VonNico Reiterschließen
Wer denkt, dass im Februar noch nichts für den Garten zu tun ist, liegt falsch. Viele Pflanzen können bereits im Innenraum vorgezogen werden.
Kassel – Die Bäume sind noch kahl, auf Frühlingsblumen wird noch sehnsüchtig gewartet. Trotzdem gibt es rund um das Jahr einiges im Garten zu tun. Manche Pflanzen sollten noch im Februar zurückgeschnitten werden. Auch, wenn die wenigsten Pflanzen es bei den Temperaturen im zweiten Monat des Jahres ungeschützt im Freien aushalten, auf der Fensterbank, im Frühbeet oder – wenn vorhanden – im Gewächshaus kann schon losgelegt werden.
Voranzucht im Februar – Diese Pflanzen schaffen es trotz eisigen Temperaturen
Bereits im Februar, wenn das Wetter draußen meist noch winterlich ist, kann mit der Voranzucht begonnen werden. So haben die Pflanzen einen kleinen Wachstumsvorsprung. Die ersten Wochen verbringt die Saat dann geschützt im Innenraum. Dieses Gemüse kann nach plantura.garden schon im Februar angepflanzt werden:
- Paprika
- Chili
- Peperoni
- Auberginen
- Knollensellerie
- Knollenfenchel
- Gurken
Auch Kräuter wie zum Beispiel Basilikum, Kerbel und Majoran können angebaut werden. Laut krautundrueben.de können auch Tomaten bei guten Bedingungen schon angepflanzt werden. Wer keinen Stress hat, sollte aber lieber bis März warten.
Trotz Winter-Wetter Pflanzen ziehen: Tipps für die Aussaat im Innenraum
Während einige Pflanzen die kühlere Temperatur in der Nähe des Fensters lieben, brauchen andere mehr Wärme. Aubergine, Chili, Paprika und Peperoni bevorzugen laut Ökotest eine höhere Keimtemperatur zwischen 22 und 28 Grad. Die Pflanzen können beispielsweise in Joghurtbechern oder Eierkartons vorgezogen werden. Spezielle Anzuchterde mit weniger Düngermittel wird ebenfalls empfohlen, so Ökotest.
Die Pflanzen müssen besonders in der ersten Zeit regelmäßig gewässert werden. Am gleichmäßigsten gelingt das mit einer Sprühflasche. Die Behälter sollten Löcher haben, damit das überflüssige Wasser ablaufen kann. Ein weiterer Tipp ist es, die Pflanzen mit Klarsichtfolie abzudecken, da das die Keimung ebenfalls fördert. Zudem sollten die Behälter nicht zu gedrängt stehen, um den Sprösslingen genug Platz zu bieten.
Nach den letzten Frosttagen werden die Pflanzen nach draußen gesetzt. Um die Sprösslinge gut auf den Übergang vorzubereiten, können sie aber schon vorher auf die Bedingungen im Freien vorbereitet werden. Dafür werden die Pflanzen tagsüber bei Temperaturen über zwölf Grad an einen geschützten und halbschattigen Platz nach draußen gestellt. Sonne oder kalten Wind vertragen sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Über Nacht werden die Pflanzen dann wieder hereingeholt.
Diese Pflanzen können im Februar ins Frühbeet oder ins Freie
In einem Frühbeet, das zum Schutz vor der Witterung mit einer Folie oder Glas abgedeckt ist, können auch jetzt schon Pflanzen gesät werden. Kohlrabi, Salate, Radieschen, Rettiche, Porree und frühe Kohlsorten halten so die Bedingungen im Freien aus. Auch Kräuter wie Petersilie und Kresse schaffen im Beet einen Frühstart. Eine Lage Mist oder Kompost sorgt krautundrüben.de zufolge für mehr Wärme im Beet.
Die Aussaat im Freiland ist in besonders milden Lagen für bestimmte Pflanzen schon früh im Jahr möglich. Mit robusteren Gewächsen wie dicken Bohnen, Spinat und Feldsalat kann unter bestimmten Bedingungen schon gestartet werden. Auch einige Blumen können bereits früh draußen gesät oder gepflanzt werden.
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