VonKatharina Winterschließen
Das tägliche Gießen im Sommer ist nicht nur zeitraubend, sondern auch nicht gerade umweltfreundlich. Mit Beeten und Pflanzen, die ohne extra Wasser auskommen, sparen Sie es sich.
Grillen, im Liegestuhl lesen, draußen essen – im Sommer lässt sich der eigene Garten so richtig genießen. In den letzten Jahren hat sich das Klima in Deutschland jedoch verändert. Die Sommermonate sind teilweise sehr heiß, trocken und sonnig. Sie haben keine Lust, jeden Abend zu gießen, und möchten Wasser sparen? Dann wandeln Sie Ihren Außenbereich in einen Garten um, der nicht gegossen werden muss.
Garten ohne Gießen: Beete richtig anlegen ist entscheidend
Klassische Blumenbeete brauchen in den Sommermonaten eine Extraportion Wasser. Das kostet Sie viel Zeit und Arbeitsaufwand. Ein Kraterbeet hingegen schützt Ihre Pflanzen vor Wind und Wetter – ohne dass Sie ständig ein Auge darauf haben müssen. Ein Kraterbeet ist in mehrere Zonen aufgeteilt und bietet dadurch unterschiedliche Boden- und Lichtverhältnisse. In der Mitte ist ein solches Beet abgesenkt und außen von einem Wall umgeben, der die Pflanzen schützt. So sammelt sich genügend Feuchtigkeit im Boden und überschüssiges Wasser kann verdunsten. Dadurch entsteht im Sommer zusätzlich Kühlung.
Ein Staudenbeet ist ebenfalls eine gute Alternative, wenn der Boden im Sommer trocken ist. Es gibt viele farbenfrohe Stauden, die auch bei warmen Temperaturen ohne zusätzliches Wasser auskommen. Um ein solches Beet anzulegen, sind folgende Schritte notwendig:
- Da viele Stauden flach wurzeln, heben Sie als erstes den Boden 15 bis 20 Zentimeter tief aus.
- Nun füllen Sie in das entstandene Loch eine Schicht aus Sand oder Lavagestein ein, um Staunässe zu verhindern.
- Die ausgehobene Erde mischen Sie mit Sand. Das macht den Boden lockerer und wasserdurchlässiger.
- Nun wählen Sie die Pflanzen aus – Heiligenkraut, Prachtkerze oder Zypressen-Wolfsmilch mögen es zum Beispiel sonnig und trocken. Wichtig: Planen Sie nicht mehr als fünf Pflanzen pro Quadratmeter ein, da die Stauden sehr groß wachsen können.
- Nach dem Einpflanzen bedecken Sie die Stauden mit einer acht bis zehn Zentimeter dicken Schicht aus Kalkschotter. Dieser versorgt das Beet mit Mineralien und speichert Wasser.
Gut zu wissen: Ein Schottergarten ist keine geeignete Alternative zu einer grünen Rasenfläche. Zwar müssen Sie Schotter nicht gießen, er schadet jedoch dem Mikroklima und der Artenvielfalt. Im Sommer erhitzt sich der Schotter auf bis zu 70 Grad und die Umgebungsluft ist auch nachts deutlich wärmer.
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Pflanzen ohne zusätzliches Wasser: Diese Arten sind besonders pflegeleicht
Neben den Stauden, die meist aus dem asiatischen Raum kommen, sind auch mediterrane Pflanzen an Hitze und Trockenheit gewöhnt. Thymian und Rosmarin brauchen zum Beispiel wenig Wasser und mögen die Sonne. Sie lassen sich nicht nur in der Küche verarbeiten, sondern verströmen auch einen angenehmen Duft. Außerdem tragen sie zur Artenvielfalt bei, indem sie Bienen und Hummeln anlocken. Die weidenblättrige Birne, der Judasbaum, der Mittelmeer-Schneeball oder eine der zahlreichen Kiefernarten sind unter den Bäumen dafür bekannt, dass sie lange Trockenperioden problemlos überstehen.
Für die Terrasse oder Ihren Balkon bieten sich Kübelpflanzen an. Auch hier gibt es pflegeleichte Varianten für die Sommermonate. Pflanzen, die ohne zusätzliches Wasser auskommen, sind zum Beispiel:
- Schmucklilie
- Kumquat
- Feigenbäumchen
- Zitruspflanzen
10 Pflanzen, die Hitze ertragen – von Blumen bis Gemüse




Gemüse anbauen: robuste Sorten für Ihren Garten ohne Gießen
Sie möchten Gemüse aus Ihrem eigenen Garten ernten – haben jedoch nicht viel Zeit, sich darum zu kümmern? Dann starten Sie am besten mit einer robusten Gemüsesorte. Der Star im Gemüsebeet sind Kirschtomaten. Sie sind besonders pflegeleicht und kommen mit wenig Wasser aus. Sie zu düngen, ist ebenfalls unkompliziert, da es bereits fertigen Tomatendünger (werblicher Link) gibt. Auberginen und Zucchini müssen Sie zwar hin und wieder gießen – dafür wachsen und gedeihen die beiden Gemüsesorten in so gut wie jedem warmen Klima.
Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

