Hohe Geldbußen

Verkehrsregeln in Italien: Kindersitz ohne Alarmsignal kann teuer werden

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Kleinkinder bis zu drei Jahren dürfen in Italien nur in einem Auto-Kindersitz mit integriertem Alarmsignal befördert werden. Betrifft die Regelung auch Urlauber?

Egal ob Erlebnis-Ferien auf dem Bauernhof oder Entspannung am Pool: Auf den Urlaub freut sich wohl jeder. Anders sieht es mit An- und Abreise aus, denn die ist zumeist stressig. Wer mit dem Auto fährt, sollte beispielsweise unbedingt vor dem Start das Auto gründlich durchchecken – beziehungsweise in einer Werkstatt durchchecken lassen. Und wer nicht schon auf der Fahrt eine böse finanzielle Überraschung erleben will, sollte unbedingt die Mautgebühren im europäischen Ausland mit einkalkulieren. Ebenso lässt sich viel Geld sparen, wenn man von zu Hause eigenen Proviant für die Urlaubsfahrt mitnimmt – denn Autobahn-Raststätten rufen teilweise extreme Preise für Snacks auf, wie gerade erst ein Test eines Automobilclubs zeigte. Auch die Verkehrsregeln im Ausland sollte man kennen, denn sonst kann’s teuer werden.

Kindersitz mit Warnsignal in Italien Pflicht – System soll Kinder besser schützen

So sind beispielsweise in Italien im Auto nur Kindersitze für Kleinkinder (bis drei Jahre) zugelassen, die über ein integriertes Alarmsignal verfügen. Das System soll verhindern, dass Kleinkinder bei Hitze im Auto zurückgelassen werden. Die Regelung gibt es in Italien bereits seit einigen Jahren – und gilt nur für in Italien zugelassene Fahrzeuge, wie der Auto Club Europa (ACE) berichtet. Wer als Deutscher also mit seinem eigenen Auto unterwegs ist, hat nichts zu befürchten. Urlaubern kann aber dennoch Ärger drohen – und zwar mit einem in Italien angemieteten Mietwagen, wenn darin kein entsprechender Kindersitz verwendet wird.

In Italien sind für Kleinkinder Auto-Kindersitze mit integriertem Alarmsystem vorgeschrieben – die Regel gilt aber nur für in Italien zugelassene Fahrzeuge. (Symbolbild)

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Mietwagen-Buchung in Italien: Am besten bei der Buchung nach einem entsprechenden Kindersitz fragen

Der ADAC empfiehlt deshalb, sich bereits bei der Buchung zu erkundigen, ob der Vorschrift entsprechende Kindersitze verfügbar sind. Wird man ohne entsprechenden Sitz erwischt, droht laut dem Automobilclub eine Geldbuße ab 83 Euro – wenn man innerhalb von fünf Tagen bezahlt, sind es nur 53 Euro. Allerdings können Geldbußen bis zu einer Höhe von 333 Euro verhängt werden.

Spektakuläre Streifenwagen: Die coolsten Polizeiautos aus aller Welt

Alpine A110 S der Gendarmerie
Platz 12 – Alpine A110 (Frankreich): Hinter das Lenkrad der Alpine A110 würden sich wohl viele Polizisten gerne setzen – 26 Exemplare des Mittelmotor-Sportlers hat das französische Innenministerium im Jahr 2021 bestellt. Fahren dürfen den Flitzer mit der schicken Lackierung aber nur die Kollegen der schnellen Eingreiftruppe „équipes rapides d’intervention“. Unter dem „Gendarmerie“-Schriftzug findet sich übrigens das „Motto“ der französischen Polizei: „Notre engagement, votre sécurité“ – etwas frei übersetzt heißt das soviel wie „unser Einsatz dient Ihrer Sicherheit“.  © Sebastian Geisler/Imago
Ein Audi R8 der Polizei von Dubai
Platz 11 – Audi R8 (Dubai): Die Polizei in Dubai ist für ihre spektakulären Streifenwagen weltweit bekannt. Auch ein Audi R8 der zweiten Generation gehört zum Fuhrpark des Emirats. Der Zehnzylinder des Ingolstädter Boliden leistet mindestens 540 PS, in stärkeren Varianten sogar mehr als 600 PS. Trotzdem ist der R8 unter all den exotischen Supersportwagen in Dubai schon fast nichts besonders mehr. © ZUMA Press/Imago
Ein Toyota Crown der japanischen Polizei
Platz 10 – Toyota Crown (Japan): Andere Länder, andere Polizeiautos: In Japan kommt bei den Beamten unter anderem der Toyota Crown zum Einsatz. Hierzulande kennt die Limousine kaum jemand, denn in Europa war dem Crown kein Erfolg beschieden – weshalb er wieder vom Markt verschwand. Mit den steil designten Polizei-Supersportwagen anderer Länder kann der Japaner natürlich nicht mithalten – aber seine sehr elegante Lackierung macht das locker wieder wett. © Sven Simon/Imago
Ein BMW i3 Streifenwagen der Polizei in München
Platz 9 – BMW i3 (Deutschland): Ein BMW i3 in Polizeilackierung? Das gab es hierzulande ab dem Jahr 2015. In mehreren Städten (wie hier in München) wurde getestet, ob der bayerische Stromer als Streifenwagen taugt. Doch bei den Beamten fiel der i3 am Ende durch. Gründe sollen vor allem der zu geringe Platz im Innenraum sowie die niedrige Reichweite von nur rund 160 Kilometern gewesen sein. © Smith/Imago
Ein Lamborghini Gallardo der italienischen Polizei
Platz 8 – Lamborghini Gallardo (Italien): Nicht nur in Dubai sind exotische Supersportler im Dienste der Polizei unterwegs – auch in Italien. Bereits im Jahr 2004 bereicherte ein bis zu 300 km/h schneller Lamborghini Gallardo den Fuhrpark der „Polizia“. Selbstverständlich ausgerüstet mit Blaulicht und Sirene. © eyevisto/Imago
Ein Lamborghini Huracan der italienischen Polizei
Platz 7 – Lamborghini Huracan (Italien): Der Gallardo ist inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen, weshalb mit einem neueren Modell nachgelegt wurde. Seit 2017 bereichert auch ein Lamborghini Huracan den Fuhrpark der italienischen Polizei. Unter anderem wird der Supersportler für Organtransporte eingesetzt. Und für solch eiliges Gut ist es sicherlich der richtige Wagen: Mindestens 580 PS leistet der verbaute V10 – das reicht locker für Geschwindigkeiten jenseits der 300 km/h. © Independent Photo Agency/Imago
Ein Porsche 924 in Polizei-Lackierung
Platz 6 – Porsche 924 (Deutschland): Keine Frage: Dieser Porsche 924 ist nicht mehr im Dienst – war er aber tatsächlich einmal. Anfang der 1980er-Jahre setzte Autobahnpolizei in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg den Stuttgarter Sportwagen ein. Zuvor war der 924 auch von Beamten in anderen Bundesländern getestet worden. Witzig wirkt aus heutiger Sicht vor allem das am linken Seitenfenster montierte Blaulicht.  © Revierfoto/Imago
Ein Bentley Continental GT der Polizei von Dubai
Platz 5 – Bentley Continental GT (Dubai): Ein Bentley Continental GT als Streifenwagen? Gibt’s! Natürlich in Dubai, wo bekanntermaßen eine ganze Flotte an Supersportwagen im Polizeidienst unterwegs ist. Nur wenige Temposünder dürften diesem W12-Boliden entkommen: Seine 575 PS beschleunigen den Briten auf bis zu 320 km/h. © Jan Huebner/Imago
Ein Tesla Model X der schweizer Polizei
Platz 4 – Tesla Model X (Schweiz): In Basel entschied man sich schon relativ früh für den Einsatz von Elektroautos im Polizeidienst: Bereits im Jahr 2018 wurden mehrere Tesla Model X angeschafft. Für Schlagzeilen sorgte allerdings vor allem eine Panne im Jahr 2022: Als Beamte mit dem Wagen einen Radler stellen wollten, blockierten die Türen – die Polizisten waren in dem Tesla gefangen. © Geisser/Imago
Ein Maserati der Polizei von Abu Dhabi
Platz 3 – Maserati GranTurismo (Abu Dhabi): Wer an ein Polizeiauto denkt, sieht vor seinem geistigen Auge vermutlich wohl keinen Maserati. Doch tatsächlich gibt es einen solchen Streifenwagen – und zwar in Abu Dhabi. Dort dürfen Polizisten mit einem Maserati GranTurismo auf Verbrecherjagd gehen – mit einer Leistung von mindestens 405 PS: © Imaginechina/Imago
Ein Ferrari FF der Polizei von Dubai
Platz 2 – Ferrari FF (Dubai): Spritverbrauch spielt im Emirat Dubai keine wirklich große Rolle – deswegen gehört natürlich auch ein Ferrari zum Polizei-Fuhrpark. Der FF mobilisiert aus seinem V12-Motor stabile 660 PS – und ist maximal 335 km/h schnell. Bei einer Verfolgungsjagd hat der Gegner also wohl kaum eine Chance. © Jan Huebner/Imago
Ein Ferrari der tschechischen Polizei
Platz 1 – Ferrari 458 Italia (Tschechien): Was ist billiger als kaufen? Richtig: Beschlagnahmen. Die tschechische Polizei hat Kriminellen einen Ferrari 458 Italia abgenommen – und kurzerhand zum Polizeiauto umgerüstet. Unter anderem soll der italienische Supersportler für die Jagd auf Autobahn-Temposünder eingesetzt werden. Neu kostete der 458 Italia mindestens rund 200.000 Euro – deshalb dürfen sich auch angeblich nur speziell ausgebildete Beamte hinter das Lenkrad des bis zu 324 km/h schnell Boliden klemmen. © Cover-Images/Imago

Wichtig ist auch, die Tempolimits in Italien zu kennen, um hohe Geldbußen zu vermeiden. Ab einer Überschreitung von mehr als 20 km/h werden mindestens 175 Euro fällig. Innerorts gilt in Italien eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, während auf Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften maximal 90 km/h erlaubt sind. Auf Schnellstraßen mit zwei Fahrspuren pro Richtung liegt das Tempolimit bei 110 km/h. Auf Autobahnen sind maximal 130 km/h erlaubt. Allerdings denkt der italienische Verkehrsminister aktuell darüber nach, auf manchen Autobahn-Abschnitten die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf 150 km/h anzuheben.

Dieser Text wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von Redakteur Sebastian Oppenheimer sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

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