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Unkraut aus Fugen entfernen: Mit drei Tipps geht es schnell, einfach und hält lange vor

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Unkraut breitet sich gern zwischen Pflastersteinen und Terrassenplatten aus. Mit ein paar Tricks lassen sich Löwenzahn und Co. jedoch schnell und gründlich entfernen.

Ob Löwenzahn, Gänseblümchen oder anderer Wildwuchs: Mit der Zeit sprießt Unkraut nicht nur im Rasen, sondern auch aus allen Pflasterfugen. Gerade in Hausauffahrten oder zwischen gepflasterten Gartenwegen hält es sich oft hartnäckig. Von chemischen Unkrautvernichtern sollten Sie jedoch unbedingt die Finger lassen: In Deutschland ist die Anwendung im Garten und auf versiegelten Flächen verboten und kann mit hohen Geldbußen von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Auch Essig und Salz zur Unkrautvernichtung ist keine gute Idee. Genauso schnell und wirksam geht es jedoch auch mit umweltfreundlichen Methoden.

1. Fugenkratzer oder Fugenbürste

Unkraut wuchert aus den Fugen von Pflastersteinen. Mit den richtigen Hilfsmitteln lassen sich unerwünschte Gewächse schnell entfernen.

Das einfachste und dabei sehr effektive Hilfsmittel, um Moos und Unkraut zwischen Pflastersteinen zu entfernen, ist ein Fugenkratzer. Das spitze Werkzeug aus Metall gelangt tief in die Fugen und entfernt dabei die unerwünschten Gewächse samt Wurzeln. Um das Ganze rückenfreundlicher zu gestalten, sind Geräte mit passender Teleskopstange erhältlich. Alternativ bietet sich auch eine Fugenbürste an.

Da bei den genannten Geräten jedoch immer Wurzeln und Samen zurückbleiben, verspricht diese Methode nur kurzfristige Erfolge – Unkraut und Moos kehren bald wieder zurück.

Dreifach effektiv

Sie möchten Unkraut nicht nur mit Schraubenzieher oder altem Messer zu Leibe rücken? Stehend, bequemer und dreifach schlagkräftig funktioniert das mit dem Gardena combisystem-3in1 Fugenreiniger (werblicher Link). Dieser geht mit dünnem Edelstahlmesser, dreieckig gebogenem Bügel und Edelstahlborsten gehen unliebsames Unkraut vor.

2. Elektrischer Unkrautvernichter

Ein elektrischer Unkrautvernichter verspricht schnelle Abhilfe gegen unerwünschte Kräuter und Blumen. Dieses Gerät arbeitet ohne umweltschädliche Chemie oder Kohlenstoffdioxid – nur mit Feuer. Bis zu 1.000 Grad können damit je nach Modell erreicht werden. 600 Grad sollten es auf jeden Fall sein, damit es gegen Unkraut etwas ausrichten kann. Einfach über die zugewucherten Fugen führen. Die Zellstruktur des Unkrauts wird durch die Hitze zerstört und kann danach gejätet werden.

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Ein Gerät – drei Funktionen

Sie möchten Löwenzahn & Co. mit Hitze den Garaus machen? Dann seien Sie clever und setzen Sie auf einen Unkrautvernichter, der mehr kann. Von Kinzo gibt es ein Premium-Gerät (werblicher Link), das sich als Unkrautbrenner, Grillanzünder und sogar Heißklebepistole einsetzen lässt.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © Alona Antoniadis via www.imago-images.de
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Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © Mar via www.imago-images.de
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Monkey Business 2 via www.imago-images.de
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Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Kateryna Kolesnyk via www.imago-images.de
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Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imageBROKER/O. Diez via www.imago-images.de
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Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Erich Teister
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Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © IMAGO/Ashley Corbin-Teich
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Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss via www.imago-images.de
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Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © -
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Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © IMAGO/TSpider

3. Hochdruckreiniger

In vielen Haushalten steht er ohnehin griffbereit in der Garage – ein Hochdruckreiniger. Damit lässt sich nicht durch die Einfahrt reinigen, sondern auch das darin wuchernde Unkraut umweltfreundlich beseitigen. Lediglich der Wasserverbrauch schlägt zu Buche, der sich jedoch steuern lässt. Dank des hochkonzentrierten Wasserstrahls spühlt der Hochdruckreiniger den Wildwuchs samt Keimen und Samen aus den Ritzen. Im Anschluss sollten Sie die Fugen jedoch wieder mit Fugensand auffüllen. Für Gärten ist spezieller Fugensand erhältlich, der das Unkrautwachstum hemmt. So bleibt ihr Pflaster lange Zeit unkrautfrei.

Nicht nur zwischen Pflastersteinen sprießt das Unkraut, auch auf dem Gehweg vor dem Haus breiten sich Löwenzahn & Co. schnell aus. Doch wer ist eigentlich für die Unkrautentfernung auf dem Gehweg zuständig?

Rubriklistenbild: © F. Hecker/Imago

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