Tipps für den Garten

Worauf Sie bei der Gartenarbeit rund ums Jahr achten sollten

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Für viele Menschen ist Gartenarbeit mehr als nur ein Hobby: Es ist eine Lebenseinstellung. Was es alles zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

München – Über das ganze Jahr fallen die verschiedensten Aufgaben im Garten an. Wann was erledigt werden muss, hängt von den Wetterbedingungen bei Ihnen vor Ort an. Auch wenn im Kalender schon das Wort „Frühlingsanfang“ steht, nützt es nichts, kleine Pflänzchen bereits im Garten auszupflanzen, wenn noch frostige Temperaturen herrschen. Die folgenden Tipps sind also nur grobe Richtwerte rund ums Thema Gartenarbeit, letztlich entscheidet das Wetter, welche Tätigkeiten gerade anfallen.

FrühblüherSchneeglöckchen, Krokusse, Narzissen, Tulpen, Primeln, Hyazinthen
SommerblumenKlatschmohn, Sonnenblumen, Ringelblumen, Dahlien, Petunien, Hortensien
HerbstblumenHerbstastern, Chrysanthemen, Herbst-Anemonen, Alpenveilchen

Gartenarbeit im Frühjahr dient vor allem der Vorbereitung auf die warmen Monate

Wenn die Tage wieder länger werden und die Temperaturen steigen, erwacht die Natur und auch der heimische Garten zu neuem Leben. Der erste Tipp für den Frühling lautet: Lockern Sie die Böden in Ihren Blumenbeeten, damit die Pflanzen wieder leichter wachsen können. In den Wintermonaten haben sich die oberen Bodenschichten teilweise verdichtet, was Frühblühern wie Schneeglöckchen, Krokusse und Tulpen das Wachstum erschwert. Idealerweise lockern Sie nur die obere Schicht der Beete mit einer Harke. Aber Achtung: Graben Sie nicht zu tief, sonst könnten Sie die noch nicht sichtbaren Triebe der Frühlingsblumen verletzen.

Achten Sie im März verstärkt auf Schneckeneier, die in diesem Monat gelegt werden. Damit sich die Schädlinge nicht weiter ausbreiten können, sollten Sie die kleinen weißen Eier schnellstens entfernen.

Sobald die Beete vorbereitet sind, können Sie robuste einjährige Blumen aussäen. Dazu zählen zum Beispiel Klatschmohn, Kornblumen oder Ringelblumen. Auch vorgetriebene Tulpen kann man jetzt ins Beet pflanzen.

Nutzen Sie den März, um Ihre Rosen nochmal kräftig zurückzuschneiden.

Der März ist außerdem der richtige Zeitpunkt, um Rosen nochmal kräftig zurückzuschneiden. Dabei werden tote, schwache und kranke Triebe entfernt. Achten Sie darauf, eine scharfe und saubere Schere zu verwenden, damit es glatte Schnittstellen gibt. Schneiden Sie schräg etwa fünf Millimeter oberhalb einer nach außen stehenden Knospe. Pflegen Sie die Rosen anschließend mit einem Gemisch aus Hornmehl und Kompost, um das Wachstum zu fördern.

Kontrollieren Sie Buchsbäume auf Schädlinge

Wenn Sie Buchsbäume im Garten haben, sollten Sie diese ab März regelmäßig kontrollieren, ob Raupen des Buchsbaumzünslers überwintert haben und nun anfangen, Schäden anzurichten. In Baumärkten und Gartencentern gibt es spezielle Mittel, um den Raupen den Gar auszumachen.

Auch der Rasen benötigt ab März wieder etwas Pflege. Kahle Stellen sollten jetzt neu besät werden. Jäten Sie außerdem Unkraut und düngen Sie den Rasen.

Ab April benötigen vor allem mehrjährige Stauden und Sträucher ausreichend Dünger, da die Pflanzen nun ihren größten Wachstumsschub haben und deshalb viele Nährstoffe brauchen. An warmen Tagen sollten Sie am besten frühmorgens ausreichend gießen.

Im Frühlingsmonat Mai können Sie - nach den Eisheiligen - auch kälteempfindliche Pflanzen wie Oleander oder Geranien nach draußen bringen. Wenn Sie im Frühling Primeln im Topf gekauft haben, können Sie die verblühten Blumen jetzt an einen nicht zu sonnigen Platz in den Garten pflanzen. Dort wachsen sie weiter und bilden neue Blüten.

Lassen Sie Ihre Pflanzen im Sommer nicht austrocknen: So gießen Sie richtig

Im Sommer sollten Sie bei der Gartenarbeit vor allem ein Auge auf mögliche Schädlinge haben, da sich diese in der heißen Jahreszeit am wohlsten fühlen. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Läuse, Milben, Buchsbaumzünsler und Pilzerkrankungen, damit Sie frühestmöglich Gegenmaßnahmen ergreifen können. Auch Unkraut sollte das ganze Jahr über entfernt werden, da es dem Boden wichtige Nährstoffe entzieht, die den Blumen dann fehlen.

In den Sommermonaten gilt vor allem eines: Gießen! Lassen Sie Ihre Pflanzen nicht austrocknen. Damit sie sich am besten entwickeln, sollten Sie alle paar Tage einmal kräftig gießen. So werden die Blumen unempfindlicher gegen Trockenheit. Idealerweise geben Sie das Wasser direkt auf den Boden, nicht auf die Blätter und Blüten, um Pilzkrankheiten zu vermeiden.

Für die einen ist der Mähroboter Spielerei, für die anderen ein wertvoller Rasenpfleger.

Ein weiteres wichtiges Thema im Sommer ist die Rasenpflege. Ein schöner Rasen muss regelmäßig gemäht werden. Achten Sie jedoch darauf, das Gras in besonders heißen Perioden nicht zu kurz zu schneiden, da es sonst leicht verbrennen kann.

Bereiten Sie im Herbst Ihren Garten auf den Winter vor

Wenn die Tage im Herbst wieder kürzer werden, ist es an der Zeit, frostempfindliche Pflanzen in ein kühles Winterquartier zu bringen. Verblühte einjährige Blumen können Sie jetzt entfernen, ebenso das Herbstlaub. Graben Sie Ihre Beete vor dem Winter nochmal um und pflanzen Sie jetzt Blumenzwiebeln wie etwa Narzissen, Hyazinthen, Schneeglöckchen und Krokusse. Jäten Sie ein letztes Mal Unkraut und verteilen Sie Kompost und Mulch in den Beeten.

Obstbäume und Sträucher können ab Oktober zurückgeschnitten werden. Um Schädlingen keine Chance zu geben, legen Sie Leimringe um die Baumstämme.

Schützen Sie Ihre Pflanzen im Winter vor Frost und Schnee

Wichtigstes Gebot im Winter: Schützen Sie Ihre Pflanzen vor Frost und Schnee. Hierfür können Sie beispielsweise Tannenäste oder Rindenmulch auf den Beeten verteilen. Milde Winter eignen sich optimal für das Nachschneiden von Gehölzen und Weinreben. Dies sollten Sie bis spätestens 28. Februar tun, da das Schneiden von Hecken, Bäumen und Sträuchern zwischen dem 1. März und dem 1. Oktober verboten ist. Ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz kann ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro nach sich ziehen.

Wenn Sie diese Tipps beachten, steht einem schönen Garten nichts mehr im Weg. Und auch wenn Sie viel Zeit und Arbeit in Ihren Garten investieren müssen, Sie werden dafür mit einer wunderschönen Blütenpracht belohnt.

Rubriklistenbild: © Busch, Gisela

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