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Alter, Lebensstil, Gene und Geschlecht beeinflussen das individuelle Schlafbedürfnis. Doch wie viele Stunden Schlaf sind ideal?
Sieben Stunden Schlaf sind für Menschen im mittleren und hohen Alter ideal. Wesentlich längere oder kürzere Nachtruhen sind mit Beeinträchtigungen der psychischen und körperlichen Gesundheit sowie schlechteren kognitiven Leistungen verbunden. Doch die optimale Schlafdauer ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ob Sie mehr oder weniger Schlaf brauchen, hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab. Grundsätzlich kann der Wert im Einzelfall daher zwischen fünf bis zehn Stunden pro Tag liegen. Während Erwachsene beispielsweise mit sieben bis acht Stunden gut zurechtkommen, brauchen Kinder deutlich mehr Ruhe. Wie viel Schlaf braucht der Mensch tatsächlich?
Faktor Alter: Optimale Schlafdauer verändert sich mit den Jahren
Laut Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der American Academy of Sleep Medicine ist die optimale Schlafdauer vor allem vom Alter abhängig. Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2016, die insgesamt 35 Studien untersuchte, fand heraus, dass die optimale Zeitspanne für Erwachsene etwa sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht beträgt. Bei Kindern liegt der Wert deutlich höher:
- 0 bis 3 Monate: 14 bis 17 Stunden Schlaf pro Tag
- 4 bis 11 Monate: 12 bis 16 Stunden Schlaf pro Tag
- 1 bis 2 Jahre: 11 bis 14 Stunden Schlaf pro Tag
- 3 bis 5 Jahre: 10 bis 13 Stunden Schlaf pro Tag
- 6 bis 12 Jahre: 9 bis 12 Stunden Schlaf pro Tag
- 13 bis 18 Jahre: 8 bis 10 Stunden Schlaf pro Tag
Neugeborene haben mit etwa 16 Stunden Schlaf täglich die längste Nachtruhe. Etwa die Hälfte der Zeit schlummern sie dabei im sogenannten REM-Schlaf. Der REM-Schlafanteil spielt vermutlich eine wichtige Rolle bei der Gehirnentwicklung. Mit zunehmender Entwicklung nimmt dieser Anteil ab und auch die Schlafzeit passt sich allmählich an. Bis zum 14. Lebensjahr sinkt dieser dann auf etwa 20 Prozent und bleibt von nun an konstant, wie das Wissenschaftsmagazin Geo.de berichtet.
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Geschlecht und Gene wirken sich auf Schlafdauer aus
Frauen schlafen einer Allensbach-Umfrage zufolge mehr als Männer. Durchschnittlich schliefen weibliche Befragte etwa mindestens acht Stunden und damit eine halbe Stunde länger als Männer. Erst in den Wechseljahren verringert sich dieser Unterschied. Dem britischen Schlafforscher Jim Horne zu Folge liegt der höhere Schlafbedarf daran, dass Frauen ihr Gehirn intensiver nutzen. Je mehr das Gehirn am Tag beansprucht wird, umso mehr Schlaf braucht es, um sich zu erholen. Auch die genetische Veranlagung scheint bei der optimalen Schlafdauer eine Rolle zu spielen.
Sieben Stunden Schlaf? Soziale Faktoren beeinflussen die Schlafdauer
Wie lange jemand schläft, hat auch mit dem sozialen Umfeld zu tun. Forschende aus Korea und dem Vereinigten Königreich untersuchten die durchschnittliche Schlafdauer in unterschiedlichen Weltregionen. Sie fanden heraus, dass die Kultur eines Landes den Schlaf maßgeblich beeinflusst. Die im Fachblatt „Nature“ veröffentliche Studie konnte zeigen, dass die länderspezifischen Unterschiede zu über 60 Prozent auf kulturelle Faktoren zurückzuführen sind. Ein höheres Einkommen und damit verbunden längere Arbeitszeiten sowie eine vermehrte Technisierung des Alltags schienen dabei die Schlafdauer zu verkürzen.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
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