Für eine starke Lunge: Wie Sie sich vor Erkältungskrankheiten schützen können
VonNatalie Hull-Deichsel
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Die Lunge ist eines der wichtigsten Organe im menschlichen Körper. So kann sie vor allem in der Erkältungszeit gestärkt und geschützt werden.
Sobald das Wetter kälter und mehr geheizt wird, macht sich dies mehr oder weniger über die Atemwege bemerkbar – und auch für die Lunge kann besonders gereizt und angegriffen werden. Jetzt gilt es, sich nicht nur vor Viren zu schützen, sondern auch, das Organ zu stärken, das unweigerlich zum Atmen und Leben gebraucht wird.
Lunge schützen und stärken: Schon vor der kalten Jahreszeit Widerstandsfähigkeit trainieren
Wer seine Lunge stärken will, sollte sie fordern. Das beschreibt Dr. Jens Becker, Vorstand des Landesverbandes Hamburg/Schleswig-Holstein des Bundesverbands der Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin e. V. (BdP), gegenüber bild.de. Das bedeutet, dass man bereits vor dem Einbruch der kühlen Jahreszeit daran arbeiten sollte, die Lunge zu trainieren.
„Um normale Infekte wie Erkältungen abzuwehren, kann man sein Immunsystem abhärten“, erklärte der Mediziner. Dazu gehören zum Beispiel ein Besuch in der Sauna, Bewegung an der frischen Luft, aber auch eine vitamin- und nährstoffreiche Ernährung. Mit einem gesunden Lebensstil sei man also weniger anfällig für Erkältungen. „Man sollte [die Lunge] trainieren wie einen Muskel, also tief atmen, durch sportliche Betätigung auch mal außer Atem kommen lassen. Am besten in der frischen Luft.“
TIPP gegen krankmachende Erreger
Mit Desinfektionsmittel, durch ausreichend Abstand halten und Masken-tragen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Geschäften können Sie sich nach wie vor gut vor Krankheitserregern schützen.
Weitere Tipps für eine gesunde Lunge: Wärme, Wechselduschen und Trinken
Wenn das Immunsystem gestärkt ist, wird auch die Lunge nicht so leicht von Viren und anderen Krankheitserregern angegriffen. Um das natürliche Abwehrsystem des Körpers zu stärken, kann man schon vor der Erkältungszeit einige Maßnahmen ergreifen. Die Atemwege und die Lunge können nicht nur durch Bewegung an der frischen Luft trainiert werden. Auch sollen neben Saunagängen zudem Wechselduschen mit warmem und kaltem Wasser dabei helfen, das Abwehrsystem zu stärken, wie sana.de – Medizinwelten für Präventivmedizin empfiehlt.
Extra-TIPP, um Keime abzuwehren
Das Atmen durch die Nase ist gesünder als das Atmen durch den Mund. Die Luft wird auf diesem Atemweg nämlich gereinigt, erwärmt und angefeuchtet und reizt die Lunge weniger als Atemluft, die ungefiltert durch den Mund in das Organ strömt.
Grundsätzlich sollte man darauf achten, den Körper – insbesondere die Füße – warmzuhalten, da ein ausgekühlter Körper den Krankheitserregern weniger Abwehrkräfte entgegenzusetzen hat und demnach anfälliger ist.
Darüber hinaus gilt grundsätzlich: Ausreichend trinken. An kalten Tagen und bei Heizungsluft bieten sich neben Wasser vor allem auch Tee an, um die Schleimhäute gesund und feucht zu halten.
Die Lungenfunktion unterstützen: Wie man dem Organ Gutes tun kann
Von den Vorbeugungsmaßnahmen gegen Erkältungen einmal abgesehen, sollte man das ganze Jahr darauf achten, die Lungenfunktion zu unterstützen. Das schließt etwa mit ein, nicht zu rauchen. Laut Focus.de ist in 90 Prozent aller Fälle von Lungenkrebs das Rauchen ein Auslöser der Erkrankung, was zu typischen Symptomen führt. Wer auf Zigaretten verzichtet, beugt demnach schweren Erkrankungen vor.
Nicht nur Rauch, auch Feinstaub und Abgase sind schädlich für die Lunge. Wer in einer größeren Stadt lebt, sollte also darauf achten, der Lunge genügend „Atempausen“ zu gönnen. Das können ein Urlaub in den Bergen sein oder einfach genügend Zimmerpflanzen in der Wohnung, die die Luft filtern. Darüber hinaus sollte regelmäßig Staub gesaugt werden, denn dieser kann ebenfalls in die Lunge gelangen, wenn er wochenlang liegen bleibt.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.