Seelisches Gleichgewicht

Glückshormone aktivieren: welche einfache Methode Ihre Stimmung in kurzer Zeit anheben kann

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Sinkende Temperaturen und weniger Sonnenlicht im Herbst und Winter können aufs Gemüt schlagen. Wie ein einfacher Tipp Ihnen schnell gute Laune bringt.

Sinkende Temperaturen, nasskaltes Wetter und die Aussicht auf den kommenden Winter können bei vielen Menschen zu einer gedrückten Stimmung führen. Für einige Menschen ist es nicht immer einfach, bei tristem Regenwetter die gute Laune zu bewahren. Der Mangel an direktem Sonnenlicht, sobald die Tage kürzer werden, ist ein Grund für den Herbst- und Winterblues. Anstatt sich zu Hause zu isolieren, ist es besser, aktiv gegen das seelische Tief vorzugehen. Die erfreuliche Nachricht: Sie können schon mithilfe einer bestimmten Gefühlsregung Ihre Stimmung positiv verbessern.

Welche Hormone die Stimmung beeinflussen

Stimmungstief und schlechte Laune überkommen viele Menschen in den Herbst- und Wintermonaten. Ein einfacher Trick, den Sie im Grunde immer und überall anwenden können, kann schnell Abhilfe bringen.

Hormone oder Neurotransmitter, die Wohlbefinden, Entspannung, Freude oder Glücksgefühle auslösen können, werden als Glückshormone bezeichnet. Dopamin, Serotonin und Endorphin sind die bekanntesten. Weitere sind Noradrenalin, Phenethylamin sowie Oxytocin. Wenn der Hormonspiegel dieser Botenstoffe niedrig ist, kann sich das in einer schlechten Stimmung äußern. In vielen Situationen produziert der Körper diese Neurotransmitter jedoch auf natürliche Weise. Tatsächlich kann jeder die Produktion seiner Glückshormone auch selbst mit einigen einfachen Maßnahmen beeinflussen.

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Lachen aktiviert die Glückshormone

Um die Glückshormone zu aktivieren, muss man nicht in jedem Fall Nahrungsergänzungsmittel oder gar Medikamente einnehmen. Lachen oder selbst ein Lächeln können schon eine gewünschte Wirkung zeigen, wie eine Studie aus dem Jahr 2022 bestätigt. In 19 Ländern auf sechs Kontinenten untersuchten die Wissenschaftler mehr als 3.800 Teilnehmer. Die Ergebnisse zeigten, dass bereits das Nachahmen von glücklichen Gesichtsausdrücken Glücksgefühle auslöst. Zudem hilft Lachen gegen Stress, wodurch sich Verspannungen lösen können, wie ARD Alpha berichtet. Da der Körper nicht zwischen künstlichem und echtem Lachen unterscheiden kann, entstehe der positive Effekt trotzdem, auch wenn dem Menschen zunächst nicht nach Lachen zumute wäre – ausprobieren lohnt sich!

! Tipp für mehr Glückshormone !

Sehen Sie sich einen lustigen Film oder eine Comedy-Serie an. Aber auch Filme, Podcasts und Musik können Sie zum Lachen bringen.

Depression ist mehr als nur traurig sein – welche Symptome auf die psychische Erkrankung hindeuten

Frau mit starrem Blick
Sich wie versteinert fühlen – so beschreiben Menschen mit einer Depression häufig ihren psychischen und körperlichen Zustand, laut der „Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention“. Häufig sind Depressionen von einer sehr gedrückten, niedergeschlagenen Stimmung begleitet, was als ein Hauptsymptom gilt. Einige Betroffene beschreiben auch ein Gefühl der inneren Leere und die Unfähigkeit, ihre eigenen Emotionen, einschließlich negativer Gefühle, wahrzunehmen. © BDS/Imago
Mann am Fenster
Personen, die an Depressionen leiden, verlieren das Interesse an früher bedeutsamen Aktivitäten und Dingen. Hobbys, berufliche Tätigkeiten, Freizeitbeschäftigungen oder soziale Unternehmungen mit Familie und Freunden bereiten ihnen keine Freude mehr. Durch die „innere Leere“, wie es Betroffene häufig beschreiben, geht das Interesse an bisher wichtigen Dingen verloren. Freudlosigkeit und allgemeines Desinteresse sind das zweite mögliche Hauptsymptom einer Depression. © ArtmannWitte/Imago
Frau blickt in Spiegel
Ein vermindertes Selbstwertgefühl, wenig Selbstvertrauen, gepaart mit Gedanken wie „Ich bin schuld an allem“, macht sich bei vielen an einer Depression erkrankten Menschen bemerkbar. Betroffene wenden sich nicht selten von ihrem Umfeld ab, da sie annehmen, Familienmitgliedern, Freunden oder Kollegen zur Last zu fallen. © Ute Grabowsky/photothek.net/Imago
Mann, der müde und erschöpft ist
Erschöpfung und Müdigkeit bestimmen zunehmend den Alltag. Während einer Depression fühlen sich Betroffene häufig im wahrsten Sinne antriebslos, was es ihnen schwer macht, sich zu motivieren. Gewohnte Tätigkeiten wie im Beruf und selbst einfache Alltagsaufgaben, beispielsweise Einkaufen oder Aufräumen können zur großen Herausforderung werden, schnell erschöpfen und manchmal sogar unerledigt bleiben. Auch das Treffen von Entscheidungen fällt schwer: Betroffene haben nicht mehr das Gefühl, das Richtige zu tun. © nitor/Imago
Frau mit Gehirnnebel am Arbeitsplatz.
Konzentrationsschwierigkeiten und verminderte Aufmerksamkeit können auch auf eine Depression hindeuten. Betroffene können ihre Umgebung nicht mehr richtig wahrnehmen, vergessen kürzlich Gesagtes oder Geschehens, sodass nicht selten sie selbst oder das nähere Umfeld zunächst eine Alzheimer-Demenz in Betracht ziehen. © Zoonar.com/Yuri Arcurs/Imago
Frau sitzt vor Suppenteller
Ältere Menschen können ebenfalls eine Depression entwickeln. Gründe und Ursachen sind auch hier vielfältig. So zeigt sich durch alle Altersgruppen, dass der Appetit und das Hungergefühl von Menschen, die unter einer psychischen Erkrankung leiden, sich verändert. Die Freude am Essen geht im wahrsten Sinne verloren. Die Folge ist dann nicht selten Gewichtsverlust. Es kann aber auch das Gegenteil eintreten und Betroffene entwickeln Heißhungerattacken. © Photographee.eu/Imago
Frau liegt wach im Bett
Schlafstörungen können verschiedene Ursachen haben und sind nicht selten auch eine typische Begleiterscheinung von Depressionen. Menschen mit dieser psychischen Erkrankung finden häufig nicht in den Schlaf, können nicht durchschlafen oder wachen früh auf – hinzukommt dann in vielen Fällen eine Spirale aus negativen Gedanken und Sorgen. © Zoonar/IMAGO
Frau, die verzweifelt weint
Menschen, die an einer Depression erkranken, durchlaufen Phasen der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, insbesondere in Bezug auf ihre Zukunft. Die psychische Erkrankung wird zunehmend von dem starken Gefühl begleitet, aus der Situation nicht mehr herauszukommen. © HalfPoint Images/Imago
Mann fasst sich an die Stirn
Während einer Depression können Betroffene auch unter ausgeprägter innerer Unruhe leiden, wodurch es ihnen schwerfällt, sich zu entspannen. Sie fühlen sich getrieben und zeigen möglicherweise hyperaktive Verhaltensweisen wie ständiges Hin- und Hergehen. Andererseits kann es auch zu einer Verlangsamung von Bewegungen oder in der Sprache kommen. © Science Photo Library/Imago
Mann blickt aus dem Fenster
„Was wäre, wenn ich einfach nicht mehr da wäre“ – solche oder ähnliche Gedanken holen Menschen mit einer Depression, gerade wenn sie schon ausgeprägt ist, immer wieder ein. Der Wunsch, einer als aussichtslos und ausweglos empfundenen Situation zu entkommen, bis hin zu Überlegungen, sich selbst Schaden zuzufügen, kommt mehr und mehr auf. © Alberto Menendez/Imago

Auch ein kurzer Spaziergang verbessert die Stimmung

Wer aktiv gegen den Herbst- und Winterblues vorgehen möchte, kann einige einfache Maßnahmen in seinen Alltag einbauen. Schon ein 15-minütiger Spaziergang an der frischen Luft kann dazu beitragen, Vitamin D im Körper freizusetzen. Vitamin D unterstützt den Körper bei der Bildung des Glückshormons Serotonin. Sportliche Aktivitäten haben einen noch stärkeren Effekt. Sport ist eine einfache Methode, um die Stimmung zu verbessern. Körperliche Aktivität erhöht ebenfalls den Serotoninspiegel und setzt Endorphine frei.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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