Putztrick

Lästigen Grünbelag von Pflastersteinen entfernen: Dieses Hausmittel hilft sofort

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Grünbelag auf Pflastersteinen kann lästig sein. Wer beim Entfernen nicht die Chemiekeule schwingen will, kann auf Hausmittel zurückgreifen.

Moos, Flechten oder Algen – Grünbelag wächst vor allem an feuchten Stellen oder an Orten, die nicht viel Sonne abbekommen. Dabei ist er nicht nur lästig und sieht unschön aus, sondern kann auch noch gefährlich sein. Auf moosbewachsenen Gehwegen rutscht man schnell mal aus. Falls möglicherweise ohnehin der alljährliche Frühjahrsputz ansteht, können Sie auch gleich Ihren Garten fit für den Sommer machen. Wer sich dabei vom nervigen Grünbelag auf Pflastersteinen befreien will, kann zur Reinigung einfache Hausmittel verwenden.

Moos, Flechten und Algen entfernen: Hausmittel hilft gegen Grünbelag

Grünbelage auf Pflastersteinen bilden sich vor allem, wenn es feucht ist. (Symbolbild)

Zum Entfernen von Grünbelag auf Gartenwegen und -plätzen benötigen Sie keine speziellen Reinigungsmittel wie Grünbelag-Entferner. Diese sind meistens teuer und stehen oft im Verdacht, mit ihren Wirkstoffen auch Pflanzen und Tiere zu schädigen. Stattdessen können Sie eine einfache und umweltfreundliche Alternative wählen, die dabei noch kostengünstig ist. Die Kombination aus heißem Wasser und Natron kann Wunder wirken.

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Natron und heißes Wasser gegen Grünbelag: So gehen Sie vor

  1. Befreien Sie die Stelle mit dem Grünbelag als erstes von grobem Schmutz. Nutzen Sie dazu einen Kehrbesen.
  2. Kochen Sie nun, je nach Größe der zu reinigenden Stelle, mehrere Liter Wasser auf.
  3. Fügen Sie dem Wasser Natron hinzu – etwa zwei Esslöffel pro Liter – und vermischen Sie das Ganze.
  4. Die Natron-Wasser-Mischung wird nun großzügig auf die betroffene Stelle verteilt.
  5. Lassen Sie das Ganze über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen können Sie den Grünbelag mit einer Bürste vom Pflaster entfernen.

Wie Oekotest.de erklärt, könne man alternativ zum Natron auch 150 Gramm Waschsoda mit drei Esslöffeln Speisestärke in einem halben Liter Wasser auflösen und anschließend mit mehreren Litern kochendem Wasser kurz aufkochen. Essig als Natronersatz ist jedoch nicht zu empfehlen. Es lässt sich nämlich nicht vermeiden, dass der Essig auch in den Gartenboden und das Grundwasser fließt und dabei Pflanzen, Insekten oder Tiere schädigen kann.

Fünf Hausmittel ersetzen übliche Putzmittel – und stehen fast in jedem Schrank

Hausmittel stehen auf einem Tisch
Mithilfe von Natron, Backpulver oder zum Beispiel Zitronen bekommt man viele unschöne Flecken wieder weg. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
Reinigung einer Toilette im Badezimmer
Mit Essig können Sie die Toilette reinigen. Dafür verteilen Sie eine halbe Flasche Essigessenz in der Kloschüssel und lassen es über Nacht einwirken. Den Urinstein sollten Sie danach mit der Toilettenbürste gut entfernen können. Bei hartnäckigeren Ablagerungen verteilen Sie ebenfalls eine halbe Flasche Essigessenz, sodass die braunen Stellen damit bedeckt sind und streuen dann drei bis vier Esslöffel Natron darauf. Lassen Sie das Ganze ebenfalls über Nacht einwirken. Wenn Sie am nächsten Tag die Toilette mit der Bürste putzen, sollte sich der Schmutz lösen. Verwenden Sie bei allen Putzarbeiten Handschuhe. (Symbolbild) © imageBROKER/Joko/Imago
Putzeimer auf Fliesen im Badezimmer
Essig hilft beim Wohnungsputz auch an vielen anderen Stellen – so zum Beispiel im Badezimmer, denn es hilft insbesondere bei Kalkablagerungen und Fettflecken. Geben Sie einen Schuss Essig in einen Liter Wasser und verteilen die Mischung mit einem feuchten Lappen. Auch in der Küche kann das Gemisch zum Einsatz kommen: Stellen Sie es in einer Schale in den Backofen, während Sie ihn erhitzen – schon lässt sich der Schmutz leichter entfernen. Achten Sie darauf, dass Sie beim Putzen gut durchlüften, da der Essig unangenehme Dämpfe zurücklässt. Verwenden Sie auch hier Putzhandschuhe. (Symbolbild) © Schöning/Imago
Person mit Handschuhen beim Fensterputzen
Als Alternative zum Essig, die etwas geruchsneutraler ist, können Sie beim Putzen in der Wohnung Zitronensäure verwenden. Geben Sie etwas davon zu einem Liter Wasser und verwenden Sie die Mischung gegen lästige Kalkablagerungen oder um die Fenster damit streifenfrei zu putzen. Auch hier gilt: Handschuhe anziehen. (Symbolbild) © STPP/Imago
Besteck steckt gebündelt in einem Glasgefäß.
Auch Messing lässt sich auf sanfte Art mithilfe einer Zitrone reinigen. Dazu bestreuen Sie eine Zitronenhälfte mit Salz und benutzen die Oberfläche, um das Messing damit einzureiben und hinterher mit warmen Wasser abzuwaschen. Danach sollten Sie das Messing mit einem fusselfreien Tuch reinigen. Bei angelaufenem Silber genügt es, wenn Sie etwas Zitronensaft in eine Schale pressen und die Flüssigkeit auf den Stellen verteilen, wo sich unschöne Flecken breitgemacht haben. (Symbolbild) © Martin Bäuml/Imago
Jemand reinigt einen Backofen mit Handschuhen und einem Putzlappen in der Hand
Natron eignet sich ebenfalls zum Reinigen vieler schmutziger Stellen. Im Backofen verteilen Sie es einfach auf die betroffenen Stellen an den Wänden, spritzen etwas Wasser darauf und wischen es nach einiger Einwirkzeit wieder ab. Wenn Sie zwei Esslöffel Natron mit einem Schuss Wasser und ein bisschen Essig verbinden, haben Sie außerdem die perfekte Mischung zur Reinigung Ihres Ceranfeldes geschaffen. Auch hier gilt: Handschuhe anziehen. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Ausguss eines Waschbeckens, in dem Wasser läuft
Ist der Abfluss leicht verstopft, soll ein Gemisch aus Natron (oder Backpulver) und Essig helfen, Kalk- oder Fettablagerungen im Inneren des Rohres zu lösen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel davon verwenden, damit das Material nicht angegriffen wird: Drei bis vier Esslöffel Natron (oder alternativ drei bis vier Esslöffel Backpulver) und eine halbe Tasse Essig-Essenz in den Abfluss schütten, mehrere Minuten einwirken lassen und mit heißem Wasser nachspülen, nachdem es aufgehört hat, zu sprudeln. (Symbolbild) © Jochen Tack/Imago
Eine Pfanne steht nach dem Essen auf dem Tisch.
Soda ist ein altbewährtes Mittel, wenn es um hartnäckige Verkrustungen geht. Aber auch Fettflecken lassen sich damit beseitigen. Wenn Sie etwas Sodapulver mit einem Liter Wasser mischen, entsteht daraus ein einfaches Reinigungsmittel, das Sie bei Essensresten auf Pfannen, Backblechen oder im Backofen anwenden können. Dafür sollten Sie das Gemisch kurz einwirken lassen und den Schmutz danach mit einem Schwamm entfernen. (Symbolbild) © YAY Images/Imago
Toilette reinigen
Zusammen mit Backpulver löst übrigens auch Cola Kalk und Urinstein im Nu. So funktioniert es: Schütten Sie zwei bis drei Päckchen Backpulver in die Toilette und gießen Sie danach einen viertel Liter Cola darüber – sodass das Gemisch kräftig zu sprudeln beginnt. Lassen Sie es über Nacht einwirken und säubern Sie die Toilette danach gründlich mit einer Klobürste. (Symbolbild) © Nomad Soul/Imago
Jemand wischt mit einem trockenen Tuch über ein Möbelstück.
Backpulver oder Natron soll übrigens auch bei schlechten Gerüchen, etwa bei neuen Möbeln, helfen. Tipp: Das Pulver großzügig auf der Oberfläche verteilen und das Ganze über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Tag mit einem Staubsauger (mit entsprechendem Aufsatz gegen Kratzer) darüber saugen, feucht nachwischen und trocknen lassen. (Symbolbild) © YAY Images/Imago
Kaffeepulver auf einem Löffel
Frisch gemahlener Kaffee duftet einfach gut, darüber sind sich Kaffeefans einig. Kaffee ist dabei nicht nur zum Trinken gut. Das braune Pulver können Sie im Haushalt vielseitig verwenden – und zwar, wenn es darum geht, andere Gerüche zu neutralisieren. Riechen die Möbel noch ganz neu? Tipp: Stellen Sie eine kleine Schüssel mit Kaffeepulver ins Schrankfach und lassen Sie sie dort mehrere Tage stehen. So kann sich der angenehmere Geruch langsam entfalten. (Symbolbild) © maginechina-Tuchong/Imago

Moos aus den Fugen entfernen: Pflastersteine von Hand reinigen

Wenn alles nichts hilft, dann kann das Pflaster auch mit der Hand vom Grünbelag befreit werden. Dazu benötigt man Hilfsmittel wie kleine, stumpfe Messer, mit denen man das Moos auch aus den Fugen entfernen kann. Auch grobe Drahtbürsten sind von Vorteil. Wer es mit größeren Flächen zu tun hat, kann auch zum Hochdruckreiniger greifen, wie zum Beispiel zum K3 Power Control der Firma Kärcher (werblicher Link). Jedoch sollte dabei aufgepasst werden, dass das Pflaster nicht durch den hohen Druck beschädigt wird.

Rubriklistenbild: © Peter Himmelhuber/Zoonar/IMAGO

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