Großer Italiener

Cane Corso: Gigantischer Wächter oder treuer Familienhund?

  • schließen

Der Cane Corso Italiano ist eine faszinierende Hunderasse, die für ihre Kraft, Ausdauer und Treue bekannt ist. Doch kann er auch als Begleit- und Familienhund gehalten werden?

Der Cane Corso, auch bekannt als „italienische Dogge“, hat seinen Ursprung in Italien, wo er seit Jahrhunderten als Wach- und Schutzhund eingesetzt wurde. Die Rasse geht auf antike römische Molosser zurück und war für eine Vielzahl von Aufgaben zuständig, darunter die Bewachung von Haus und Hof, die Jagd und das Treiben und Hüten von Vieh. Ein extrem stattlicher Vertreter war auch die Deutsche Dogge Zeus – er verschlang jeden Tag zwölf Näpfe Trockenfutter.

  • Herkunft: Italien
  • Klassifikation: Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde
  • Größe: Rüden bis zu 68 cm, Hündinnen bis zu 64 cm.
  • Gewicht: Rüden bis 50 kg, Hündinnen bis zu 45 kg.
  • Fell: kurz, glänzend, dicht mit wenig Unterwolle
  • Farben: schwarz, grau, hirschrot, falbfarben, gestromt
  • Charakter: wachsam, treu, anhänglich, intelligent, freundlich, ruhig, sportlich, verspielt, reserviert gegenüber Fremden
  • Pflegeaufwand: mittel
  • Gesundheit: anfällig für Herzerkrankungen, empfindliche Augen
  • Lebenserwartung: bis zu 12 Jahre
  • Besonderheit: Listenhund

Wesen und Charakter

Ein Carne Corso als Welpe.

Der Cane Corso ist ein stolzer und selbstbewusster Hund mit einem ausgeglichenen und ruhigen Wesen. Er ist loyal und wachsam und zeigt oft eine enge Bindung zu seiner Familie. Diese Rasse ist bekannt für ihre Intelligenz und ihren starken Schutzinstinkt, was sie zu einem ausgezeichneten Wachhund macht. Trotz seiner imposanten Erscheinung ist der Cane Corso auch liebevoll und anhänglich zu seinen Besitzern, und kann eine sanfte und geduldige Seite zeigen, besonders gegenüber Kindern. Ein liebevoller Hütehund mit eigenem Kopf ist der Harzer Fuchs. Sie interessieren sich doch mehr für die Hunderasse Golden Retiever?

Der neue WhatsApp-Kanal von Landtiere.de ist da!

Tierische Tipps und rührende News gibt’s auf unserem WhatsApp-Kanal: Hier geht’s direkt zu Tierverliebt.

Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie im kostenlosen Partner-Newsletter von Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

Ist der Cane Corso ein Kampfhund?

Ein ausgewachsener Vertreter seiner Rasse.

Der Cane Corso Italiano wird in einigen Bundesländern als Listenhund geführt. Listenhunde sind Hunderassen, die aufgrund ihrer potenziellen Gefährlichkeit besondere Einschränkungen oder Auflagen unterliegen können. Dazu zählt beispielsweise ein Wesenstest des Hundes, sowie ein Sachkundenachweis des Halters. Diese Einschränkungen können von Bundesland zu Bundesland variieren. Aktuell wird der Cane Corso in Bayern und Brandenburg als Listenhund der Kategorie II geführt.

Welche Rassen tauchen in der Liste auf?

Anbei einige Beispiele von Hunderassen, die in Deutschland in einer Rasseliste geführt werden. Lesen Sie auch, was Martin Rütter von Rasselisten hält.

HunderasseKategorie IKategorie II
AlanoBayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen
American BulldogBayern, Nordrhein-Westfalen
American Pitbull TerrierBayern, Brandenburg, Hamburg, NRWBaden-Württemberg
American StaffordshireBayern, Brandenburg, Hamburg, NRWBaden-Württemberg
BullmastiffBaden-Würrtemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg, NRW
BullterrierBrandenburg, Hamburg, Nordrhein-WestfalenBaden-Württemberg, Bayern
Cane Corso ItalianoBayern, Brandenburg
DobermanBrandenburg
Dogo ArgentinoBaden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg, NRW
Dogo CanarioBayern, Brandenburg
Dogue de BordeauxBaden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg
KangalHamburg
Kaukasischer OwtscharkaHamburg
MastiffBaden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg, NRW
Mastino NapoletanoBaden-Würrtemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg, NRW
Mastin EspanolBaden-Würrtemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg, NRW
RottweilerBayern, Brandenburg, Hamburg, NRW
Staffordshire BullterrierBayern, Brandenburg, Hamburg, NRWBaden-Württemberg
Tosa InuBayern, BrandenburgBaden-Württemberg, Hamburg, NRW

Die 15 freundlichsten Hunderassen – laut einer Studie

Ein junges Mädchen hält einen jungen Golden Retriever in den Armen.
Golden Retriever werden ihrem Ruf gerecht, die perfekten Familienhunde zu sein. In Bezug auf Aggressivität und Dominanz weisen sie die geringsten Werte auf. © Mint Images/Imago
Ein Mann spielt mit einem Hund.
Parson Terrier sind den Forschern zu Folge zwar besonders energiegelanden. Dies mindert allerdings keinesfalls ihre Freundlichkeit.  © Panthermedia/Imago
Es ist ein Dachshund auf einer Wiese zu sehen.
Auch wenn man es ihnen nicht ansieht, gehören Dackel zu den Jagdhunden. Ihr Charakter ist daher mutig und unabhängig. Trotzdem sind sie ihren Besitzern treu ergeben.  © Arterra/Imago
Ein Mann spielt mit einem Jack Russell Terrier am Strand.
Jack Russell Terrier sind bekannt für ihre Verspieltheit und Intelligenz. Häufig haben sie neben einem aufgeweckten Charakter auch eine besondere Loyalität gegenüber ihren Besitzern. Das macht sie zu besonders freundlichen Artgenossen.  © Anna Okhotska/Imago
Es ist ein Australian Shepherd zu sehen.
Australian Shepherds werden häufig aufgrund ihrer Intelligenz als Hütehunde ausgebildet. Außerdem werden ihnen neugierige und fleißige Charaktereigenschaften zugeschrieben.  © Tanya Breen/Imago
Es ist ein Teacup Hund auf einer Wiese zu sehen.
Auch kleine Hunderassen sind beliebt. Dazu zählen spezielle Züchtungen von Malteser, Chihuahua, Zwergspitz, Yorkshire Terrier und Shih Tzu. Die kleinen Hunde sind allerdings nicht nur besonders niedlich anzuschauen, sondern bestechen auch mit ihrem freundlichen Auftreten.  © Pond5 Images/Imago
Es ist ein grauer Whippet Hund zu sehen.
Auch Whippet Hunde schnitten in vielen Tests besonders gut ab. Durch ihr sanftes Temperament eignen sie sich gut für Familien. Sie brauchen allerdings besonders viel Auslauf und Bewegung.  © Panthermedia/Imago
Eine junge Frau hält einen Pudel auf dem Arm.
Pudel sind wohl der Inbegriff für Freundlichkeit. Die goldigen Hunde haben für jeden Sympathie über, sind geduldig und besonders loyal. Kein Wunder, dass sie in der Liste der freundlichsten Hunderassen ganz vorne landen.  © Maria Diachenko/Imago
Es ist ein irischer roter Setter zu sehen.
Irish Setter haben ein sanftes Wesen. Sie stellen sich ganz und gar auf ihren Besitzer ein und lassen sich durch ihre Freundlichkeit gut trainieren.  © imagebroker/Imago
Es ist ein Spitz auf einer winterlichen Wiese zu sehen.
Spitze sind zwar klein, haben es aber faustdick hinter den Ohren. Sie sind meist sehr quirlig und lebhaft. Trotz ihres ausgeprägten Temperaments werden sie zudem als loyal und wachsam beschrieben.  © Monika Scheurer/Imago
Es ist ein Mops beim Spazierengehen zu sehen.
Zu den brachycephalen Hunderassen gehören Rassen wie Boston Terrier, Bulldoggen und Möpse. Nichtsdestotrotz verfügen sie über einen freundlichen Charakter. Sie sind intelligent, liebevoll und aufgeschlossen.  © cookiecutter/Imago
Es ist ein Chinese Crested Hund zu sehen.
Das markante Aussehen der Chinese Crested Dogs (Deutsch: Chinesischer Schopfhund) macht sie zu einem echten Hingucker. Dabei haben die nackten Hunde auch einen besonders lieben Charakter zu bieten.  © Gerard Lacz/Imago
Portrait eines englischen Cocker Spaniels.
Amerikanische Cocker Spaniel gehören auch hierzulande zu den beliebtesten Hunderassen. Besonders Familien lieben die süßen Cocker. Nicht umsonst: Immerhin sind Cockerspaniel dafür bekannt, freundlich und tolerant zu sein. Sie sind zudem sehr gelassen und kommen auch mit hektischen Situationen gut zurecht.  © Pond5 Images/Imago
Es ist ein weißer Bull Terrier zu sehen.
Bull Terrier sind bekannt für ihr markantes Aussehen und ihre typischerweise weiße Fellfarbe. Laut den finnischen Forschern zählen sie aufgrund ihrer besonderen Persönlichkeit zu den freundlichsten Rassen.  © Pond5 Images/Imago
Ein junger Schapendoes läuft Slalom.
Schapendoes sollen gehorsam und klug sein. Ihr selbstbewusstes Auftreten hält sie allerdings nicht davon ab, als kinderlieb und zuverlässig zu gelten.  © Wirestock/Imago

Es ist wichtig zu beachten, dass die Einstufung als Listenhund nicht automatisch bedeutet, dass der Cane Corso gefährlich oder aggressiv ist. Wie bei allen Hunderassen ist das Verhalten eines Hundes stark von seiner Erziehung, Sozialisation und Umgebung abhängig.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

Kommentare