikutieren hilft oft.  © Panthermedia/Imago
Ackerwinde (Convolvulus arvensis).
Die rosafarben blühende Ackerwinde oder die weiße Zaunwinde sind nützlich für Insekten. Aber mit ihren wuchernden Ranken ersticken sie gewünschte Pflanzen im Garten. Ihre Wurzeln wachsen bis zu zwei Meter tief, daher sollte man Winden regelmäßig ausreißen.  © Panthermedia/Imago
Kriech-Quecke oder Gemeine Quecke.
Die Kriech-Quecke oder Gemeine Quecke ist ein Süßgras, das sich sowohl über Samen als auch über unterirdische meterlange Triebe ausbreitet. Das Unkraut lässt sich nur sehr mühselig entfernen, daher sollte man es zumindest in Beeten konsequent frühzeitig bekämpfen. © agefotostock/Imago
Acker-Schachtelhalm, Ackerschachtelhalm, Zinnkraut (Equisetum arvense).
Der Acker-Schachtelhalm siedelt sich zwar eher in feuchten Gärten an, aber wehe, man lässt ihn dort wachsen: Die unterirdischen Ausläufer wuchern so stark, dass man meist den ganzen Boden umgraben muss. © blickwinkel/Imago
Wiese mit blühendem Löwenzahn.
Ach wie hübsch, eine blühende Löwenzahnwiese. Aber bitte nicht im eigenen Garten, denn die Pusteblumen vermehren sich rasant. Und los wird man das Unkraut nur, wenn man die lange Wurzel mitentfernt. © CHROMORANGE/Imago
Gierschblätter in Nahaufnahme.
Der wuchernde Klassiker: Statt sich über Giersch als Unkraut im Garten zu ärgern, sollte man ihn lieber als Salat genießen. © blickwinkel/Imago
Disteln.
Disteln sind im Garten nicht gerne gesehen, da sie ausladende Wurzeln haben.  © Rimmi/Imago

Pflanzen stärken: Ausreichend Dünger verteilen

Je kräftiger und gesünder die Pflanzen, umso widerstandsfähiger sind diese. Wichtig ist daher auch eine ausreichende Düngung der Blumen und Nutzpflanzen. Bei der Wahl des Düngers sollten Gartenfreunde dabei gezielt zu einer Kalium-betonten Mischung greifen. Blaudünger mit hohem Stickstoffanteil führt kurzfristig zu einer Anreicherung von Eiweißen, die besonders bei Pilzen und Schädlingen beliebt sind.

Organische Dünger sind eine ökologische und nachhaltige Alternative zu mineralischen Industriedüngern. Anders als Mineraldünger ist organischer Dünger nicht künstlich zusammengesetzt, sondern basiert auf einem pflanzlichen oder tierischen Träger. Die Pflanzenabfälle und tierische Materialien wie Hornspäne oder Borsten gelten daher als besonders natürlich, unbelastet und pflanzenverträglich.

Schädlinge vorbeugen: Den richtigen Standort wählen

Gerade in feuchtwarmen Ecken treten Pilzerkrankungen wie Mehltau oder Rosenrost häufig auf. Blumen wie Rosen sollten daher nicht zu eng gepflanzt werden, damit die Blätter nach einem Regen ausreichend Platz in der Sonne haben. Bei der Planung des Gartens sollten Hobbygärtner zudem darauf achten, neue Pflanzen an geeignete Standorte zu setzen.

Einige Pflanzen haben laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) zudem das Potenzial, gefräßige Schädlinge, fernzuhalten. Diese können beispielsweise als Zwischenpflanzung eine effektive Abwehr bilden. Der Duft und die ätherischen Öle folgender Pflanzen eignen sich zur Abwehr von Schädlingen:

  • Zwiebel
  • Rainfarn
  • Lavendel
  • Tagetes
  • Kapuzinerkresse
  • Lauch

Rubriklistenbild: © Rolf Poss/Imago

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