VonAndrea Stettnerschließen
Für viele Gemüsesorten und Kräuter ist es im April und Anfang Mai noch zu kalt, um ins Hochbeet gepflanzt zu werden. Für andere Sorten ist genau die richtige Zeit.
Wenn es im Frühling langsam wärmer wird, werden vielerorts wieder die Hochbeete bepflanzt. Wer im Februar und März bereits die ersten Kräuter und Gemüsesorten gesät hat, darf manches sogar schon ernten. Im April dürfen dennoch viele Gemüsesorten noch nicht ins Freiland, denn die Nächte sind oft noch bitterkalt. Frostempfindliche Pflanzen könnten dann schnell erfrieren, und auch Saatgut gedeiht oft erst bei milderen Bodentemperaturen. Welche Gemüsesorten im April und Mai ins Hochbeet dürfen, und worauf Sie achten sollten.
Diese Pflanzen im April ins Hochbeet säen
Folgende Gemüse- und Kräutersorten werden im April ins Hochbeet gepflanzt oder gesät:
| Hochbeet im April | |
|---|---|
| Aussaat | Karotten, Radieschen, Schnittsalat, Mangold, Rucola, Kresse, Petersilie |
| Pflanzung | Kopfsalat, Kohlrabi, Brokkoli, Rucola, Petersilie |
Da das Wetter im April noch sehr unbeständig ist, müssen Sie Gemüsepflänzchen vor allem nachts noch vor Kälte schützen, etwa mit einem Vlies. Denken Sie jedoch daran, die Abdeckung tagsüber zu entfernen, damit es den Pflänzchen nicht zu heiß wird.
Diese Pflanzen kommen im Mai ins Hochbeet
Nach den Eisheiligen, die Mitte Mai stattfinden, sind in der Regel die gröbsten Nachtfröste vorbei. Jetzt dürfen endlich auch die frostempfindlichen Sorten wie Tomaten oder Gurken ins Hochbeet. Trotzdem können auch Ende Mai noch einige kalte Nächte folgen, deshalb sollte der Kälteschutz griffbereit bleiben.
| Hochbeet im Mai | |
|---|---|
| Aussaat | Karotten, Rote Bete, Schnittsalat, Dill, Petersilie |
| Pflanzung | Nach den Eisheiligen: Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika, Auberginen, Brokkoli, Kopfsalat, Schnittsalat, Kresse, Basilikum, Petersilie, Dill |
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Auf richtigen Pflanzabstand achten
Im Hochbeet wird enger bepflanzt als im normalen Gartenbeet. Achten Sie dennoch auf genügend Abstand, ansonsten behindern sich die Pflanzen beim Wachstum und es droht vermehrt Schädlingsbefall sowie Pilzkrankheiten.
Faustregel zum Pflanzabstand im Hochbeet
Der Abstand zwischen zwei Nachbarpflanzen sollte laut MDR-Gartenexpertin Brigitte Goss „die Hälfte der Summe beider Durchmesser betragen“, heißt es in einem Beitrag auf mdr.de. Beispiel: Eine Kohlrabi-Pflanze ist erntereif etwa 15 Zentimeter groß, eine Salatpflanze 20 Zentimeter. Berechnung: (20 + 15): 2 = 17,5. Der Pflanzabstand sollte also rund 18 Zentimeter betragen.
Gute Beetnachbarn wählen
Achten Sie zudem auf die richtigen Beetpartner Ihrer Gemüsepflanzen. Ansonsten kann es passieren, dass Ihre Pflanzen im Hochbeet schlecht gedeihen. Gute Beetpartner sind dabei Pflanzen, die sich mit ihren Eigenschaften gegenseitig fördern. So lassen sich etwa Paprika oder Tomaten wunderbar zusammen mit Basilikum oder Petersilie anpflanzen. Gurken harmonieren mit Dill oder Roter Beete. Aubergine, Paprika und Tomate sollten dagegen weit voneinander entfernt angepflanzt werden. Auch der Gemüsegeschmack kann durch Beetnachbarn beeinflusst werden. Andere Sorten, wie etwa Knoblauch, halten Schädlinge im Hochbeet fern und beugen sogar Pflanzkrankheiten vor.
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