Gesundheits-Tipps

Für eine starke Lunge: Wie Sie sich vor Erkältungskrankheiten schützen können

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Die Lunge ist eines der wichtigsten Organe im menschlichen Körper. So kann sie vor allem in der Erkältungszeit gestärkt und geschützt werden.

Sobald das Wetter kälter und mehr geheizt wird, macht sich dies mehr oder weniger über die Atemwege bemerkbar – und auch für die Lunge kann besonders gereizt und angegriffen werden. Jetzt gilt es, sich nicht nur vor Viren zu schützen, sondern auch, das Organ zu stärken, das unweigerlich zum Atmen und Leben gebraucht wird.

Lunge schützen und stärken: Schon vor der kalten Jahreszeit Widerstandsfähigkeit trainieren

Erkältungen sind in der kalten Jahreszeit nicht selten. So kann man die Lunge schützen.

Wer seine Lunge stärken will, sollte sie fordern. Das beschreibt Dr. Jens Becker, Vorstand des Landesverbandes Hamburg/Schleswig-Holstein des Bundesverbands der Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin e. V. (BdP), gegenüber bild.de. Das bedeutet, dass man bereits vor dem Einbruch der kühlen Jahreszeit daran arbeiten sollte, die Lunge zu trainieren.

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„Um normale Infekte wie Erkältungen abzuwehren, kann man sein Immunsystem abhärten“, erklärte der Mediziner. Dazu gehören zum Beispiel ein Besuch in der Sauna, Bewegung an der frischen Luft, aber auch eine vitamin- und nährstoffreiche Ernährung. Mit einem gesunden Lebensstil sei man also weniger anfällig für Erkältungen. „Man sollte [die Lunge] trainieren wie einen Muskel, also tief atmen, durch sportliche Betätigung auch mal außer Atem kommen lassen. Am besten in der frischen Luft.“

TIPP gegen krankmachende Erreger

Mit Desinfektionsmittel, durch ausreichend Abstand halten und Masken-tragen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Geschäften können Sie sich nach wie vor gut vor Krankheitserregern schützen.

Weitere Tipps für eine gesunde Lunge: Wärme, Wechselduschen und Trinken

Wenn das Immunsystem gestärkt ist, wird auch die Lunge nicht so leicht von Viren und anderen Krankheitserregern angegriffen. Um das natürliche Abwehrsystem des Körpers zu stärken, kann man schon vor der Erkältungszeit einige Maßnahmen ergreifen. Die Atemwege und die Lunge können nicht nur durch Bewegung an der frischen Luft trainiert werden. Auch sollen neben Saunagängen zudem Wechselduschen mit warmem und kaltem Wasser dabei helfen, das Abwehrsystem zu stärken, wie sana.de – Medizinwelten für Präventivmedizin empfiehlt.

Extra-TIPP, um Keime abzuwehren

Das Atmen durch die Nase ist gesünder als das Atmen durch den Mund. Die Luft wird auf diesem Atemweg nämlich gereinigt, erwärmt und angefeuchtet und reizt die Lunge weniger als Atemluft, die ungefiltert durch den Mund in das Organ strömt.

Grundsätzlich sollte man darauf achten, den Körper – insbesondere die Füße – warmzuhalten, da ein ausgekühlter Körper den Krankheitserregern weniger Abwehrkräfte entgegenzusetzen hat und demnach anfälliger ist.

Darüber hinaus gilt grundsätzlich: Ausreichend trinken. An kalten Tagen und bei Heizungsluft bieten sich neben Wasser vor allem auch Tee an, um die Schleimhäute gesund und feucht zu halten.

Die Lungenfunktion unterstützen: Wie man dem Organ Gutes tun kann

Von den Vorbeugungsmaßnahmen gegen Erkältungen einmal abgesehen, sollte man das ganze Jahr darauf achten, die Lungenfunktion zu unterstützen. Das schließt etwa mit ein, nicht zu rauchen. Laut Focus.de ist in 90 Prozent aller Fälle von Lungenkrebs das Rauchen ein Auslöser der Erkrankung, was zu typischen Symptomen führt. Wer auf Zigaretten verzichtet, beugt demnach schweren Erkrankungen vor.

Nicht nur Rauch, auch Feinstaub und Abgase sind schädlich für die Lunge. Wer in einer größeren Stadt lebt, sollte also darauf achten, der Lunge genügend „Atempausen“ zu gönnen. Das können ein Urlaub in den Bergen sein oder einfach genügend Zimmerpflanzen in der Wohnung, die die Luft filtern. Darüber hinaus sollte regelmäßig Staub gesaugt werden, denn dieser kann ebenfalls in die Lunge gelangen, wenn er wochenlang liegen bleibt.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16)
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © dpa
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Auslöser der Tuberkulose sind Bakterien (Mycobacterium tuberculosis)
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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