VonAndrea Stettnerschließen
Für ein üppiges Wachstum von Gemüse und Blumen im Hochbeet ist es essentiell, das Beet adäquat zu füllen. Hierbei ist nicht nur das verwendete Material von Bedeutung.
Viele machen den Fehler, ihr Gemüse-Hochbeet mit reiner Pflanzenerde zu befüllen. Das ist nicht nur teuer, sondern bringt Sie auch um die wichtigsten Vorteile eines Hochbeets. Denn mit den richtigen Materialien und einem ausgeklügelten Schichtsystem entwickelt sich mit der Zeit eine humusreiche Umgebung, die Ihre Pflanzen mit wertvollen Nährstoffen und Wärme versorgt. Wir zeigen, wie Sie Ihr Hochbeet richtig befüllen und nach und nach in ein kleines Pflanzenparadies verwandeln.
Hochbeet vorbereiten – das ist vor dem Befüllen zu tun
Ist der Rahmen des Hochbeets gebaut und auf einer ebenen Fläche platziert, empfiehlt es sich zunächst, den Boden und die Seiten etwa 30 Zentimeter hoch mit Hasendraht auszukleiden, um Maulwürfe und Wühlmäuse fernzuhalten. Auch ein Schneckenschutz ist von Vorteil. Anschließend wird die Innenseite mit Gewebefolie ausgekleidet, um den Holzrahmen vor Nässe zu schützen. Dann geht's ans Befüllen.
Hochbeet befüllen: Welche Schichten kommen hinein?
Ein Hochbeet wird mit vier verschiedenen Schichten gefüllt, die jeweils 5 bis 25 Zentimeter hoch sein sollten. Das Material wird dabei von unten nach oben immer feiner. Und so geht‘s:
- 1. Schicht – Schnittgut: Etwa 25 bis 30 Zentimeter hohe Schicht aus Holzschnittabfällen, wie Holzhäcksel oder Äste und Zweige. Sie dienen als Drainage im Hochbeet und verhindern somit Staunässe.
- 2. Schicht – Laub: Die zweite Schicht besteht aus einer dünnen Lage Laub, Rasenschnitt oder umgedrehten Rasensoden.
- 3. Schicht – Kompost und Mist: Jetzt folgt eine Schicht mit halbreifem Kompost, dem eventuell noch halb verrotteter Pferdemist oder Kuhdung beigemischt wird.
- 4. Schicht – Pflanzenerde: Zum Schluss wird das ganze mit hochwertiger Garten- bzw. Pflanzerde bedeckt. Wer mag, kann sie im oberen Bereich noch mit reifem Kompost anreichern. Ab Februar und März darf dann bereits das erste Gemüse im Hochbeet angepflanzt werden.
Womit sollte man das Hochbeet nicht befüllen?
Nicht ins Hochbeet gehören dagegen Nadelgehölze und Thujen, diese versauern laut Selbst.de die Befüllung. Auch wachstumshemmendes Nusslaub, wuchernder Efeu und Rosenzweige, die austreiben können, haben im Hochbeet nichts zu suchen.
Warum befüllt man ein Hochbeet in verschiedenen Schichten?
Die unterschiedlichen Schichten im Hochbeet sparen nicht nur Unmengen an wertvoller Gartenerde, sondern haben durchaus ihren Sinn: Die organischen Materialien fördern die Humusbildung und versorgen das Beet über Jahre hinweg mit Nährstoffen. Zudem wirkt die Schichtung wie eine natürliche Heizung, da beim Verrottungsprozess Wärme entsteht. Das begünstigt vor allem Wärme liebende Pflanzen wie Paprika, Tomaten oder Zucchini, die im Hochbeet wunderbar gedeihen. Zudem ist eine frühe Aussaat im Jahr möglich.
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Nach fünf bis sieben Jahren das Hochbeet neu befüllen
Da die Füllung des Hochbeets durch den Verrottungsprozess mit der Zeit absinkt, sollte im Frühjahr wieder Gartenerde und Kompost nachgefüllt werden. Nach fünf bis sieben Jahren sind dann alle kompostierbaren Materialien zersetzt. Der entstandene hochwertige Humus kann dann im Garten zur Bodenverbesserung verwendet werden – und das Hochbeet wird wieder neu befüllt.
