Gaspedal klemmt

Neuer Mangel am Tesla Cybertruck: US-Behörden ermitteln nach TikTok-Video

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Tesla hat beim Cybertruck mit Problemen zu kämpfen. Ein TikTok-Nutzer berichtet von einem gefährlichen Defekt des Gaspedals. Dieser Vorfall könnte Konsequenzen haben.

Im November 2023 war es endlich so weit: Mit mehreren Jahren Verspätung brachte Tesla den Cybertruck auf den Markt. Doch trotz der zahlreichen Verschiebungen ist der Elektro-Pick-up alles andere als fehlerfrei. Das zeigt auch ein Video, das am Wochenende auf TikTok viral ging.

Gaspedal verklemmt sich: Cybertruck-Fahrer kann aber noch bremsen

Darin berichtet der Nutzer „el.chepito1985“, dass er mit seinem Cybertruck unterwegs war, als sich die Abdeckung des Beschleunigungspedals gelöst und nach vorn verschoben habe. „Wie man sieht, rutschte es aufgrund der Konstruktion des Bodenbretts hoch und hielt das Gaspedal bei Vollgas zu 100 % unten, da es immer noch am Pedal eingehakt war“, sagt der Tesla-Besitzer in dem Video.

@el.chepito1985 serious problem with my Cybertruck and potential all Cybertrucks #tesla #cyberbeast #cybertruck #stopsale #recall ♬ original sound - el.chepito

Zum Glück geriet „el.chepito1985“ aber nicht in Panik und übersteuerte das Pedal des Elektroautos, in dem er auf die Bremse trat. „Aber sobald ich die Bremse löste, beschleunigte es wieder. Also hielt ich das Auto an, stellte es in die Parkposition und stieg aus“, erklärt er in dem Clip auf TikTok. Erst dann merkte der Cybertruck-Fahrer, dass sich das Gaspedal verhakt hatte. „Es scheint deshalb eine Rückrufaktion oder eine Art Stoppzelle zu geben. Wenn jemand in Panik gerät, könnte das ziemlich gefährlich sein“, sagt der TikTok-Nutzer.

Zeitenjagd auf Nordschleife: Diese 10 Elektroautos waren am schnellsten

Porsche Taycan Turbo auf der IAA.
Platz 9 – Porsche Taycan Turbo: Die Zuffenhausener sind fast schon Stammgast in der Eifel. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis man nach dem Rekord für in Serie gebaute Elektroautos greift. Und so schickten die Schwaben 2019 einen Vorserien Taycan Turbo auf die Nordschleife. Die offizielle Zeit: 7:42,3. Ein neuer Rekord! Übrigens: Der BMW M4 CS der vorherigen Generation war genauso schnell. © Manfred Segerer/Imago
Tesla Model S
Platz 8 – Tesla Model S Plaid: Wo es um Elektroautos geht, ist Tesla nicht weit weg. Und so wollten die Amerikaner auch den Rundenrekord auf der Nordschleife. Um Porsche abzulösen, schickte man 2021 das Model S Plaid ins Rennen. Mit Erfolg: Das 1.020 PS starke Elektroauto durchquerte die Grüne Hölle in 7:35,5 Minuten. Es war der Anfang eines Duells um die Bestzeit. © Tesla
Porsche Taycan Turbo S auf der Nordschleife.
Platz 7 – Porsche Taycan Turbo S: Nur ein Jahr später schickte sich Porsche an den Tesla-Rekord zu knacken. Dieses Mal sollte es der Taycan Turbo S richten. Und er pulverisierte die Bestmarke der Texaner. Mit 7:33,3 Minuten war er knapp zehn Sekunden schneller als das Model S Plaid. © Porsche
Tesla Model S auf der Nordschleife.
Platz 6 – Tesla Model S Plaid Track Pack: Im Jahr 2023 folgte dann ein weiterer Anlauf von Tesla. Dieses Mal war das Model S Plaid zusätzlich noch mit dem Track Pack ausgestattet. Perfekte Voraussetzungen für einen Trackday mit Rundenrekord. Und den schnappten sich die Texaner auch. Die Zeit: 7:25,2 Minuten. Satte 8,1 Sekunden schneller als Porsche. © Tesla
Toyota TMG EV P002 auf der Nordschleife.
Platz 5 – Toyota TMG EV P002: Der Name dieses Stromers ist ähnlich kryptisch, wie der des ersten Elektro-Toyotas bz4X. Dahinter verbirgt sich aber ein elektrischer Prototyp eines Rennautos mit 469 PS. Mit 7:22,32 stellte Toyota 2012 für kurze Zeit den Rekord für Elektroautos auf der Nordschleife auf. © Toyota Gazoo Racing Europe
Porsche Taycan Turbo GT auf der Nordschleife.
Platz 4 – Porsche Taycan Turbo GT: Und täglich grüßt das Murmeltier oder in diesem Fall Zuffenhausen. Im Januar 2024 schickte die VW-Tochter einmal mehr eine Vorserienversion des Elektrosportlers auf die Nordschleife, um den Tesla Rekord einzustellen. Und das gelang eindrucksvoll. Mit 7:07,5 Minuten blieb man nur knapp über sieben Minuten. Platz drei verpasste der Taycan um grade einmal 2,3 Sekunden. Zeitgleich war man knappe 18 Sekunden schneller als Dauerkonkurrent Tesla. © Sebastian Kubatz/Porsche
Rimac Nevera
Platz 3 – Rimac Nevera: Mit einer Zeit von 7:05,2 ist das Hypercar hauch dünn, das schnellste Serien-Elektroauto auf der Nordschleife. Die 1.088 PS haben bei der Rekordfahrt Ende 2023 sicherlich geholfen, um Porsche, Tesla und Co. hinter sich zu lassen. Den Sprint von null auf 100 schafft der Nevera in 1,7 Sekunden. Auch abseits der Grünen Hölle ist er somit eines der schnellsten Elektroautos auf dem Markt. Zudem hält der Sportwagen einen Weltrekord für die höchste Geschwindigkeit im Rückwärtsgang. © Cover-Images/Imago
NIO EP9
Platz 2 – NIO EP9: Auch wenn der Sportwagen zwischen 2016 und 2019 für etwa 1,55 Millionen Euro verkauft wurde, ein Serienfahrzeug ist er nicht. Lediglich zehn Exemplare wurden gebaut. Auf der Nordschleife durfte das 1.360-PS-Monster 2017 zeigen, was in ihm steckt. Und das ist einiges: Als erstes Elektroauto bezwang er die Grüne Hölle in unter sieben Minuten. Und zwar deutlich. Am Ende zeigte die Stoppuhr 6:45,9 Minuten. Beim ersten Versuch im Vorjahr blieb das Hypercar mit 7:05,12 Minuten noch knapp darüber. © Pond5 Images/Imago
Ein Lotus Elvija X auf der Nordschleife.
Platz 2 – Lotus Elvija X: Schon die Serienversion des Elektro-Hypercars ist beeindruckend. 2.039 PS katapultieren den Lotus Elvija in 9,1 Sekunden auf Tempo 300, das maximale Drehmoment beträgt 1.704 Newtonmeter. Daran hat sich auch bei der Nordschleifen-Version nichts geändert. Lediglich an der Aerodynamik hat Lotus geschraubt. Der Elvija X trägt einen massiven Heckflügel sowie einen ausgeprägten Frontsplitter und Luftleitbleche. Hinzu kommen Karbonbremsen und Rennreifen von Pirelli. Mit diesen minimalen Modifikationen brannte das Hypercar eine Zeit von 6:24,047 Minuten in den Asphalt der Grünen Hölle. Damit ist es das schnellste Auto mit Serienfahrwerk. © Lotus
VW ID.R auf der Nordschleife.
Platz 1 – VW ID.R: Noch bevor Volkswagen voll auf Elektro gesetzt hat, experimentierte man in Wolfsburg mit dem Alternativ-Antrieb herum. Heraus kam der ID.R. Mit 680 PS und weniger als 1.100 kg Gewicht war die Studie ein offensichtlicher Kandidat für den Elektro-Rekord in der Eifel. 2019 war es dann so weit und die Grüne Hölle war kein Gegner für den ID.R. Der Elektrorenner brauchte nur 6:05,3 Minuten für die Nordschleife. Damit ist er mit deutlichem Abstand der schnellste Stromer auf der Kult-Strecke. Einzig der Porsche 919 Hybrid Evo legte die 23 Kilometer schneller zurück. © Bildagentur Kräling/Volkswagen

Problem mit Cybertruck-Gaspedal: Keine Reaktion von Elon Musk

Es verwundert daher nicht, dass auch die US-Verkehrsaufsichtsbehörde NHTSA reagiert. Eine Sprecherin sagte am Montag, dass man mit Tesla in Kontakt sei, um mehr Informationen zu bekommen. Von Tesla, wo Firmenchef Elon Musk vor Jahren die Presseabteilung aufgelöst hatte, gab es zunächst keine Reaktion auf das Video. Auch der Tech-Milliardär selbst äußerte sich bei seiner Online-Plattform X nicht dazu. In Online-Foren berichteten einige Cybertruck-Käufer aber, dass ihre Auslieferungstermine kurzfristig verschoben worden seien.

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In den Online-Foren waren zuletzt auch einige Nutzer hart mit dem Elektro-Pick-up ins Gericht gegangen. So gab dieser bereits nach wenigen Meilen den Geist auf. Und auch darüber hinaus ist die Liste der Probleme des Cybertrucks bereits jetzt sehr lang: So gehört Schnee nicht zu den Stärken des Cybertrucks. Neben den schlechten Fahreigenschaften wegen der falschen Bereifung schneien auch die Scheinwerfer zu. Dreckig machen sollte man den Elektro-Pick-up ohnehin nicht. Denn mit Schmutz kommt er so gar nicht klar und muss danach sofort gewaschen werden. Ein weiterer Schwachpunkt ist die Reichweite, die deutlich geringer ausfällt als versprochen. (Mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Jam Press/Imago

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