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Siberian Husky: Alle Infos zum arktischen Schlittenhund

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Der Siberian Husky zeichnet sich als energiegeladene und robuste Rasse aus. Die Hunde sind in der Lage, extremen Temperaturen von -50 bis -60 °C standzuhalten.

Der offizielle Standard der Fédération Cynologique Internationale (FCI) definiert den Siberian Husky als: mittelgroßen Arbeitshund, schnell, leichtfüßig, äußerst fähig, seine ursprüngliche Aufgabe als Schlittenhund zu erfüllen und leichtere Lasten in mäßigem Tempo über große Entfernungen zu ziehen. Doch wo kommt die Rasse eigentlich her? Wie groß und wie alt werden die Tiere? Und was sollten Interessenten vor der Anschaffung über den Charakter wissen? Wir klären alle wichtigen Fragen.

Aussehen, Gewicht und Größe des Siberian Husky: Das sind die Rassestandards

Der Siberian Husky hat ein unverwechselbar elegantes und kraftvolles Auftreten, das die wilde Natur verkörpert. Sein Körperbau und Fell erinnern dabei an einen Wolf: Tatsächlich gehört er zu den Hunderassen, die genetisch am nächsten mit ihm verwandt sind. Sie bellen auch nicht oft, geben jedoch ein wolfsähnliches Jaulen von sich. Ein Irrglaube ist auch, dass blaue Augen typisch für die Rasse sind. Die auffällige Farbe resultiert aus einem Gendefekt, ist vom Standard aber erlaubt.

NameSiberian Husky
Schulterhöhe38–39 cm bei Hündinnen, 53,5–60 cm bei Rüden
Gewicht15,5–23 kg bei Hündinnen, 20,5–28 kg bei Rüden
Lebenserwartung 12–15 Jahre
Fellfarbe Alle Farben und Muster
DeckhaarPelzartig
Auffällige MerkmaleDoppellagiges Fell, aufgestellte Ohren und buschiger Schwanz
Die Augen des Siberian Huskys sind mandelförmig und können blau, grau oder bernsteinfarben sein.

Die Herkunft des Siberian Huskys – woher stammt der Name?

Die Herkunft des Huskys ist unmittelbar mit dem Leben der Menschen in arktischen Regionen verknüpft. Dort spielten die Hunde eine überlebenswichtige Rolle: Sie zogen Schlitten, halfen bei der Jagd und Navigation, schützten vor Eisbären und wärmten die Menschen in kalten Nächten. In Alaska wurden große und kräftige Schlittenhunde bevorzugt. Ein sibirischer Pelzhändler nahm 1910 jedoch mit seinen schlanken Hunden an Schlittenhunderennen teil. Daraufhin wurden seine Tiere als Husky bezeichnet, ein abwertendes Wort für Eskimos. Er war mit seinen Hunden äußerst erfolgreich und so begann die glorreiche Ära der Siberian Huskys. Im Jahr 1932 wurde ein Standard festgelegt, der den Siberian Husky als arbeitenden Schlittenhund nach dem Prinzip „form for function” definierte.

Tierisch beste Freunde: Welche zehn Hunderassen lange an Ihrer Seite bleiben

Ein Hund liegt auf dem Boden.
Laut der britischen Studie hat der Kaukasische Schäferhund ein recht kurzes Leben und wird nur rund 5,4 Jahre alt. © Oleg Kopyov/Cavan Images/Imago
Der spanische Presa Canario in der freien Natur.
Der spanischen Presa Canario soll eine durchschnittliche Lebenserwartung von rund 7,7 Jahren haben, das hat die Studie im Auftrag von „Dog Trust“ ergeben. © UIG/Imago
Die italienische Rasse Cane Corso auf der Wiese.
Die italienische Rasse Cane Corso haben Sie durchschnittlich 8,1 Jahre an Ihrer Seite. © Anka Agency International/Imago
Ein Welpe in einer Tasche.
Hier auf dem Foto ist ein Welpe der Rasse Französische Bulldogge zu sehen. Die Tiere haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von rund 9,8 Jahren, wie britische Forscher herausfanden. © Imagebroker/Imago
Eine Frau gibt einem Mops eine Himbeere.
Diese Rasse hat aufgrund der Verkürzung des Gesichtsschädels mit der Atmung zu kämpfen. Die britischen Forscher geben an, dass Möpse rund 11,6 Jahre alt werden. © Alena Haurylenka/Westend61/Imago
Drei Labradore auf einem Foto.
Choco, hell oder dunkel – Labradore gehören zu den beliebtesten Hunderassen. Die Vierbeiner können rund 13,1 Jahre an Ihrer Seite sein. Ebenso lang begleiten Border Collies ihre Herrchen. © Randi Hirschmann/SuperStock/Imago
Ein kleiner Zwergdackel.
Klein aber oho – Zwergdackel können laut der britischen Studie rund 14 Jahre an Ihrer Seite sein. © DRSG98/Shotshop/Imago
Ein Shiba Inu.
Auf dem Foto wirkt es, als würde der Shiba Inu lächeln und sein Leben genießen. Allen Grund zur Freude haben auch Fans der Vierbeiner – mit der Rasse können Sie rund 14,6 Jahre Seite an Seite leben. © Shulman/SuperStock/Imago
Ein Tibet-Spaniel liegt auf einer Mauer.
Eine kleine Mittagspause gönnt sich dieser Vierbeiner hier. Der Tibet-Spaniel kann rund 15,2 Jahre lang Ihr treuer Begleiter sein. © WireStock/Pond5 Images/Imago
Lancashire Heeler liegt entspannt im Wohnzimmer.
Die britische Studie informiert, dass der Lancashire Heeler zu den langlebigsten Rassen gehört. Diese Hunde können bis zu 15,4 Jahre alt werden. © Wirestock/Imago

Der Charakter des Siberian Huskys – passt die Rasse zu Ihnen?

Der Siberian Husky ist kein Hund für Anfänger und berüchtigt dafür, schwer erziehbar zu sein. Er benötigt eine starke Führungsperson, die sich selbst etablieren kann. Die Rasse ist sehr intelligent und lernt schnell. Sie brauchen neben körperlichen auch mentale Herausforderungen, sonst können sie bei Langeweile zerstörerisch werden. 

Kaum eine andere Hunderasse liebt Laufen und speziell das Ziehen zum Beispiel von Schlitten so sehr. Für eine artgerechte Haltung ist Hundesport somit unerlässlich: Canicross, Bike- oder Skijöring bereiten ihm viel Freude. Hierbei ziehen die Tiere Menschen an einem Bauchgurt auf Schlitten, Rädern oder Ski. 

Bikejöring ist eine gute Möglichkeit, den Siberian Husky körperlich zu trainieren und auszulasten.

Huskys sind stille und hervorragende Jäger. Sie schaffen es blitzschnell und äußerst genau, ihre Beute zu fangen. Zu Menschen sind die Hunde freundlich und anhänglich, Angst vor Fremden zeigen sie nicht. Von Grund auf ist er kein Wachhund, verteidigt seine Familie aber im Notfall. 

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Pflege und Gesundheit

Im Alltag reicht es aus, den Hund zwei bis drei Mal in der Woche zu bürsten und Verfilzungen vorsichtig zu entwirren. Nur während des Fellwechsels ist eine tägliche Pflege des Fells notwendig. In dieser Zeit ist es auch normal, dass die Unterwolle fehlt. Laut dem Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. darf das Haarkleid eines Huskys nie geschoren werden – das zerstört die Felltextur. Professionelles Trimmen der Tasthaare sowie der Haare zwischen den Zehen und um die Pfoten herum ist erlaubt.

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Siberian Huskys zählen zu den gesunden und robusten Rassen. Erblich bedingt kann es zu Augenerkrankungen und Hüftgelenksdysplasie kommen. Häufig tritt auch eine genetisch bedingten Hauterkrankung auf: Zink-reaktive-Dermatose. Der Organismus der Tiere nimmt über die Nahrung zu wenig Zink auf.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Pond5 Images

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