Strengere Regeln

Nach Brand auf der Fremantle Highway: Schifffahrt will auf Gefahr durch Elektroautos reagieren

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Der Brand auf der Fremantle Highway hat erste Konsequenzen. Die Weltschifffahrtsorganisation IMO will die Regeln für den Transport von Elektroautos verschärfen.

Der Brand auf der Fremantle Highway hat die Debatte um die Gefahren von Elektroautos wieder angefeuert – auch wenn die eigentliche Brandursache noch ungeklärt ist. Konsequenzen hat der Vorfall aber dennoch, die Weltschifffahrtsorganisation IMO will die Regeln für den Transport von Elektroautos verschärfen.

IMO reagiert auf „zunehmende Zahl von Zwischenfällen mit Bränden“

Die Sicherheitsvorkehrungen für den Transport von Elektrofahrzeugen auf Schiffen stehen demnach „ganz oben auf der Tagesordnung“, wie eine IMO-Sprecherin der dpa mitteilte. Die bereits geltenden Vorschriften sollen noch erweitert werden. Bereits Ende Mai hatte die Allianz Versicherung davor gewarnt, dass die Stromer für mehr Schiffsbrände sorgen.

Nach dem Brand an Bord der Fremantle Highway, sollen die Regeln für den Transport von Elektroautos verschärft werden.

Die Verschärfung der Regeln sei dabei eine „Reaktion auf die zunehmende Zahl von Zwischenfällen mit Bränden, die auf die Beförderung von Fahrzeugen mit alternativen Energien, einschließlich Autos mit Lithium-Ionen-Batterien, zurückzuführen sind“. Zudem seien noch weitere Sitzungen und Experten-Diskussionen zu dieser Thematik geplant. Die Maßnahme sind auch deswegen notwendig, weil die Batterien von Elektroautos schwieriger zu löschen sind.

Das sind die zehn meistgebauten Elektroautos Europas

Ein Renault Zoe
Platz 10 – Renault Zoe: Der französische Stromer ist inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen, dennoch gehört der Renault Zoe auch im Jahr 2022 noch zu den meistproduzierten Elektroautos Europas. © Renault
Ein Audi e-tron
Platz 9 – Audi e-tron: Der erste reine Stromer von Audi gehört auch 2022 zu den meistgebauten E-Autos in Europa. Das Foto zeigt die Sportback-Variante. © Audi
Mehrere Tesla Model Y in Grünheide
Platz 8 – Tesla Model Y: Für den europäischen Markt wird das Tesla Model Y in der Gigafactory in Grünheide bei Berlin gebaut – und es reicht für den achten Platz im Produktions-Ranking. © IMAGO/Jochen Eckel
Ein Audi Q4
Platz 7 – Audi Q4: Ein weiterer Audi gehört zu den meistproduzierten E-Autos Europas: Der Q4 wird wie einige weitere Stromer des VW-Konzerns in Zwickau gefertigt. © Audi
Ein Hyundai Kona
Platz 6 – Hyundai Kona: Ein Koreaner hat es ebenfalls unter die zehn meistproduzierten E-Autos Europas geschafft – der Hyundai Kona wird im tschechischen Hyundai-Werk in Nosovice gebaut. © Hyundai
Ein Peugeot e-208
Platz 5 – Peugeot e-208: Mit dem Peugeot e-208 hat es ein Fahrzeug aus dem Stellantis-Konzern auf den fünften Platz geschafft. © Peugeot
Ein Skoda Enyaq
Platz 4 – Skoda Enyaq: 50.765 Einheiten des Skoda Enyaq verließen im Jahr 2022 das Werk in Tschechien – das reicht für den vierten Platz im europäischen Elektroauto-Produktionsranking. Das Foto zeigt die RS-Version des Stromers. © Skoda
Ein VW ID.3
Platz 3 – VW ID.3: Die Elektro-Kompaktlimousine VW ID.3 wird in Zwickau gebaut – 52.229 Exemplare rollten im Jahr 2022 dort vom Band. © Volkswagen
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4: Auch den zweiten Platz belegt ein Volkswagen – der ebenfalls in Zwickau produzierte ID.4 wurde 63.685 Mal gebaut. © Volkswagen
Ein Fiat 500e
Platz 1 – Fiat 500e: 66.325 Exemplare des italienischen Stromers liefen 2022 in Mirafiori vom Band – damit war er das meistgebaute E-Auto Europas. © Fiat

Freemantle Highway hat mehr Elektroautos geladen als zunächst gedacht

Die brennende Fremantle Highway hat indes mehr Elektroautos geladen als zunächst angenommen: Statt 25 sind 498 Stromer an Bord des Frachters. Auch die Anzahl der insgesamt geladenen Fahrzeuge stieg von knapp 2.500 auf 3.783, wie das Unternehmen K-Line erklärte. Dieses hatte den Frachter von einer japanischen Reederei gechartert.

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Inzwischen konnte die Fremantle Highway an einen neuen Ankerplatz geschleppt werden, dieser gilt als sicherer und windgeschützter. Ein ähnliches Manöver bei der Bergung der Felicity Ace missglückte im vergangenen Jahr und der Frachter sank. Der VW-Konzern versprach damals, die Autos zu ersetzen.

Rubriklistenbild: © Küstenwache der Niederlande/dpa

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