- VonCarina Baierschließen
Der Siberian Husky zeichnet sich als energiegeladene und robuste Rasse aus. Die Hunde sind in der Lage, extremen Temperaturen von -50 bis -60 °C standzuhalten.
Der offizielle Standard der Fédération Cynologique Internationale (FCI) definiert den Siberian Husky als: mittelgroßen Arbeitshund, schnell, leichtfüßig, äußerst fähig, seine ursprüngliche Aufgabe als Schlittenhund zu erfüllen und leichtere Lasten in mäßigem Tempo über große Entfernungen zu ziehen. Doch wo kommt die Rasse eigentlich her? Wie groß und wie alt werden die Tiere? Und was sollten Interessenten vor der Anschaffung über den Charakter wissen? Wir klären alle wichtigen Fragen.
Aussehen, Gewicht und Größe des Siberian Husky: Das sind die Rassestandards
Der Siberian Husky hat ein unverwechselbar elegantes und kraftvolles Auftreten, das die wilde Natur verkörpert. Sein Körperbau und Fell erinnern dabei an einen Wolf: Tatsächlich gehört er zu den Hunderassen, die genetisch am nächsten mit ihm verwandt sind. Sie bellen auch nicht oft, geben jedoch ein wolfsähnliches Jaulen von sich. Ein Irrglaube ist auch, dass blaue Augen typisch für die Rasse sind. Die auffällige Farbe resultiert aus einem Gendefekt, ist vom Standard aber erlaubt.
| Name | Siberian Husky |
| Schulterhöhe | 38–39 cm bei Hündinnen, 53,5–60 cm bei Rüden |
| Gewicht | 15,5–23 kg bei Hündinnen, 20,5–28 kg bei Rüden |
| Lebenserwartung | 12–15 Jahre |
| Fellfarbe | Alle Farben und Muster |
| Deckhaar | Pelzartig |
| Auffällige Merkmale | Doppellagiges Fell, aufgestellte Ohren und buschiger Schwanz |
Die Herkunft des Siberian Huskys – woher stammt der Name?
Die Herkunft des Huskys ist unmittelbar mit dem Leben der Menschen in arktischen Regionen verknüpft. Dort spielten die Hunde eine überlebenswichtige Rolle: Sie zogen Schlitten, halfen bei der Jagd und Navigation, schützten vor Eisbären und wärmten die Menschen in kalten Nächten. In Alaska wurden große und kräftige Schlittenhunde bevorzugt. Ein sibirischer Pelzhändler nahm 1910 jedoch mit seinen schlanken Hunden an Schlittenhunderennen teil. Daraufhin wurden seine Tiere als Husky bezeichnet, ein abwertendes Wort für Eskimos. Er war mit seinen Hunden äußerst erfolgreich und so begann die glorreiche Ära der Siberian Huskys. Im Jahr 1932 wurde ein Standard festgelegt, der den Siberian Husky als arbeitenden Schlittenhund nach dem Prinzip „form for function” definierte.
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Der Charakter des Siberian Huskys – passt die Rasse zu Ihnen?
Der Siberian Husky ist kein Hund für Anfänger und berüchtigt dafür, schwer erziehbar zu sein. Er benötigt eine starke Führungsperson, die sich selbst etablieren kann. Die Rasse ist sehr intelligent und lernt schnell. Sie brauchen neben körperlichen auch mentale Herausforderungen, sonst können sie bei Langeweile zerstörerisch werden.
Kaum eine andere Hunderasse liebt Laufen und speziell das Ziehen zum Beispiel von Schlitten so sehr. Für eine artgerechte Haltung ist Hundesport somit unerlässlich: Canicross, Bike- oder Skijöring bereiten ihm viel Freude. Hierbei ziehen die Tiere Menschen an einem Bauchgurt auf Schlitten, Rädern oder Ski.
Huskys sind stille und hervorragende Jäger. Sie schaffen es blitzschnell und äußerst genau, ihre Beute zu fangen. Zu Menschen sind die Hunde freundlich und anhänglich, Angst vor Fremden zeigen sie nicht. Von Grund auf ist er kein Wachhund, verteidigt seine Familie aber im Notfall.
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Pflege und Gesundheit
Im Alltag reicht es aus, den Hund zwei bis drei Mal in der Woche zu bürsten und Verfilzungen vorsichtig zu entwirren. Nur während des Fellwechsels ist eine tägliche Pflege des Fells notwendig. In dieser Zeit ist es auch normal, dass die Unterwolle fehlt. Laut dem Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. darf das Haarkleid eines Huskys nie geschoren werden – das zerstört die Felltextur. Professionelles Trimmen der Tasthaare sowie der Haare zwischen den Zehen und um die Pfoten herum ist erlaubt.
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Siberian Huskys zählen zu den gesunden und robusten Rassen. Erblich bedingt kann es zu Augenerkrankungen und Hüftgelenksdysplasie kommen. Häufig tritt auch eine genetisch bedingten Hauterkrankung auf: Zink-reaktive-Dermatose. Der Organismus der Tiere nimmt über die Nahrung zu wenig Zink auf.
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