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Die „Hot Chip Challenge“ macht die Runde. Doch der Trend nimmt trotz der bekannten Gefahren nicht ab. Deshalb hat das Bundesamt die Warnungen verschärft.
Berlin – Anfang November hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit eine dringende Warnung für die sogenannte „Hot Chip Challenge“ ausgesprochen. Wie gefährlich die Trend-Chips wirklich sind, zeigen Vorfälle aus aller Welt. Erst zuletzt landeten zwei Mädchen aus Bayern aufgrund des gefährlichen TikTok-Trends in der Notaufnahme. Nun hat das Bundesamt seine Warnung auf dem Bundesportal lebensmittelwarnung.de verschärft. Grundlage dafür ist ein neues Gutachten aus Hessen.
Bundesamt warnt vor Trend-Chips mit „schärfster Chilischote der Welt“
Das Bundesamt verweist auf das Internetportal VerbraucherFenster des Landes Hessen. Darin erklärt das Umweltministerium in einer Mitteilung: „Wer kann am schärfsten Essen? Das will die ‚Hot-Chip-Challenge‘ klären“. Bei der Challenge kommen Chips zum Einsatz, die „ähnlich oder etwas dunkler aussehen wie gewöhnliche pikante Tortilla-Chips“ aussehen würden. „Doch diese Art ist mit der schärfsten Chilischote der Welt gewürzt, dem ‚Carolina Reaper‘.“
Im Netz ist der Trend bereits seit mehreren Wochen auf TikTok und Instagram weitverbreitet. Die Idee kommt vom Hersteller selbst, wie das Unternehmen auf der Website in einer Erklärung beschreibt. Denn bei diesem Trend handelt es sich um ein schwer riskantes Unterfangen, die Behörden prüfen bereits ein Verbot der „Hot Chip Challenge“ nach einem Todesfall eines Kindes. Die bayrischen Ämter haben bereits ein Verbot der Trend-Chips vollzogen.
„Finger Weg von dieser Mutprobe“: Gutachten aus Hessen verschärft Warnungen von „Hot Chip Challenge“
Das hessische Umweltministerium erklärt: „Der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor hat Proben genommen und festgestellt, dass einige Chips ungewöhnliche hohe Mengen an Capsaicin enthalten“. Der Wirkstoff, der für die Schärfe verantwortlich ist, würde in den Proben erheblich schwanken. „Deshalb lautet unsere dringende Empfehlung: Finger weg von dieser Mutprobe!“ Eltern sollen demnach mit Kindern und Jugendlichen reden, um auf die Gefahren der Challenge hinzuweisen.
„Das Problem: Ein sehr hoher Schärfegrad kann gesundheitliche Folgen haben“. Zu den Beschwerden zählen Übelkeit, Erbrechen und Bluthochdruck. Zudem brennen die Augen und Schleimhäute schmerzen. „Von TikTok bis zum Krankenwagen ist es da oft nicht weit. Das Ganze ist deshalb nichts anderes als gefährlicher Unfug“, so das Ministerium.
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