VonAndrea Stettnerschließen
Bei Hitze leiden Pflanzen deutlich. Doch gießen allein bietet oft keinen ausreichenden Schutz. Mit welchen Methoden Ihr Garten grün bleibt.
Hohe Temperaturen von bis zu 35 Grad belasten nicht nur Menschen, sondern auch Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon. Diese leiden unter der Hitze und benötigen daher eine angemessene Bewässerung. Andernfalls verdunstet das Wasser schneller, als es von den Pflanzen aufgenommen werden kann. Neben der richtigen Wassermenge gibt es weitere Maßnahmen, um Blumen, Stauden und Gemüsepflanzen vor dem Austrocknen zu bewahren.
1. Balkon- und Gartenpflanzen bei Hitze Schatten spenden
Pflanzen, die Wärme mögen, wie Obst und Gemüse, kommen mit hohen Temperaturen meist gut zurecht. Problematisch wird es jedoch bei direkter Sonneneinstrahlung über längere Zeit, da die Blätter verbrennen können. Um dies zu verhindern, sollten Pflanzen beschattet werden. Eine Markise kann zur Mittagszeit ausgefahren, ein Sonnenschirm aufgestellt oder ein Sonnensegel über das Gemüsebeet gespannt werden. Kübel- und Topfpflanzen lassen sich an einen schattigen Platz auf der Terrasse stellen. Langfristig bieten schattenspendende Bäume den besten Schutz vor extremer Hitze. Frühbeete und Gewächshäuser sollten gut belüftet werden, um Hitzestau zu vermeiden.
2. Richtig bewässern
Bei Hitze ist es vor allem entscheidend, wann und wie viel gegossen wird. Im Sommer raten Experten dazu, Pflanzen früh am Morgen zu gießen, da der Boden dann noch kühl ist. Bei automatischen Bewässerungssystemen sollten die Nachtstunden genutzt werden. Auch die richtige Gießtechnik spielt bei Hitze eine entscheidende Rolle:
- Statt nur oberflächlich zu gießen, sollte das Wasser tief in den Boden eindringen, um die Wurzeln zu erreichen.
- Bei Blumenkästen und Kübelpflanzen sollte so viel gegossen werden, bis unten Wasser austritt. Untersetzer können überschüssiges Wasser auffangen.
- Der Rasen sollte bei Trockenheit so lange bewässert werden, bis sich Pfützen bilden, um braune Stellen zu vermeiden.
- Das Gießwasser sollte außerdem nicht zu kalt sein, um Schäden an den Pflanzen zu verhindern.
3. Boden mit Mulchschicht abdecken
Um den Boden vor dem Austrocknen zu schützen, empfiehlt es sich, offene Flächen mit einer natürlichen Pflanzschicht zu bedecken. Dadurch wird die Verdunstung reduziert und die Feuchtigkeit bleibt im Boden. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt, Laub, Stroh oder Schnittgut kann als Sofortmaßnahme dienen. Auch Rindenmulch ist geeignet und kann sogar bei Topfpflanzen verwendet werden. Mulchen bietet noch weitere Vorteile.
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Langfristig lässt sich der Garten am besten mit Stauden, Sträuchern und Bodendeckern vor wiederkehrenden Hitzeperioden schützen. Empfehlenswerte Pflanzen sind unter anderem Bodendeckerrosen, Teppichknöterich, Sternmoos, Golderdbeere, Teppichsedum, Elfenblume, Triumphator, Dickmännchen und Katzenminze.
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