Gartenarbeit im Frühjahr

Hochbeet befüllen: Vier Schichten sorgen für eine reiche Ernte

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Damit die angebauten Pflanzen später prächtig gedeihen, wird ein Hochbeet mit verschiedenen Schichten befüllt.
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Für ein üppiges Wachstum von Gemüse und Blumen im Hochbeet ist es essentiell, das Beet adäquat zu füllen. Hierbei ist nicht nur das verwendete Material von Bedeutung.

Viele machen den Fehler, ihr Gemüse-Hochbeet mit reiner Pflanzenerde zu befüllen. Das ist nicht nur teuer, sondern bringt Sie auch um die wichtigsten Vorteile eines Hochbeets. Denn mit den richtigen Materialien und einem ausgeklügelten Schichtsystem entwickelt sich mit der Zeit eine humusreiche Umgebung, die Ihre Pflanzen mit wertvollen Nährstoffen und Wärme versorgt. Wir zeigen, wie Sie Ihr Hochbeet richtig befüllen und nach und nach in ein kleines Pflanzenparadies verwandeln.

Hochbeet vorbereiten – das ist vor dem Befüllen zu tun

Ist der Rahmen des Hochbeets gebaut und auf einer ebenen Fläche platziert, empfiehlt es sich zunächst, den Boden und die Seiten etwa 30 Zentimeter hoch mit Hasendraht auszukleiden, um Maulwürfe und Wühlmäuse fernzuhalten. Auch ein Schneckenschutz ist von Vorteil. Anschließend wird die Innenseite mit Gewebefolie ausgekleidet, um den Holzrahmen vor Nässe zu schützen. Dann geht's ans Befüllen.

Hochbeet befüllen: Welche Schichten kommen hinein?

Ein Hochbeet wird mit vier verschiedenen Schichten gefüllt, die jeweils 5 bis 25 Zentimeter hoch sein sollten. Das Material wird dabei von unten nach oben immer feiner. Und so geht‘s:

  • 1. Schicht – Schnittgut: Etwa 25 bis 30 Zentimeter hohe Schicht aus Holzschnittabfällen, wie Holzhäcksel oder Äste und Zweige. Sie dienen als Drainage im Hochbeet und verhindern somit Staunässe.
  • 2. Schicht – Laub: Die zweite Schicht besteht aus einer dünnen Lage Laub, Rasenschnitt oder umgedrehten Rasensoden.
  • 3. Schicht – Kompost und Mist: Jetzt folgt eine Schicht mit halbreifem Kompost, dem eventuell noch halb verrotteter Pferdemist oder Kuhdung beigemischt wird.
  • 4. Schicht – Pflanzenerde: Zum Schluss wird das ganze mit hochwertiger Garten- bzw. Pflanzerde bedeckt. Wer mag, kann sie im oberen Bereich noch mit reifem Kompost anreichern. Ab Februar und März darf dann bereits das erste Gemüse im Hochbeet angepflanzt werden.

Womit sollte man das Hochbeet nicht befüllen?

Nicht ins Hochbeet gehören dagegen Nadelgehölze und Thujen, diese versauern laut Selbst.de die Befüllung. Auch wachstumshemmendes Nusslaub, wuchernder Efeu und Rosenzweige, die austreiben können, haben im Hochbeet nichts zu suchen.

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Warum befüllt man ein Hochbeet in verschiedenen Schichten?

Die unterschiedlichen Schichten im Hochbeet sparen nicht nur Unmengen an wertvoller Gartenerde, sondern haben durchaus ihren Sinn: Die organischen Materialien fördern die Humusbildung und versorgen das Beet über Jahre hinweg mit Nährstoffen. Zudem wirkt die Schichtung wie eine natürliche Heizung, da beim Verrottungsprozess Wärme entsteht. Das begünstigt vor allem Wärme liebende Pflanzen wie Paprika, Tomaten oder Zucchini, die im Hochbeet wunderbar gedeihen. Zudem ist eine frühe Aussaat im Jahr möglich.

Frühlingszwiebeln bis Erdbeeren: Zehn Gemüsesorten, die ideal fürs Hochbeet sind

Kohlrabi und Salat im eigenen Garten reif zur Ernte
Da Kohlrabi schneller und weniger ausladend als andere Kohlarten wächst, eignet er sich für das Hochbeet. © Alfred Hofer/Imago
Feldsalat (Valerianella locusta) im Beet
In einem unkrautarmen Hochbeet wächst Feldsalat gut. Er wird von August bis Oktober gesät.  © Manfred Ruckszio/Imago
Kapuzinerkresse (Nasturtium Tropaeolum majus)
Kapuzinerkresse wächst schnell und ist dank der (essbaren) Blüten und Blätter auch noch sehr dekorativ.  © Emer/Imago
Rote Beete, Rote Rübe (Beta vulgaris)
Bis Juni können Sie Rote Beete noch ins Hochbeet pflanzen. © O. Diez/Imago
Buschbohnen (Phaseolus vulgaris)
Da Buschbohnen besser in einem vorgewärmten Boden wachsen, ist ein Hochbeet ideal für den Anbau.  © Emer/Imago
Tomaten in Schüssel
Kleine Tomatensorten sind auch für das Hochbeet geeignet. Jedoch benötigen Sie einen Schutz vor Wind und Regen.  © Photology2000/Imago
Frühlingszwiebel (Allium cepa)
Von März bis August kann man Frühlingszwiebeln direkt ins Hochbeet säen.  © J. Pfeiffer/Imago
Erdbeeren im Beet
Erdbeeren sind ebenfalls für das Hochbeet geeignet, denn sie bleiben so von gierigen Schnecken verschont.  © Edwin Remsberg/Imago
Fenchelknollen
Fenchel benötigt bis zur Ernte viel Wärme, ideal ist also ein Anbau auf dem Hochbeet. © Auremar/Imago
Minze im Hochbeet
Kräuter wie Minze, Dill, Schnittlauch oder Kerbel finden ideale Bedingungen in einem Hochbeet. © Heike Rau/Imago

Nach fünf bis sieben Jahren das Hochbeet neu befüllen

Da die Füllung des Hochbeets durch den Verrottungsprozess mit der Zeit absinkt, sollte im Frühjahr wieder Gartenerde und Kompost nachgefüllt werden. Nach fünf bis sieben Jahren sind dann alle kompostierbaren Materialien zersetzt. Der entstandene hochwertige Humus kann dann im Garten zur Bodenverbesserung verwendet werden – und das Hochbeet wird wieder neu befüllt.

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