Sommerhitze

Hitzeschutz für Pflanzen: Drei einfache Methoden für Garten und Balkon

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Bei Hitze leiden Pflanzen deutlich. Doch gießen allein bietet oft keinen ausreichenden Schutz. Mit welchen Methoden Ihr Garten grün bleibt.

Hohe Temperaturen von bis zu 35 Grad belasten nicht nur Menschen, sondern auch Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon. Diese leiden unter der Hitze und benötigen daher eine angemessene Bewässerung. Andernfalls verdunstet das Wasser schneller, als es von den Pflanzen aufgenommen werden kann. Neben der richtigen Wassermenge gibt es weitere Maßnahmen, um Blumen, Stauden und Gemüsepflanzen vor dem Austrocknen zu bewahren.

1. Balkon- und Gartenpflanzen bei Hitze Schatten spenden

Pflanzen, die Wärme mögen, wie Obst und Gemüse, kommen mit hohen Temperaturen meist gut zurecht. Problematisch wird es jedoch bei direkter Sonneneinstrahlung über längere Zeit, da die Blätter verbrennen können. Um dies zu verhindern, sollten Pflanzen beschattet werden. Eine Markise kann zur Mittagszeit ausgefahren, ein Sonnenschirm aufgestellt oder ein Sonnensegel über das Gemüsebeet gespannt werden. Kübel- und Topfpflanzen lassen sich an einen schattigen Platz auf der Terrasse stellen. Langfristig bieten schattenspendende Bäume den besten Schutz vor extremer Hitze. Frühbeete und Gewächshäuser sollten gut belüftet werden, um Hitzestau zu vermeiden.

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Bei extremer Hitze sollten Hobbygärtner ihre Pflanzen richtig kräftig gießen, damit das Wasser auch bis in die unteren Bodenschichten durchdringt.

2. Richtig bewässern

Bei Hitze ist es vor allem entscheidend, wann und wie viel gegossen wird. Im Sommer raten Experten dazu, Pflanzen früh am Morgen zu gießen, da der Boden dann noch kühl ist. Bei automatischen Bewässerungssystemen sollten die Nachtstunden genutzt werden. Auch die richtige Gießtechnik spielt bei Hitze eine entscheidende Rolle:

  • Statt nur oberflächlich zu gießen, sollte das Wasser tief in den Boden eindringen, um die Wurzeln zu erreichen.
  • Bei Blumenkästen und Kübelpflanzen sollte so viel gegossen werden, bis unten Wasser austritt. Untersetzer können überschüssiges Wasser auffangen.
  • Der Rasen sollte bei Trockenheit so lange bewässert werden, bis sich Pfützen bilden, um braune Stellen zu vermeiden.
  • Das Gießwasser sollte außerdem nicht zu kalt sein, um Schäden an den Pflanzen zu verhindern.

3. Boden mit Mulchschicht abdecken

Um den Boden vor dem Austrocknen zu schützen, empfiehlt es sich, offene Flächen mit einer natürlichen Pflanzschicht zu bedecken. Dadurch wird die Verdunstung reduziert und die Feuchtigkeit bleibt im Boden. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt, Laub, Stroh oder Schnittgut kann als Sofortmaßnahme dienen. Auch Rindenmulch ist geeignet und kann sogar bei Topfpflanzen verwendet werden. Mulchen bietet noch weitere Vorteile.

Heimliche Hitze-Stars: Die zehn schönsten Bodendecker für Sonne und Trockenheit

Heidenelkenblüten (Dianthus deltoides)
Heidenelken (Dianthus deltoides) gibt es in zahlreichen Rosétönen. Sie sind sehr vermehrungsfreudig. © Zoonar/Imago
Zauneidechse zwischen Feld-Thymian (Thymus pulegioides)
Feld-Thymian oder Quendel ist ein prächtig blühendes Beispiel für einen sonnenliebenden Bodendecker mit geringem Wasserbedarf – und außerdem noch ein feines Küchengewürz. © alimdi/Imago
Gelbe Mittagsblumen (Delosperma cooperi)
Und täglich um die Mittagszeit grüßt die Mittagsblume (Delosperma cooperi) mit ihren aufgehenden Blüten – je mehr Sonne, desto üppiger. Dank der dickfleischigen Blätter kommt sie sehr lange ohne Wasser klar. © imagebroker/Imago
Katzenminze mit lavendelblauen Blüten im sommerlichen Staudenbeet
Sie ist trockenheitstolerant und mag Staunässe gar nicht: Von Mai bis September geizt die hochgewachsene Katzenminze (Nepeta) nicht mit ihren lavendelblauen Blüten. © Harald Lange/Imago
Fingerstrauch (Potentilla fruticosa)
Den Fingerstrauch (Potentilla fruticosa) gibt es weiß-, orange- oder rosablühend. Mit bis zu einem Meter Höhe ist der bis zum Herbst Blüten tragende Strauch immer ein Hingucker. Zur Gießkanne muss man nur greifen, wenn er im Kübel wächst. © blickwinkel/Imago
Hummel an Blüte von Nickender Fetthenne (Sedum rupestre)
Die Nickende Fetthenne (Sedum rupestre) ist auch für Hummeln und andere Insekten sehr attraktiv. Die robuste Staude kommt zudem als Begrünung auf heißen Dächern gut klar. © Wirestock/Imago
Pink und rosa blühender Polsterphlox (Phlox subulata)
Polster-Phlox (Phlox subulata) ist nicht ohne Grund sehr beliebt in Steingärten: Eine anspruchslose Staude, die gut an trockenen, sonnigen Standorten gedeiht. © AFLO/Imago
Blau blühender Ähriger Ehrenpreis (Veronica spicata)
Wie viele Ehrenpreis-Arten ist der Ährige Ehrenpreis (Veronica spicata) mit seinen Blütenkerzen nicht nur sehr attraktiv, sondern auch einem trockenen Boden und praller Sonne gut gewachsen. © Shotshop/Imago
Kriechendes Schleierkraut (Gypsophila repens)
Das Kriechende Schleierkraut (Gypsophila repens) ist sehr filigran und wie seine hochwüchsigen Verwandten sehr wärmeliebend. Die natürliche Bewässerung durch den Regen reicht ihm aus. © agefotostock/Imago
Filziges Teppich-Hornkraut (Cerastium tomentosum)
Das Filzige Teppich-Hornkraut (Cerastium tomentosum) fühlt sich in praller Sonne am wohlsten. Die Gießkanne kann man sich in der Regel ebenfalls sparen. © Zoonar/Imago

Langfristig lässt sich der Garten am besten mit Stauden, Sträuchern und Bodendeckern vor wiederkehrenden Hitzeperioden schützen. Empfehlenswerte Pflanzen sind unter anderem Bodendeckerrosen, Teppichknöterich, Sternmoos, Golderdbeere, Teppichsedum, Elfenblume, Triumphator, Dickmännchen und Katzenminze.

Rubriklistenbild: © Gottfried Czepluch/Imago

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