VonAndrea Stettnerschließen
Im Frühling droht nachts vielerorts noch Frost. Empfindliche Pflanzen sollten deshalb erst nach den Eisheiligen ins Freie. Wann die kritischen Tage 2025 sind.
Im Gartenbau spielen die Eisheiligen, auch bekannt als „Eismänner“ oder „gestrenge Herren“, eine bedeutende Rolle. Diese fünf Heiligen – Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia – sind mit den letzten Frostnächten des Frühlings verbunden. Um Frostschäden an jungen Pflanzen zu vermeiden, sollten Hobbygärtner diese erst nach den Eisheiligen ins Freie setzen. Doch wann genau fallen die Eisheiligen im Jahr 2025?
Wann sind die Eisheiligen 2025?
Die Eisheiligen finden jedes Jahr zwischen dem 11. und 15. Mai statt. Die Daten orientieren sich an den Namenstagen der Heiligen:
- 11. Mai – Mamertus
- 12. Mai – Pankratius
- 13. Mai – Servatius
- 14. Mai – Bonifatius
- 15. Mai – Sophie
Die Eisheiligen – was ist das überhaupt?
Meteorologisch betrachtet handelt es sich bei den Eisheiligen um eine Singularität, eine Wetterlage, die mit hoher Wahrscheinlichkeit jährlich zu einem bestimmten Zeitpunkt auftritt. Anfang Mai steigen die Temperaturen in Deutschland oft schon an, doch kalte Polarluft kann diese Wärmeperiode unterbrechen. Bei klarem Himmel und Hochdruckeinfluss sinken die Temperaturen nachts unter den Gefrierpunkt, was zu Bodenfrost führt. Ein ähnliches Wetterphänomen ist die „Schafskälte“, die im Juni einige kühle Tage bringt.
Bauernregel zu den Eisheiligen
Rund um die Eisheiligen gibt es zahlreiche Bauernregeln und Sprichwörter, die auf die frostige Witterung hinweisen:
- „Der heilige Mamerz hat von Eis ein Herz.“
- „Pankratius hält den Nacken steif sein Harnisch klirrt von Frost und Reif“
- „Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bevor Sophie vorüber ist.“
Diese Regeln verdeutlichen, dass die Eisheiligen oft mit Frost und sogar Schnee einhergehen.
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Welche Pflanzen erst nach den Eisheiligen ins Freie sollten
Pflanzenfreunde sollten frostempfindliche Gewächse erst nach den Eisheiligen ins Freie bringen. Besonders wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Paprika, Kürbis oder Zucchini sollten im Haus vorgezogen und erst ab Mitte Mai ins Freiland gepflanzt werden. Auch Sommerblumen wie Astern, Zinnien, Fuchsien, Knollenbegonien, Pelargonien oder Studentenblumen reagieren empfindlich auf Kälte und sollten erst nach den Eisheiligen ins Freie. Überwinterte Pflanzen können dann ebenfalls aus dem Keller oder Gewächshaus geholt werden.
Wer seine Pflanzen bereits vor den Eisheiligen draußen hat, sollte sie nachts vor Kälte schützen. Geeignet sind Kartons, Gartenvlies, Tontöpfe oder abgeschnittene PET-Flaschen. Tagsüber sollte der Schutz entfernt werden, um Überhitzung zu vermeiden. Hier erfahren Sie, wie Sie Tomaten richtig im Garten anpflanzen.
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